YuMe

Juchu, vegetarische Gyôza in Berlin! Obwohl es Gyôza in Japan beinahe an jeder Ecke gibt, sucht man nach einer fleischfreien Variante dieser gebratenen Teigtaschen dort eher vergeblich. Die Füllung besteht normalerweise immer aus Schwein, Schwein oder ähm... Schwein! Zu meiner großen Freude hat der kleine Gyôza Imbiss YuMe in Neukölln neben dem Klassiker auch eine köstliche veggie Variante im ständigen Angebot. Momentan gibt es zusätzlich auch noch feine Shiitake Gyôza, ebenfalls ganz ohne (Borsten-)Tier im Inneren.
Diese japanischen Maultaschen kommen im halben Dutzend daher, zum wirklich fairen Preis von 2,90 EUR (12 Stück kosten 4,90 EUR). Direkt vor dem Verzehr werden sie solange angebraten, bis die Nudelteigränder gebräunt und leicht knusprig sind. Fettig, heiß und gut sind diese Glücklichmacher! Bei YuMe sind sie von Teig bis zur Füllung frisch hausgemacht und können mit verschiedenen Soßen komplementiert werden (Wasabi-Mayo, Chili Öl, Essig, Sojasoße).
Und zum Nachtisch muss noch ein Matcha Cookie sein. Ein Träumchen!


Pannierstr. 55 

Offen: 
So - Do 12:00 - 23:00
Fr - Sa 12:00 - 24:00

Qua Phe

Nächste Woche sollen die Temperaturen ja endlich wieder auf über 30°C ansteigen - perfektes Wetter für einen köstlichen vietnamesischen Eiskaffee bei Quà Phê. Dieser wird, so wie das sein muss, langsam durch den typischen auf dem Glas sitzenden Metallfilter auf gesüßte Kondensmilch und große Eiswürfel tropfen gelassen. Also erst Geduld, dann Genuss! Und dazu vielleicht eines der wunderbaren vietnamesischen Desserts, Che Thap Cam, mit Kokosmilch, süßen Bohnen, Sagoperlchen und Taro. Farbenfroh, aber nicht künstlich im Geschmack und nicht zu süß, ist das nicht nur ein Erlebnis fürs Auge, sondern auch für den Gaumen. Die unterschiedlichen Konsistenzen der einzelnen Zutaten, von cremig bis (wackel-)puddingartig, bieten der Zunge ein erfrischendes Abenteuer!

Neben dem hervorragenden Kaffee, den es natürlich nicht nur auf Eis gibt, ist das signature dish des Quà Phê hausgemachte Bánh Bao. Hierbei handelt es sich um gedämpfte, weiche, weiße Brötchen, die mit verschiendenen Füllungen angeboten werden. Ich muss immer an Dampfnudeln denken, aber fluffiger, ohne den angebackenen braunen Boden und eben gefüllt, z.B. mit mariniertem Tofu, frischen Kräutern (Koriander & Shiso - zwei meiner absoluten Lieblinge!) und Gemüse - köstlich!
Auch die fein-säuerliche Tomaten-Tamarinde-Suppe ist sehr zu empfehlen, ebenso die frischen Salate, beispielsweise mit Avocado und Granatapfelkernen oder Glasnudelsalat mit reichlich Kräutern und Gemüse und Sesam. Oder auch die herzhaft gefüllten vietnamesischen Crêpes (aus Reismehl, vermute ich)... es gibt viele Leckerein zu entdecken in diesem hübschen Café und es lohnt sich mehrere unterschiedliche Gerichtchen zu bestellen und sich durchzuprobieren. Alles kommt schön angerichtet in Körbchen und auf Bananenblättern und macht satter, als man vielleicht beim ersten Anblick der feinen Kleinigkeiten vermuten mag.
Das Café selbst ist chic eingerichtet, ein bisschen vietnamesische Folklore, ein bisschen Moderne, grobe Holztische, offene Küche, schöne Blumengestecke, stilvolles Teegeschirr, Magazine... hier kann man es aushalten! Auch draußen kann man sehr angenehm sitzen und den Berliner Sommer genießen, wenn er uns denn gerade mal einen Besuch abstattet!
Das Quà Phê ist ein fantastischer Ort für ein leckeres und gesundes Mittagessen, einen Snack oder zum Verweilen und Lesen bei einem Nachmittagskaffee. Auch wer sich vegan oder glutenfrei ernährt, kann hier glücklich werden. Mich freut vor allem, dass hier viele Gerichte angeboten werden, die man auf den Speisekarten anderer vietnamesischer Restaurants vergeblich sucht. Die bei der Einrichtung schon sichtbaren Mischung aus Tradition und Moderne spiegelt sich auch in der kreativen Küche.
Ein neuer Lieblingsort in Mitte!

Quà Phê

Max-Beer-Str. 37 (hier clicken für Google Maps)
Berlin - Mitte

Offen: täglich 9 - 22 Uhr

The Bowl

Rote Bete-Falafel mit Cashew-Zitronensauce
 und gebratenen Auberginen
Vor gut einer Woche war ich zum Pre-Opening von The Bowl in Friedrichshain eingeladen. In den Räumlichkeiten des mittlerweile geschlossenen veganen Restaurants MioMatto hat sich nun The Bowl mit einem Konzept eingerichtet, das noch über vegan hinausgeht.
Mit "clean eating" wird die Idee umschrieben, die den hier zubereiteten Speisen zugrunde liegt. Alles was hier angeboten wird ist rein pflanzlich, biozertifiziert, frei von Gluten, weißem Zucker und künstlichen Zusatzstoffen sowie Transfetten.
Manch einem mag das nach zuviel Verzicht klingen, aber keine Sorge, die Schüsseln kommen alles andere als karg daher! Es wurde nur herausgelassen, was sowieso unnötig, ungesund und unappetitlich ist.
Es wird reichlich Rohkost serviert, aber nicht nur - es gibt auch Gebratenes und Gekochtes. Verwendet werden durchweg frische und hochwertige Zutaten, davon vieles was in letzter Zeit als "Superfood" einen wahren Medienhype erlebt (Quinoa, Chia- und Hanfsamen, Algen, Matcha und Co.).
Erfreulicherweise wird im The Bowl nicht versucht, Fleischgerichte mit veganen Imitaten aus Tofu, Lupine oder Seitan nachzukochen, sondern es wird auf selbstkreierte, eigenständige Rezepte gesetzt.
Gereicht wird alles, wie bereits der Restaurantname erahnen lässt, in Schüsseln, in denen sich Gemüse, Hülsenfrüchte, Sprossen, frisches Grün und cremige Cashewsoßen oder würzige Dips zu einem großartigen und farbenfrohen Ganzen auftürmen.
Tempeh, Miso-Hummus mit Curcuma-Kichererbsen und Rotkraut-Kimchi
Unverkrampft werden traditionelle Rezepte aus aller Welt abgewandelt und eigene, moderne Varianten erschaffen, so gibt es zum Beispiel Rote Bete-Falafel und Rotkraut-Kimchi, Miso-Hummus, oder Rosenkohl in Tamari angebraten.
Besonders köstlich fand ich die Schokomole aus roher Schokolade mit gebratenem Maiskolben. Süßlich und doch herzhaft, fruchtig, mit Röstaromen und dazu frischen Salat - eine wunderbare Kombination!
Sehr empfehlenswert sind auch die Smoothies, hier Purple Haze aus Blaubeeren, Hibiskus, Datteln, Banane, Zimt, Kokosmilch, Hanfsamen... das geht direkt auch als Dessert!

Hoffentlich hält sich The Bowl länger als sein Vorgänger, ich hatte meinen Spaß an den kunterbunten Aromabömbchen!
Die Location passt doch eigentlich auch gut, direkt über dem Veganz Supermarkt, dem Veggie-Imbiss Goodies und mit gutem Blick über die trubelige Warschauer Brücke...
Die Bezeichnung als "Berlins erstes Clean-Eating-Restaurant" mag etwas hochtrabend und affektiert klingen und der Untertitel "Soul Food Restaurant", den sich The Bowl auf Facebook gegeben hat, ist schlichtweg falsch, ist dieser Begriff doch bereits für die vor (Trans)Fett, Hühnchen und Zucker strotzende Südstaatenküche fest vergeben, dennoch ist es ein sympathisches Lokal, in dem man lecker und gesund und noch dazu mit gutem Gewissen so richtig reinhauen kann! Die Gründerin meinte bei ihrer kleinen Ansprache am Eröffnungsabend, sie hätte am liebsten sogar das Besteck einfach weggelassen, also bitte: keine falsche Zurückhaltung, ordentlich in die Schüsseln fassen und genießen!

The Bowl
Warschauer Straße 33 [click to see map]
Berlin - Friedrichshain

Geöffnet: täglich von 10 - 23 Uhr

*Auf meinen Fotos sind übrigens nur die Probierportionen der Eröffnungsfeier zu sehen, im normalen Restaurantbetrieb kommt alles größer und reichhaltiger daher - nicht irritieren lassen, bitte!

Memory Ausstellung im Memory Cafe

Die Pictoplasma, einer meiner persönlichen Höhepunkte des Berliner Veranstaltungs- kalenders naht mal wieder!

Vom 29. April bis 3. Mai wird von früh bis spät dem Character Design gehuldigt, mit Ausstellungen, Workshops, Screenings, Parties.. Hohe Feiertage also, die es nicht zu verpassen gilt!

Dieses Mal sollte man unbedingt im schönen Memory Café vorbeischauen, wo das großartige Eggplant Collective mit einer Ausstellung mit dem passenden Titel Memory zu Gast sein wird.
Feines koreanisches Essen, Kunst und tolle Leute - was will man mehr!?!


Chakalaka Suppers

Ganz auf die Schnelle möchte ich heute die wunderbaren Chakalaka Pop-Up Dinners, die in unregelmäßigen Abständen im Café Futuro in Neukölln stattfinden, empfehlen. Meistens wird man hier mit südafrikanischen Spezialitäten beglückt, manchmal kommen auch tolle Kooperationen mit Kochenthusiasten aus anderen Ecken der Welt zustande, immer ist alles vegan!
Nächste Woche steht z.B. ein Multikulti Dinner an, wenn die südafrikanisch-indische Chakalaka-Stammköchin mit einer polnisch-kasachisch-koreanischen Freundin den Kochlöffel schwingt.
Behaltet am besten die Facebookseite im Auge und reserviert gleich, wenn ihr an einem Chakalaka Supper teilnehmen möchtet. Es lohnt sich!
Ich habe leider kein Foto hinbekommen als ich dort essen war, da es im Café Futuro so schummerig-dunkel war, aber ich versichere: das Essen war wunderschön und köstlich! Und sehr fair im Preis mit EUR 10 für ein Drei-Gänge-Menü. Also nichts wie hin und glücklich essen!

Chakalaka Suppers