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Rio Boteco zurück im Prenzlauer Berg

Es ist wieder soweit! Schon zwei Jahre ist es her, dass mein Lieblings-Pop-Up aus London zum ersten Mal in Berlin statt gefunden hat und nun ist Rio Boteco zurück im Prenzlauer Berg, mit der Mission uns mit typisch brasilianischen Boteco Gerichten in verfeinerter Version zu beglücken. Botecos sind Kneipen in denen kleine herzhafte Speisen zu den Drinks angeboten werden, comfort food, das bestens zu Cachaca oder Bier passt. Das Ganze kommt gern mit viel Musik daher und wird in geselligem Rahmen genossen.
So auch bei Rio Boteco: alle Gäste sitzen zusammen am großen Tisch im gemütlichen The Hidden und kommen über das für alle gleichzeitig servierte viergängige Menü bestehend aus allerlei brasilianischen Leckereien miteinander ins Gespräch.
Drei Abende lang gibt es die Gelegenheit in diesen Genuss zu kommen. Heute Abend ist bereits ausgebucht, aber am Freitag und Samstag gibt es noch wenige Plätze. Also schnell reservieren!
Infos hier:
 https://www.facebook.com/events/354077678606361/
Reservierungen an: mm@margocamilo.com



MàM - Contemporary Thai Street Food

Dieses Restaurant wurde leider geschlossen!
Es scheint mir nur mehr als recht, das neue Jahr mit einer überraschenden Neueröffnung aus dem letzten Jahr in meiner Nachbarschaft zu beginnen. Seit September gibt es im MàM auf der Schönhauser Allee moderne thailändische Küche, speziell Street Food mit besonderem Twist. Klassiker wie Pad Thai sind hier nicht einfach gewöhnliche, gebratene Nudeln, sondern raffiniert gewürzte Reisbandnudeln mit Tamarindensauce, nicht zu ölig, mit frischen Kräutern, Limette, Erdnüssen und einem panierten wachsweichen Ei, und gebackenem Tofu (oder nach Wahl Garnelen oder Hühnchen). Als besonders wärmend bei dem momentanen S***wetter erweist sich die pikante Kokosmilchsuppe Khao Soi mit Weizennudeln, einige davon knusprig frittiert. Alles kommt sehr geschmackvoll angerichtet, und das ist durchaus zweideutig gemeint, in schönem Geschirr und mit offensichtlich knackig frischen Zutaten daher.

Ganz unwiderstehlich ist auch der Matcha Cheesecake mit Erdnussparfait und Mangosoße als Dessert. Dieses köstliche Zusammenspiel frischer, herber und süßer Aromen und unterschiedlicher Konsistenzen sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen.
MàM - Contemporary Thai Street Food
Schönhauser Allee 74 [hier clicken für Google Maps]
Berlin - Prenzlauer Berg
Tel: 030 40746179

Offen:
Mo - Fr: 12 - 23 Uhr
Sa - So: 14 - 23 Uhr

Rio Boteco in Berlin

Mein Lieblingspop-up Rio Boteco aus London kommt nun endlich auch nach Berlin! Feine brasilianische Küche und tolle Drinks mit Abelha bio Cachaça. Hier in Berlin wird es drei Abende lang, am 7., 8. und 9. September ein fantastisches Menü geben, serviert in geradezu familiärem Rahmen im hübschen, wohnzimmerartigen "The Hidden" im Prenzlauer Berg. Alle Gäste sitzen gemeinsam um den großen Tisch und das Essen wird für alle zur gleichen Zeit serviert. Gerne dürfen sich die Gäste zum Essen auch die ein oder andere Flasche Wein teilen (vom Demeter Weingut Leiner aus der Pfalz) und Caipirinha passt neben dem guten Riesling auch ganz hervorragend zum herrlichen Hauptgericht Moqueca... Hierbei handelt es sich um Fisch, oder vegetarisch mit gegrillter Kochbanane, und Gemüse in Kokosmilch und Dende Öl (das übrigens von einer kleinen, nachhaltig bewirtschafteten Farm in Bahia stammt - kein Regenwald wurde für die Ölpalmen abgeholzt). Dazu gereicht werden Reis, Farofa (Cassava) und in Cachaça eingelegte kleine Chilis aus dem Garten der Mutter der Gastgeberin aus Bahia.
Den Nachtisch zaubert Helio Fenerich, Nigella Lawsons Lieblingskoch, bekannt für seine Pop-ups und privaten Dinnerevents in London und sein letztes Jahr in Brasilien erschienenes Dessert & Kuchenrezeptbuch.
Am Samstag Morgen gibt es auch noch Brunch mit allerlei süßen & herzhaften Köstlichkeiten aus Brasilien. Und einem ganz gefährlich guten an Espresso Martini angelehnten Drink, natürlich mit Cachaça - der ideale Start in den Tag, hicks! Frühstück ist ja schließlich die wichtigste Mahlzeit des Tages...

Meiner Meinung nach ein absolutes Muss - dieses Pop-Up Restaurant wird mein September-Highlight! Lasst es Euch auch nicht entgehen, noch sind ein paar wenige Plätze frei!
Bitte unbedingt reservieren unter info@rioboteco.com

Das gesamte Menü ist hier zu finden.

Rio Boteco Berlin
The Hidden
Heinrich-Roller-Str. 8
10405 Berlin - Prenzlauer Berg [hier clicken für Google Maps]

Geöffnet 
Do 7.9., Fr 8.9., Sa 9.9. ab 19:30 Uhr
am Sa 9.9. auch zum Brunch ab 10:30 Uhr

Pasteur

Dieses Café wurde leider geschlossen.
Wenn vietnamesische Küche und französische Patisseriekunst sich vereinen, kann ja nur etwas Gutes dabei herauskommen. So geschehen im erst kürzlich eröffneten schönen Café namens Pasteur in der Kollwitzstraße. Hier finden sich wunderhübsche kleine Choux (aka die extravaganten kleinen Geschwister des gemeinen Windbeutels) mit feinen asiatisch inspirierten Füllungen wie Matcha, Yuzu oder Mango, oder auch raffinierte vietnamesische Desserts aus Reis, Bohnen oder Lotussamen.

Wem der Sinn nach etwas Herzhaftem steht, dem seien die Banh Mi empfohlen, Baguettes mit verschiedenen vietnamesischen Füllungen. Wobei ich sagen muss, ein bisschen mehr Würze hätte die vegetarische Variante vertragen können, aber schön frisch und gut war es allemal und das Brot war herrlich knusprig und nicht so lummelig wie andernorts...

Außerdem gibt es leckere Yuzulimonade und vietnamesischen Kaffee, auch als Eiskaffee, und schön draußen sitzen kann man auch (wenn es gerade mal nicht regnet).

Pasteur
Kollwitzstr. 48 [hier clicken für google maps]
Berlin Prenzlauer Berg

Offen:
Di - Do 12 - 21 Uhr
Fr - So 12 - 22:30 Uhr

Hum Vegan Cuisine

Good Karma Food verspricht das Restaurant Hum und nur selten konnte man sein Karma auf so leckere Weise aufbessern, wie in diesem veganen vietnamesischen Paradies nahe des Helmholtzplatzes. Komplett tierfrei, dafür voller köstlicher Aromen, mit hausgemachten Gewürzmischungen, frischen Zutaten und großteils mit bio Tofu bringen die Gerichte auch nicht-Veganer in höhere Sphären der Glückseligkeit.
Die Auswahl ist groß, es gibt auch einige ungewöhnliche Gerichte, die man nicht bei jedem vietnamesischen Lokal an der nächsten Ecke bekommt, dementsprechend lastet die Qual der Wahl schwer. Schon die Vorspeisen können überzeugen, z.B. der knusprige Reis-Kokoscrêpe mit reichlich frischen Kräutern und Tofu (groß genug für 2 Personen), Spieße von Tofu und Austernpilze umwickelt mit Betelblättern, oder die wunderbar zarten gedämpften Teigtäschlein...
In diesem verregnet Sommer bringen auch Hauptgerichte, wie die gigantische Schüssel Udon Curry (dicke Udonnudeln in Kokosmilchsuppe mit Gemüse und Tofu) oder im Tontopf geschmorter Tofu mit vielen köstlichen Pilzen (so herzhaft und sämig zugleich) zumindest die innere Sonne zum scheinen und wärmen wohlig das Foodie-Herz.
Und dem leckeren Wassermelonenshake konnte ich bislang bei keinem Besuch widerstehen, mmmmh, so simpel und so gut.
Auch die Einrichtung ist hübsch, mit viel hellem Holz und Pflanzen, und der Service freundlich, schnell und aufmerksam.
Eine schöne Entdeckung, die aus der Masse der vietnamesischen Restaurants in Berlin heraus sticht. Ich komme bestimmt noch viele Male wieder und probiere mich durch all die schönen anderen Gerichte auf der Speisekarte.

Hum Vegan Cuisine
Raumerstr. 38
Berlin - Prenzlauer Berg [hier clicken für Google Maps]

offen:
Montag – Freitag 12:00 – 23:00 Uhr
Samstag 17:00 – 23:00 Uhr
Sonntag 12:00 – 23:00 Uhr

Orlando Italian Gourmet

Angefangen haben die freundlichen Leute von Orlando Italian Gourmet mit einem Stand auf den Street Food Märkten Berlins und Dinner Events - nun haben sie vor Kurzem ihr eigenes Bistro im Prenzlauer Berg eröffnet. Und es ist wirklich sehr schön geworden! In mühevoller Handarbeit und mit viel Kreativität wurde ein sehr geschmackvolles (hö hö!) Interieur geschaffen, in dem man gerne verweilt und noch eine und noch eine Leckerei aus der Küche bestellt.

Auf dem großen Thekentisch am Eingang finden sich Beispielgerichte, eine feste Karte hingegegen gibt es nicht, sondern ein wechselndes Angebot, das auch nochmal auf der Tafel geschrieben steht.
Spezialität des Hauses sind eigentlich Arancine, Reiskroketten aus Sizilien, aber ich muss sagen, die haben mich persönlich am wenigsten beeindruckt.
Sehr begeistert war ich aber von den frisch gemachten, Piadine, gefüllte oder belegte Fladen aus der Emilia-Romagna. In der Orlando-Version kommen sie kleiner daher als üblich, dafür ist der Belag sehr reichhaltig.
Außerdem trafen die hausgemachten Canneloni mit Ricotta-Auberginenfüllung voll und ganz meinen Geschmack! Köstlich!

Auch sehr gut war die sizilianische kalte Auberginen Caponata als Vorspeise.

Preislich sind die kleinen Gerichte auch auf sehr zivilem Niveau, da kann man es sich erfreulicherweise auch leisten mehrere von diesen verlockenden Delikatessen zu probieren.
Eine echte Bereicherung im Kiez, ich freue mich!

Orlando Italian Gourmet
Rhinower Str. 10
Berlin - Prenzlauer Berg [click für Google Maps]

S+U Schönhauser Allee

Bäckerei & Konditorei Hacker

Eigentlich soll man ja nichts essen, was größer ist als der eigene Kopf, aber bei den Splitterbrötchen des traditionsreichen Bäckers Hacker fällt es mir sehr schwer, mich an diese Faustregel zu halten. 
Für immer noch unter einem Euro bekommt man hier ein ebenso riesiges wie köstliches Hefebrötchen, an dem man sich so richtig laben kann. Innen weich und gerade richtig feucht, mit einem nicht zu süßen Zuckerkrüstchen, morgens sogar noch warm und frisch aus dem Ofen - ein Traum!
Wo sonst wird man im Prenzlauer Berg heute noch für so kleines Geld so satt und glücklich?
Seit den 70er Jahren wird in der Backstube hinter dem Verkaufsraum in der Stargarder Straße auf die immer gleiche Weise gebacken und jeglichen Trends getrotzt. Hier kann man dem Gluten frönen wie anno dazumal, als noch keiner wusste, wie man dieses Wort überhaupt auspricht.
Ein bisschen Berliner Schnauze gibt es gratis dazu. Da wird einem doch gleich warm ums Herz, selbst an grauen Wintertagen.

Bäckerei & Konditorei Hacker
Stargarder Straße 69 [hier clicken für Google Maps]
Berlin - Prenzlauer Berg

S+ U Schönhauser Allee

Di - Fr: 7 - 18:30 Uhr
Sa: 6 - 14 Uhr
So - Mo: geschlossen

Marubi

Eine Schüssel mit dampfenden, hausgemachten Nudeln sind ja eigentlich immer wahres Comfort Food, sobald es draußen aber grau und ungemütlich wird, kann ich mir wirklich kaum etwas Wärmenderes für Magen & Seele vorstellen. Bei Marubi (früher in der Kollwitzstr, heute ein paar Hundert Meter weiter Richtung Mitte am Senefelder Platz), gibt es jeden Tag frisch gemachte Ramen und Jiaozi und Gyoza, gedämpfte oder gebratene handgemachte Teigtaschen.

Die in Japan so beliebten, aber aus China stammenden Ramen werden entweder traditionell in deftiger und ausdrücklich Glutamat-freier Suppe mit verschiedenen Toppings serviert, oder für Vegetarier auch ohne Brühe. Auch die feinen Teigtaschen gibt es in vegetarischen Varianten. Sehr schön!
Die Preise sind fair, die Bedienung schnell, der Laden zurecht gut besucht und die Luft in der offen einsehbaren Küche gleicht der eines Dampfbades.
Gönnt man sich dann noch ein Matchaeis als Dessert, geht man sicher mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht gegen jedes Berliner Wetterunbill gewappnet wieder nach draußen.
Die Mochi kann man sich allerdings sparen, die waren nix (aka Fertigkram aus der Packung).


Marubi
Schönhauser Allee 177
Berlin - Mitte [hier clicken für google maps]

U2 Senefelder Platz

Offen:
Mo - Sa 12 - 22 Uhr
So: 17 - 22 Uhr


Hummus Hummus Hummus!

Hummus Galore bei Yafo
Besser spät als nie möchte ich nun auch noch meinen Senf zum Thema Hummus abgeben. Der Hummus-Hype in Berlin ist ja weiterhin ungebrochen und man liest ständig von neuen Locations, die natürlich den besten Hummus der Stadt anbieten. Ja, auch ich bin großer Fan der Kichererbse in all ihren Erscheinungsformen und ja, ein schön cremiges Hummus mit frischgebackener Pita ist auch eines meiner Lieblingsgerichte.
Meiner Meinung nach ist es in Berlin eigentlich schwieriger frisches, gutes Fladenbrot zu bekommen, als guten Hummus. Aber natürlich gibt es auch bei der im Grunde so simpel erscheinenden Kichererbsenpaste gewaltige Qualitäts- und Geschmacksunterschiede. Die einen sparen am Sesammus Tahini, die anderen entfernen nicht die Haut von der gekochten Kichererbse, oder pürieren einfach nicht fein genug... Auch die verschiedenen Kichererbsensorten und unterschiedlich gutes Olivenöl sorgen für andere Nuancen.
Und warum erinnert das zum Hummus gereichte Zhug in Berlin oft eher an Pesto, denn an die Chilisauce, die es eigentlich sein sollte? Von Chili und Schärfe ist da häufig leider garnichts mehr zu erahnen... Also, bitte liebe Hummusköche, passt Eure Gerichte nicht irgendwelchem vermeintlich deutschen Geschmack an. Mit authentischer Küche punktet Ihr viel mehr! Wenn jemand fades Essen möchte, dann soll er in die nächstbeste Kantine gehen...

Nun aber zu meinen liebsten Hummusspots, in der Hoffnung, dass diese die gute Qualität halten können und es auch in Zukunft weiterhin genauso gut bei ihnen schmeckt!

Hummus and Friends

Hummus and Friends neben der Neuen Synagoge auf der Oranienburger Str macht das cremigste Hummus, das ich in Berlin bislang gefunden habe.
Die Pita Fladen werden frisch gebacken, außerdem gibt es feine Salate und im Ofen gerösteter Blumenkohl – alles sehr empfehlenswert. Die Preise sind allerdings auch eher gehoben, aber die Portionen groß und das Geld allemal wert.

Oranienburger Str. 27
Berlin - Mitte

Offen: Mo-So 11 - 24 Uhr

Yafo

Köstlicher Hummus, große Portionen, kein Geiz mit dem Brot, reichlich Kräuter, Tomatenschnitze und salzige Pickles gratis zu jedem Hummus, leckere, wechselnde Toppings und Tagesgerichte, schokoladiges Dessert und das alles serviert von sehr netten und schönen Damen! Das Yafo ist ein rundum sympathisches israelisches Restaurant, wo oft auch DJs Platten auflegen und man gerne noch länger verweilt und das Hummus-Koma verdaut. Einer meiner Lieblingsplätze in Berlin!

Gormannstr. 17b
Berlin - Mitte

Offen: Di - So 12 - 3 Uhr

Azzam

Auf der Sonnenallee herrscht ja nicht gerade ein Mangel an Imbissen, die Hummus anbieten, zurecht berühmt dafür ist allerdings das libanesische Lokal Azzam! Hier gibt es hervorragenden Hummus in gigantischen Mengen mit einem riesigen Teller voll mit frischen Kräutern und Pickles und das für gerade mal 3,50 EUR! Schwarztee gibt es auch noch umsonst. Das einzige kulinarische Manko ist das trockene Fladenbrot aus der Tüte. Es gibt allerdings auch frische, belegte "Pizza"-Fladen im Angebot, nächstes Mal probiere ich so einen mal zum Hummus!

Azzam
Sonnenallee 54
Berlin - Neukölln

Offen: Mo - So 10 - 24 Uhr

Kanaan

Beim israelisch-palästinensischen Restaurant Kanaan gibt es feinsten Hummus und frische, fluffige Pita, außerdem so großartiges Comfort Food wie Shakshuka (Ei in Tomatensauce) mit Hummus, Malawach (Blätterteigfladen mit Ei, geriebenen Tomaten und Tahini) und köstliches Malabi (Grießpudding mit Rosenwasser und Beerenkompott). Auch die Kuchen sind toll, aber ganz schön teuer.
Am Wochenende gibt es auch Falafel und andere Leckereien in der "Kohlenquelle" gegenüber.
Im Sommer kann man außerdem super draußen sitzen!

Kopenhagener Str. 17
Berlin - Prenzlauer Berg

Offen: Mo - So 12 - 22 Uhr
Malabi


Zula

Das Zula nennt sich Hummus Café und das zurecht! Hier gibt es sehr guten Hummus und die entspannte Atmosphäre erinnert mehr an ein Café - besonders wenn man bei schönem Wetter draußen sitzen kann. Die Pita hier schmecken mir ganz besonders gut und auch die Falafel sind herrlich kräuterig-grün und lecker! Allerdings scheinen mir hier bei steigenden Preisen die Portionen immer kleiner zu werden - das ist für Nimmersatte wie mich eine ungünstige Entwicklung.
Aber schmecken tuts!

Husemannstr. 10
Berlin - Prenzlauer Berg

Offen: Mo - So 11 - 23 Uhr

Häppies

Wählen können sie zur Hälfte zwar leider nicht, aber Mehlspeisen können sie, die Österreicher!
Darum fällt meine Wahl zum Glücklichmacher des Tages auch auf etwas gänzlich Unpolitisches aus unserem Nachbarland: dem Germknödel! Besonders glücklich machen diese Hefeteigbällchen in den farbenfrohen und kreativen Varianten von Häppies im Prenzlauer Berg.
Hier werden Germknödel nicht nur klassisch mit Pflaumenmus (Powidl - so ein schönes Wort!) gefüllt, zerlassener Butter übergossen und mit Mohn gefüllt, sondern auch herzhaft, wie z.B. Curry-Tofu-Füllung mit Mangosauce, oder mit Ziegenkäse-Walnuss-Füllung mit Ruccolapesto und Cranberries serviert. Köstlich!
Bei Häppies sind die Germknödel schön weich und luftig, so wie sie sein müssen. Ganz billig sind sie zwar nicht, aber dafür wird auch an den Beilagen, Saucen und Füllungen nicht gespart. Mit einem deftigen und einem süßen Häppie hat man meiner Meinung nach das Rundumglücklichpaket und ist gut gesättigt!
Dazu gibt es hausgemachte Limonade, passend zur Saison mit Rhabarber - mmmh!
Bei schönem Wetter kann man draußen sitzen, drinnen kann es eng werden.

Häppies
Dunckerstr. 85 [Google Maps]
Berlin - Prenzlauer Berg

Offen:
Di - Fr: 12 - 20 Uhr
Sa - So: 12 - 18 Uhr

Café BOM

Seit noch nicht ganz einem Jahr gibt es eine echte Bereicherung in der Kopenhagener Str: das koreanischer Lunch im Café BOM! Spezialität des hübschen kleinen Ladens ist "Salad Bab": verschiedene wählbare Toppings wie Tofu, Lachs oder Rindfleisch mit Salat, rohem Gemüse und Champignons, feinen Omelettestreifen, Sprossen und Algen auf Reis, besprenkelt mit Sesamöl und geröstetem Sesam. Simpel, frisch, gesund und unheimlich lecker! Für mich ein perfektes Mittagessen!
Außerdem gibt es meinen geliebten Matcha Latte, verschiedene Kaffee Spezialitäten, koreanische Tees, frische Limonade und kleine aber sehr feine Kuchen, z.B. NY Cheesecake und Matcha Brownies (Greenies?!).
Bom heißt anscheinend Frühling auf Koreanisch - und das passt, so frisch und leicht ist das Essen und angenehm die Atmosphäre in diesem schönen Café. Der freundlichen Service rundet das ganze auch noch ab. Na, dann wollen wir den Bom mal ordentlich genießen!

Café BOM

Kopenhagener Str. 7
Berlin - Prenzlauer Berg (click for google maps)

offen:
Mo-Fr: 8:00 - 18:00 Uhr
Sa: 9:00 - 18:00 Uhr

Pastificio Tosatti

Womit man mich ja immer begeistern kann, sind gute hausgemachte Nudeln! Egal ob in der asiatischen, italienischen oder deutschen Variante - frische Teigwaren machen mich glücklich.
Eine ganz hervorragende italienische Pastamanufaktur habe ich zu meiner Freude in der Nähe des Helmholtzplatzes entdeckt. Seit ziemlich genau einem Jahr werden in der Pastificio Tosatti täglich außer So und Mo auf einer Arbeitsfläche am Schaufenster vor den Augen der Gäste und Passanten Teig ausgerollt, Ravioli gefüllt, Gnocchi geformt, oder Spaghetti oder Tagliatelle hergestellt.
Es gibt drinnen nur drei Tische, man kann sich die Pasta aber auch für zuhause kaufen. Es lohnt sich allerdings, einen Sitzplatz zu ergattern, denn auch die Soßen sind lecker und die Atmosphäre sympathisch.
Es gibt immer nur drei - vier Gerichte, die Karte ändert sich ständig. Was gerade angeboten wird, kann meist auf Facebook gecheckt werden, oder man lässt es sich einfach von dem freundlichen Betreiber persönlich erklären, was er zu empfehlen hat. Er ist ein gelernter, italienischer Nudelmacher, der seinen Job wie ein Kunsthandwerk betreibt. Es ist eine wahre Freude ihm zuzuschauen und das Ergebnis seiner Arbeit zu genießen. Buon Appetito!

Pastificio Tosatti
Schliemannstr. 14a (hier clicken für Google Maps)
Berlin - Prenzlauer Berg

Offen: Di - Sa 12 - 22 Uhr

Lecker Song

Und gleich nochmal Teigtaschen! Diesmal Jiaozi nach Pekinger Art von dem netten kleinen Restaurant Lecker Song im Prenzlauer Berg. Hier werden in erster Linie gedämpfte Dumplings in Bambuskörbchen serviert, einige Sorten können auch gebraten bestellt werden. Es gibt eine breite Auswahl ganz unterschiedlicher Füllungen, auch sehr viele vegetarische, von denen eine köstlicher ist, als die andere.
Auf Geschmacksverstärker wird bei Lecker Song erfreulicherweise ausdrücklich verzichtet. Diese wären auch wirklich absolut unnötig, strotzen die abwechslungsreich gewürzten chinesischen Maultaschen doch so schon vor Aromen. Meine Lieblinge sind die mit der leicht süßlichen Füllung aus fritiertem Tofu und Shiitake und jene mit grünen Bohnen, Seetang und Möhren. Gebraten machen sich die Teigtäschchen mit Schnittlauch-Ei-Füllung besonders gut.

Es gibt vier verschiedene Soßen zur Auswahl, am besten probiert man einfach von allem ein bisschen. Meiner Meinung nach ist etwas Reisessig aber auf jeden Fall ein Muss zu den Dumplings.

Auch die Vorspeisen überzeugen: besonders gut sind hier die noch schön knackigen grünen Bohnen mit Senfblättern und Ingwersoße, und die Gurken mit Knoblauch sind ein wahrer Klassiker.
Feine chinesische Tees, serviert in der Kanne mit einem zierlichen Trinkschälchen, runden das Geschmackserlebnis ab.
Im Sommer kann man vor dem Restaurant auf der ruhigen Schliemannstraße schön draußen sitzen und auf den kleinen Tischchen am besten einen ganzen Turm Bambusbehälter mit Teigtaschen vor sich stapeln lassen. Die fairen Preise lassen das auch zu und der Service ist außerdem superfreundlich und aufmerksam. Ich bin wirklich rundum begeistert! Ein funkelnder neuer Stern am Berliner Dim Sum Firmament!

Lecker Song
Schliemannstr. 19 (hier clicken um Adresse auf Google Maps zu sehen)
Berlin - Prenzlauer Berg

Offen:
Mo - Sa 12 - 22 Uhr
So: 16 - 22 Uhr

nächste Haltestellen:
S Prenzlauer Allee
Raumerstr (Tram 12)

Chutnify

Eeeeendlich! Hervorragendes, kreatives indisches Essen in Berlin! Halleluja!
Ich bin großer Fan vieler indischer Gerichte, aber bislang fand ich es mehr als schwierig diese in ansprechender Weise in Berlin ausfindig zu machen. Und das obwohl es gefühlt an jeder Ecke ein indisches Lokal neben dem anderen gibt. Allerdings alle mit der exakt gleichen Speisekarte, mit exakt gleichen Soßen (mit Unmengen Sahne verweichlicht und mit Rosinen und Mandelblättchen verschlimmbessert...), mit den exakt gleichen bappsüßen Fertig-Chutneys aus dem Großhandel, mit der exakt gleichen lieblosen Präsentation – flotsch alles auf einem Teller!
Kein Hauch von Kreativität, Liebe zum Produkt, frischen Kräutern oder der Geschmacksexplosion gerade gerösteter Gewürze...

Diesen Herbst allerdings bekam ich eine Einladung zur Eröffnung des Chutnify, die ich zwar wegen Urlaubs nicht wahrnehmen konnte, die aber meine Aufmerksamkeit geweckt hat, da hier endlich mal etwas anders gekocht und etwas Spezielles geboten wird!

Nun kam ich neulich mit etwas Verspätung doch noch in den Genuss. Es fällt zuerst auf, dass die sonst üblichen Gerichte auf der Speisekarte gänzlich fehlen, sich dafür aber auf Dosa konzentriert wird, ein dünner Reisfladen aus dem Süden des Subkontinents. Diese Dosa werden mit unterschiedlichen Füllungen, vegetarisch z.B. ganz klassisch mit Kartoffelcurry oder mit Paneer (Rahmkäse) und Paprika angeboten. Außerdem hebt sich das Restaurant, wie der Name schon ahnen lässt, durch ungemein köstliche, hausgemachte Chutneys hervor, die zu allen Speisen gereicht werden. Jedes einzelne davon ein Geschmacks-Kleinod: ob süß-pikant mit Ananas, frisch-fruchtig mit Tomate, grün-kräuterlich wie ein Pesto mit Thaibasilikum und Minze, mild-flockig mit geriebener Kokosnuss – ich war von allen Chutneys begeistert!
Zusätzlich gab es noch ein wunderbares Okra-Gemüse-Sößchen und ein Tomaten-Gurken-Granatapfelkern-Salat mit frischem Koriander zum gefüllten Dosa, ein herrliches Menü! 

Zur Vorspeise habe ich mir noch mit meiner reizenden Begleitung traumhaft zarte Süßkartoffelbratlinge geteilt, die mit Kichererbsen Masala Mix und frischen Kräutern und ebenfalls unbeschreiblich guten, würzig-scharfen Chutney - Soßen gereicht wurden. Dazu hausgemachte Salzlimettenlimonade – ein Genuss! 

Ich werde bestimmt sehr bald wieder im Chutnify anzutreffen sein. Allerdings empfiehlt es sich besonders am Wochenende zu reservieren, ich musste schon einmal wieder enttäuscht gehen, da alle Plätze in dem hübsch eingerichteten kleinen Restaurant komplett belegt waren... Bei angenehmeren Temperaturen kann man auch schön draußen sitzen, aber solange möchte ich mit meinem nächsten Besuch nicht abwarten!

Chutnify
Sredzkistr. 43
Berlin-Prenzlauer Berg
Offen: Di-So 12-23 Uhr

Frau Galinou kocht - Griechische Genüsse

Dieses Restaurant ist leider geschlossen.
Frau Galinou kocht... und zwar nicht irgendwie, sondern griechisch und verdammt lecker kocht sie! Fernab vom Einheitsfraß, der mit griechischer Küche nichts zu tun hat, in Deutschland aber gerne als solche verkauft wird, kocht Frau Galinou nordgriechische Spezialitäten, so wie sie auch schon von ihrer Mutter zuhause zubereitet wurden oder wie sie ihrer kulinarischen Phantasie entspringen.

Alles wird selbst gemacht, vom Brot über die ungemein köstlichen Vorspeisen (Mezedes) bis hin zu ihrer Spezialität: speziellen, dünnen Nudeln namens Chilopites, die in der vegetarischen Variante mit süßlicher Paprikapaste, frischen Kräutern und Feta serviert wurde.
Mit den Chilopites hat alles angefangen: 2007 eröffnete Frau Galinou die Manufaktur "Pasta Divina" für diese feinen Nudeln, die außerhalb Nordgriechenlands kaum bekannt waren. 2011 kam dann das Restaurant im Prenzlauer Berg dazu, in dem sie nun neben ihren Teigwaren auch andere zu Unrecht unbekannte Köstlichkeiten aus ihrer Heimat anbietet.

Für die Vorspeisenplatte muss man 12 Eur berappen, dafür ist dann aber auch jeder Bissen ein Geschmackserlebnis: angenehm röstig-rauchiger und trotzdem nicht minder fruchtiger Auberginensalat, pürierte Bohnen mit Mohn, der heißgeliebte Klassiker: gebackene dicke Bohnen in Tomatensauce, sautierte Pilze, rote Beete, pikante Fetacreme... ein wahrer Traum!

Die Speisekarte ist klein, aber man spürt, dass sie wohldurchdacht ist. Hier wird nicht wild alles angeboten um es allen recht zu machen, nein, hier hat jedes Gericht seinen Grund, seine Berechtigung und seine Geschichte, die auch gerne mal auf der Speisekarte erzählt wird.

Auch die Getränkekarte ist auf das Elementarste reduziert, Softdrinks fehlen komplett – die harmonieren wohl nicht und haben damit offenbar keine Daseinsberechtigung neben den feinen Speisen. Der angebotene Wein ist erlesen und nicht billig.

Jetzt im Sommer lässt es sich hübsch draußen sitzen vor dem kleinen Restaurant, ab und an schaut auch die zurecht stolze Köchin mal raus und grüßt ihre Gäste.
Ein sehr sympathisches Lokal! Ich komme auf jeden Fall gerne bald mal wieder, vielleicht dringe ich dann auch mal bis zur Nachspeise vor, die klang nämlich auch lecker...

Kollwitzstraße 88
Berlin - Prenzlauer Berg

Offen: 
Di-Sa 18.30-23.00 Uhr
So 18.00-22.30 Uhr

Tel: 030 26 32 01 23

Gobento

Lange habe ich gezögert, bis ich mich durchgerungen habe diesen Artikel zu schreiben. Zu gut schmeckt es mir im Gobento und zu klein ist das Restaurant - das wollte ich erstmal für mich behalten und ganz oft selbst dort essen! Nicht, dass dann plötzlich zu viele andere den Laden stürmen und für mich vielleicht kein Plätzchen mehr frei ist. Ansturm wäre durchaus berechtigt, so liebevoll, speziell und köstlich wie die hier servierten Bentōboxen sind. Aber naja, Glück wächst ja bekanntlich, wenn man es teilt, darum hier nun meine Empfehlung zu meinem neuen Favoriten Gobento...

vegetarische Box
Von der Idee her japanisch, aber doch an keine traditionell japanischen Rezepte gebunden, sondern der Kreativität des Chefs entsprungen, werden hier verschieden belegte oder gefüllte Reisbällchen und Teigtaschen angeboten. Bei den Reisbällchen handelt es sich ausdrücklich nicht um Sushi - das findet sich schließlich mittlerweile sowieso überall zuhauf.
Dass hier so einiges (auf angenehme Weise) anders läuft, merkt man schnell. Es gibt z.B. außer gratis angebotenem Tee keine Getränke, diese sollte man sich selbst mitbringen. Der gut ausgestattete Späti an der Ecke ist da ganz hilfreich, wenn man damit nicht gerechnet hat...
Außerdem gibt es auch keine Speisekarte. Der sehr nette Chef kommt selbst aus der offenen Küche zu jedem Gast an den Tisch und erkundigt sich vorab, ob man alles mag oder ob er z.B. Fisch oder Fleisch weglassen soll und bringt dann nach einiger Vorbereitungszeit eine einem Gourmet-Schatzkästchen gleiche Bentōbox.
Je nachdem was gerade in Saison ist und dem Chef an jenem Tag gerade an kulinarischen Ideen durch den Kopf gegangen ist, finden sich da z.B. in der vegetarischen Version: Reisschiffchen reich belegt mit grünem Spargel, Avocado und langsam gekochter Kartoffel in leichtem Teigmantel, daneben gebackene Aubergine mit knusprig-karamelisierter Limetten-Sesamsoße mit Frühlingszwiebel bestreut, mit etwas Frischkäse auf in Inarizushi-artigen Tofu gehüllten Reis. Dazu knusprig gebratene Teigtaschen mit Kimchifüllung auf Gurkenstreifen in Sesamöl, sowie Reisbällchen mit getrocknetem Tofu und Matchapulver (jaaaaa! Matcha! damit hat man bei mir immer gewonnen).
Nachschlag!
Ein andermal gab es auch Hefeteigbällchen, gefüllt mit Schwarzwurzel und süßlicher Teriyaki-Sauce. Als kleine Beilagen finden sich meist mit roter Beete pink gefärbter Ingwer, Krautsalat mit Kurkuma, Edamame mit Sesam und japanische Cracker in jeder Box.

Eine solche Portion kostet immer 10 EUR (egal ob vegetarisch, mit Fleisch oder Meeresgetier) und die Kästchen voller aufwendigst komplett frisch selbstgemachten, wunderbaren Geschmacksbömbchen sind jeden Cent davon mehr als wert!

Die Zubereitung dauert verständlicherweise ein bisschen, aber warten und vorfreuen lohnt sich wirklich. Also ein bisschen Zeit, Getränke und für Geschmackserlebnisse offene, gute Freunde zum Unterhalten mitbringen - zur Not finden sich auch Spiele und Mangas zur freien Verfügung in einem Regal am Eingang ;) - und ich bin mir sicher: ein gelungener Abend ist garantiert!
Hier wird mit unheimlich viel Hingabe, Enthusiasmus und Gastfreundschaft ein besonderes Konzept durchgezogen - 100% unterstützenswert!

Gobento
Stubbenkammerstr. 5
Berlin - Prenzlauer Berg

S Prenzlauer Allee, Tram Fröbelstr.

Tel: 0172 3652269 (Reservierung empfohlen!)

Geöffnet:
Mi - Fr 17 - 22 Uhr
Sa - So: 18:30 - 22 Uhr

Lucky Leek

Zum neuen Jahr möchte ich heute keine Neuentdeckung empfehlen, sondern ein  Restaurant, das schon sehr lange auf meiner Liste ganz weit oben steht. Das Lucky Leek ist ein Restaurant im Kollwitzkiez, das Gourmetherzen höher und Tierherzen weiter schlagen lässt, denn was hier auf die Teller kommt ist rein pflanzlich und durchweg köstlich.
Vor ein paar Monaten ist das Lucky Leek in größere Räumlichkeiten umgezogen, so dass es nun leichter ist einen Tisch zu ergattern, eine Reservierung ist trotzdem empfehlenswert, denn die Qualität der Speisen und des Services haben sich längst herumgesprochen. Unter anderem habe ich auch im meines Wissens nach einzigen Berlin Veggie Guide in Buchform über das Lucky Leek nur Gutes gelesen.
Hier wird mit viel Kreativität und Können vegan gekocht und sämtliche Geschmacksknospen angesprochen. Es lohnt sich das Menü zu wählen, um mehr probieren zu können. Die Karte ändert sich ständig entsprechend der Jahreszeit und bietet so immer wieder neue Erlebnisse.

Bei meinem Besuch vor einigen Wochen gab es ein hervorragendes Auberginentatar mit Belugalinsenkaviar auf gebratenem Brot (wie Arme Ritter, aber natürlich nicht süß), mit veganer Sourcream, Salat und Sprossen.
Hierbei wurde zwar die Konsistenz nicht-vegetarischer Speisen wie Tatar und Kaviar nachgeahmt, die Aromen waren jedoch völlig eigenständig, bedurften keiner Anlehnung an Fleisch oder Fisch, sondern behaupteten sich sehr überzeugend durch Frische und Intensität. Das Fruchtige der Aubergine, das Nussige der Linsen, die Wärme des Brotes und die säuerliche, kräuter-grüne leichte Schärfe der Sprossen und des Rucola ergänzten sich perfekt.
Auch das Hauptgericht meiner Wahl überzeugte durch Aromenvielfalt: Rotkraut mit fruchtig süßer Hoisinsoße, Knödel mit schwarzem Sesam, ein gebratenes Seitan Medaillon, Salzmandeln und Zucchininudeln. Winterlich, wärmend, deftig, ohne aber schwer und grob daherzukommen. Jede Zutat, jeder Soßenklecks, jedes Gewürz wirkt durchdacht und an der richtigen Stelle eingesetzt. Einzig mit dem Salz wurde für meinen Geschmack ein klein bisschen zu großzügig umgegangen, aber das mag mein persönliches Empfinden sein.

Zum krönenden Abschluss konnten wir auch dem Dessert nicht widerstehen: feine, nicht zu süße, kleine Geschmacksbömbchen: ein Marzipanknödel, ein Kakaotrüffel, Kürbismousse und eine eingelegte Feige mitsamt Kekslöffel.
Ein rundum glücklichmachendes Festmahl!

Bedient wurden wir auffallend freundlich und zuvorkommend, ruckzuck stand immer jemand parat um unsere Wünsche zu erfüllen.
Momentan ist das Lucky Leek Team gerade im wohlverdienten
Urlaub, aber ab nächstem Mittwoch, 8.1., darf hier wieder in vollen Zügen genossen werden!
Am besten schonmal reservieren und sich gleich zum Jahresanfang was Feines gönnen. Auf ein leckeres Jahr 2014!

Lucky Leek
Kollwitzstr. 54
Berlin - Prenzlauer Berg

U2 Senefelder Platz

Tel: 030/66408710

Mami Camilla

Letztes Wochenende war ich bei Mami Camilla zu Gast und ich sage es gleich: das Essen war großartig! Ich habe mich einmal quer durch die Speisekarte geschlemmt und es war wirklich nichts dabei, was ich nicht unumwunden weiterempfehlen möchte.
Bei Mami Camilla wird süditalienisch gekocht und gebacken, und das aufs Feinste! Nach zehnjähriger Gastronomie Erfahrung des Familienunternehmens mitsamt Kochschule in Italien, gibt es nun seit einiger Zeit erfreulicherweise auch ein Restaurant in Berlin. Hier wird die Pasta hausgemacht, die Pizza nach bester neapolitanischer Tradition gebacken, die Zutaten sind frisch und die Jahreszeit beeinflusst die Speisekarte merklich. Auch die Einrichtung ist geschmackvoll. Volle Punktzahl!

Statt Brot hatten wir eine kleine Pizza vorneweg, die so simpel wie perfekt war.
Der Teig war weder zu dünn, noch zu dick, zugleich fluffig und knusprig am Rand, die Tomatensauce pur und intensiv, darauf gerade die richtige Menge an Käse und ein paar frische Basilikumblätter. Ein wunderbarer Anfang.


Dann gab es einen köstlichen Salat aus braune Linsen, Orangenfilets und Walnüssen in Radicchio, umringt von Babyspinat und Ruccola. 
Die Linsen waren bereits dezent gewürzt, für das junge Grün gab es nochmal feinen Balsamico, Olivenöl, Salz und Pfeffer extra zum selbst anmachen. Köstlich!


Weiter ging es mit einem herrlich-herbstlichen Gericht, ein gebackener Hokkaido-Kürbis, gefüllt mit Kastaniengnocchi, Steinpilzen, Datteltomaten und obenauf ein paar Brombeeren und Parmesanhobel.
Ich vermute mal, ein nicht ausdrücklich süditalienisches Gericht, aber das mindert ja nicht im Geringsten den Genuss. Ich finde saisonale Küche absolut lobenswert und dieser Gang enthielt alles, was ich am Spätsommer (ich will noch nicht Herbst sagen, es ist doch erst September!) kulinarisch liebe.

Als wäre das noch nicht genug gewesen, wurde all dem mit den nun folgenden hausgemachten, handtellergroßen Vollkornravioli, gefüllt mit Ziegenfrischkäse und verfeinert mit einer umwerfenden Zitronensauce mit Rosmarin, Pinienkernen und frischen Beeren, noch ein Krönchen aufgesetzt.
Bis zum abschließenden Tiramisu brauchte ich erstmal eine Pause, so pappsatt wie ich nach all diesen Schlemmereien war.
Und auf dem Heimweg wäre ich wohl auch ohne Fahrrad gerollt... aufs Äußerste gefüllt und glücklich!

Mein neuer Lieblingsitaliener! Ich komme bald wieder!

Mami Camilla
Hufelandstrasse 36
Berlin - Prenzlauer Berg

Tram M4 Hufelandstr
Bus 200 Am Friedrichshain / Hufelandstr

Offen:
Mo - Sa: 17:00-23:00 Uhr
So: 12:00 - 23:00 Uhr

Matcha Bar


Dieses Café hat leider nicht mehr geöffnet.
Als bekennender Matcha Maniac war ich natürlich schwer begeistert zu erfahren, dass es seit kurzem in der Eberswalder Str eine Matcha Bar gibt.
Hier wird der Edelste aller Grüntees aus Japan serviert, feinstes smaragdgrünes Pulver mit dem ganz unvergleichlichen Aroma.
Klein aber fein ist nicht nur die Räumlichkeit, sondern auch das Angebot: Matcha traditionell, pur in einer hübschen japanischen Teeschale, Matcha mit aufgeschäumter Sojamilch und für den kleinen Hunger Inari-Sushi und Onigiri (Reisecken) und Matchamuffins - alles hausgemacht und sehr empfehlenswert!
Jeder bestellte Matcha wird so wie es sich gehört frisch mit dem typischen Bambusbesen aufgeschlagen.
Momentan hat die Matcha Bar nur sonntags geöffnet, das soll aber bald auf Mittwoch bis Sonntag ausgeweitet werden. Ich freu mich drauf!

Matcha Bar
Eberswalder Str. 4
Berlin - Prenzlauer Berg

geöffnet So 12 - 18 Uhr

Mon Plaisir

Und noch ein kulinarisches Highlight auf der Pappelallee: seit ein paar Monaten gibt es hier die französische Chocolaterie, Patisserie & Café Mon Plaisir.
Besondere Spezialitäten sind Schokoladen und Pralinen, die seit einigen Jahren schwer im Trend liegenden Macarons und hervorrande französische Törtchen vom elsässer Sternepatissier Rebert aus Wissembourg, von dem ich schon vor einigen Jahren auf diesem Blog vorgeschwärmt habe... Ein wahrgewordener Traum, dass man diese großartigen süßen Kunstwerke nun auch in Berlin genießen kann.

Es gibt auch guten Kaffee, feinen Tee (z.B. Grüntee mit Kirschblüten), einige selbstgebackene Küchlein, köstliche Ricciarelli (italienische weiche Kekse mit Pistazie, Mandel, o.ä.), verschiedene andere hochqualitative Schokoladen und alles, was das Herz eines jeden Liebhabers süßer Dinge ganz ganz hoch schlagen lassen dürfte.
Das Vergnügen ist ganz meinerseits!

Mon Plaisir
Pappelallee 9
Berlin Prenzlauer Berg [click for Map]

U2 Eberswalder Str

Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 12:00 - 19:00
Sa: 11:30 - 19:00
So: 14:00 - 18:00