The Bowl

Rote Bete-Falafel mit Cashew-Zitronensauce
 und gebratenen Auberginen
Vor gut einer Woche war ich zum Pre-Opening von The Bowl in Friedrichshain eingeladen. In den Räumlichkeiten des mittlerweile geschlossenen veganen Restaurants MioMatto hat sich nun The Bowl mit einem Konzept eingerichtet, das noch über vegan hinausgeht.
Mit "clean eating" wird die Idee umschrieben, die den hier zubereiteten Speisen zugrunde liegt. Alles was hier angeboten wird ist rein pflanzlich, biozertifiziert, frei von Gluten, weißem Zucker und künstlichen Zusatzstoffen sowie Transfetten.
Manch einem mag das nach zuviel Verzicht klingen, aber keine Sorge, die Schüsseln kommen alles andere als karg daher! Es wurde nur herausgelassen, was sowieso unnötig, ungesund und unappetitlich ist.
Es wird reichlich Rohkost serviert, aber nicht nur - es gibt auch Gebratenes und Gekochtes. Verwendet werden durchweg frische und hochwertige Zutaten, davon vieles was in letzter Zeit als "Superfood" einen wahren Medienhype erlebt (Quinoa, Chia- und Hanfsamen, Algen, Matcha und Co.).
Erfreulicherweise wird im The Bowl nicht versucht, Fleischgerichte mit veganen Imitaten aus Tofu, Lupine oder Seitan nachzukochen, sondern es wird auf selbstkreierte, eigenständige Rezepte gesetzt.
Gereicht wird alles, wie bereits der Restaurantname erahnen lässt, in Schüsseln, in denen sich Gemüse, Hülsenfrüchte, Sprossen, frisches Grün und cremige Cashewsoßen oder würzige Dips zu einem großartigen und farbenfrohen Ganzen auftürmen.
Tempeh, Miso-Hummus mit Curcuma-Kichererbsen und Rotkraut-Kimchi
Unverkrampft werden traditionelle Rezepte aus aller Welt abgewandelt und eigene, moderne Varianten erschaffen, so gibt es zum Beispiel Rote Bete-Falafel und Rotkraut-Kimchi, Miso-Hummus, oder Rosenkohl in Tamari angebraten.
Besonders köstlich fand ich die Schokomole aus roher Schokolade mit gebratenem Maiskolben. Süßlich und doch herzhaft, fruchtig, mit Röstaromen und dazu frischen Salat - eine wunderbare Kombination!
Sehr empfehlenswert sind auch die Smoothies, hier Purple Haze aus Blaubeeren, Hibiskus, Datteln, Banane, Zimt, Kokosmilch, Hanfsamen... das geht direkt auch als Dessert!

Hoffentlich hält sich The Bowl länger als sein Vorgänger, ich hatte meinen Spaß an den kunterbunten Aromabömbchen!
Die Location passt doch eigentlich auch gut, direkt über dem Veganz Supermarkt, dem Veggie-Imbiss Goodies und mit gutem Blick über die trubelige Warschauer Brücke...
Die Bezeichnung als "Berlins erstes Clean-Eating-Restaurant" mag etwas hochtrabend und affektiert klingen und der Untertitel "Soul Food Restaurant", den sich The Bowl auf Facebook gegeben hat, ist schlichtweg falsch, ist dieser Begriff doch bereits für die vor (Trans)Fett, Hühnchen und Zucker strotzende Südstaatenküche fest vergeben, dennoch ist es ein sympathisches Lokal, in dem man lecker und gesund und noch dazu mit gutem Gewissen so richtig reinhauen kann! Die Gründerin meinte bei ihrer kleinen Ansprache am Eröffnungsabend, sie hätte am liebsten sogar das Besteck einfach weggelassen, also bitte: keine falsche Zurückhaltung, ordentlich in die Schüsseln fassen und genießen!

The Bowl
Warschauer Straße 33 [click to see map]
Berlin - Friedrichshain

Geöffnet: täglich von 10 - 23 Uhr

*Auf meinen Fotos sind übrigens nur die Probierportionen der Eröffnungsfeier zu sehen, im normalen Restaurantbetrieb kommt alles größer und reichhaltiger daher - nicht irritieren lassen, bitte!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Shōsai ni tsuite wa, arigatōgozaimashita ^^

TraumTheater hat gesagt…

wie ist das preislich so? LG Emma

Julia hat gesagt…

10 EUR ca pro Bowl

immodelfin Journal hat gesagt…

The Bowl hat die beste Kulinarik an der Warschauer Straße - war selber schon ein paar mal da - absolut empfehlenswert! lg Bettina