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Essen in den Zeiten von Corona


Essen in den Zeiten von Corona - frei nach Gabriel García Márquez - ist ein hochemotionales Thema. Zunächst wurden, nebst der im Vergleich zum Vormonat siebenfach erhöhten Menge von Klopapier (belangloser Fakt des Tages), Pasta und Dosentomaten gehamstert, was mich wegen der plumpen Einfallslosigkeit doch etwas enttäuscht hat.
Wenig später verschwanden dann, zugegebenermaßen auf höherem Niveau was die Kochkünste angeht, auch sämtliche getrocknete Hülsenfrüchte aus den Regalen. Wobei ich mich frage, wie viele dieser Belugalinsen, Mung- und Saubohnen tatsächlich im Topf und nicht als Kinderbeschäftigung im Rahmen des Homeschooling in Eulenform o.ä. aufgeklebt auf DinA4 Zetteln enden oder in der hintersten Ecke eines Küchenschranks zehn Jahren überdauern, nur um dann höchstens für einen nostalgischen "hach, weeßte noch, Corona..."-Seufzer herhalten zu können, bevor sie entsorgt werden.
Ich hoffe wenigstens, eine positive Konsequenz aus dieser Krise ist, dass mehr Menschen besser kochen und backen lernen und die ganzen gehorteten Lebensmittel nicht irgendwann im Müll enden.

Währenddessen wurden auch Restaurants, Bars und Cafés angewiesen erst einen großen Teil ihrer Tische zu verbannen, um 1,50m Abstand zum Nachbartisch zu schaffen, nur um kurz darauf auf unbestimmte Zeit ganz ihre Türen schließen zu müssen. Wer weiß, wie viele Gaststätten aus diesem künstlichen Koma wieder erwachen und überhaupt jemals wieder ihre Türen öffnen können werden...
Natürlich ist die oberste Priorität, dass wir alle möglichst gesund und lebendig aus dieser Pandemie herauskommen, aber die drohende Aussicht auf ein Berlin mit deutlich geschrumpfter kulinarischer und kultureller Szene und voller bankrotter und arbeitsloser Kreativer und Gastronomen kommt für mich dem Bild der Zombie-Apokalypse verdammt nahe.
Um diesem Szenario entgegenzusteuern, sollten wir uns nicht nur auf Corona-Zuschüsse verlassen, obwohl ich wirklich positiv von dieser schnellen und unbürokratischen finanziellen Hilfe überrascht bin. Ich fände es toll, wenn jeder im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten, auch einen Beitrag leisten würde und das Lieblingsrestaurant, die Stammbar, das Nachbarschaftscafé, die kleine Bäckerei, das ambitionierte Kino, den netten Laden, oder auch kleinere Konzertveranstalter unterstützt. Das kann man tun, indem man Gutscheine kauft, auf eine Erstattung von bereits erstandenen Tickets verzichtet, oder indem man die Lieferservices und Take-Away/Pick-up Möglichkeiten in Anspruch nimmt, die nun mehr denn je verfügbar sind.
Ich gehe davon aus, dass jeder Koch jetzt noch pingeliger um höchste Hygienestandards bemüht ist, wer aber supersicher gehen möchte, kann ja auch das Essen zuhause nochmal ein paar Minuten bei hoher Temperatur in den Ofen stellen. Damit dürfte jeglicher Virus ausgemerzt sein.

Hier also nun ein paar ausgewählte Empfehlungen für Take Away und/oder Pick-up:

Gobento: wie immer im Rahmen einer One-Man-Show werden die japanisch inspirierten Köstlichkeiten vom Chef nicht nur zubereitet und hübsch angerichtet, sondern nun sogar persönlich nach Hause geliefert und mit der gewohnt appetitanregend enthusiastischen Beschreibung überreicht. 9.99 EUR pro Bentobox, Gratislieferung in Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Neukölln. Umliegende Bezirke anfragen. Bestellung per SMS an 0176 55228792.

Daniel's Eatery @The Hidden: Daniel kocht und backt gesunde Leckereien vor, die zuhause nur noch in den Ofen geschoben oder in einfachen Schritten fertig zubereitet werden können. Mittwochs gibt es DIY Quiches und Freitags tolles Dinner with Flowers in Zusammenarbeit mit dem Floristik Studio Horeis. Zu Ostern gibt es auch ein spezielles Ostermenü! Bis zum Vorabend bestellen und dann Mi bzw Fr zwischen 16-18 Uhr im The Hidden in der Heinrich-Roller-Str. 8 abholen.

8greenbottles: der kleine Naturweinladen im Prenzlauer Berg verschickt "Stayhome" Pakete per Fahrradkurier. 3 wöchentlich wechselnde, handverlesene Naturweine und ein Goodie (mal ein Cookie vom benachbarten, köstlichen Cookies & Co, mal ein veganer Donut von Brammibal's, oder diese Woche Salzmandeln von der wunderbaren Jazzbar Rhinoçéros) für 49 EUR, Lieferung inklusive. Bis 16 Uhr bestellen und noch am gleichen Tag die Isolation schön trinken!

RosaCaleta: wer im 4km Umkreis des RosaCaleta wohnt, muss auch in Coronazeiten nicht auf Guava Jerk Tofu oder Chicken und andere jamaikanische Delikatessen verzichten und kann sich diese Mi - So zwischen 15 - 19 Uhr liefern lassen.

Bananas & Breads: dem ein oder anderen ist dieser auf Bananabread spezialisierte Bäcker vielleicht bekannt vom African Food Market. Nun liefert Banana & Breads persönlich zwei Mal die Woche leckere Bananenkuchen für 16 EUR pro Laib aus. Bis Mo oder Do 12 Uhr bestellen, geliefert wird dann am Di oder Fr bis an die Haustüre.

Pappa e Ciccia: der chice Italiener hat sich flux zum Take Away Lasagneria Club gewandelt. Seit Ende März gibt es Mo - Fr 12 - 18 Uhr Lasagne in drei verschiedenen Varianten (klassisch "Ragu", vegetarisch, vegan), Tiramisu und wechselnde Wochenspecials zum Mitnehmen. Früh kommen, sonst ist es auch schonmal nachmittags ausverkauft.

Hokey Pokey: ganz ohne Schlangestehen kann man jetzt die beliebtesten Sorten der Eispatisserie im Halbliter Becher per Lieferando erstehen und zuhause am offenen Fenster oder auf Balkonien genießen.

Standard Pizza: die "serious Pizza" neapolitanischer Art gibt es täglich zum Mitnehmen und wird in das PLZ Gebiet 10115, 10119, 10405, 10435, 10437 geliefert - Mindestbestellwert für Lieferung ist 35 EUR. Die wechselnde Karte ist auf Instagram zu finden. Auch Pizzateig zum selbst belegen und backen ist erhältlich!

Canal: mit diesen edlen Pistazien-Himbeer oder Earl Grey Eclairs lässt sich auch der trögste Home Office Nachmittag aufmotzen. Mindestbestellwert ist allerdings 17 EUR, da muss man sich schon ganz schön die Zuckerkante geben. Dazu kommt die Liefergebühr, je nach Entfernung 3-5 EUR. Geliefert wird Mi - Sa von 15:30 bis 18 Uhr.

Korean Food Stories: jede Woche gibt es einen anderen Hit von der Speisekarte dieses feinen kleinen koreanischen Restaurants auf der Prenzlauer Allee. Nur Lunch, nur zum Mitnehmen. Hier vorbestellen.

Kanaan: ab Di 7.4. gibt es täglich von 12-20 Uhr süchtig machendes Hummus zum Mitnehmen von der neuen Adresse des israelisch-palästinensischen Restaurants in der Schliemannstr. 15, Prenzlauer Berg oder Lieferung per Lieferando.

Bekarei: die köstlichen portugiesischen und griechischen Backwaren der Bekarei werden jetzt auch gegen eine Liefergebühr von 2 Eur in großem Radius um die beiden Filialen im Prenzlauer Berg und Kreuzberg ausgefahren. Wie wäre es mit einer Pastel de Nata Box, feine Pita oder Burger Buns zum selbst belegen daheim... Mindestbestellwert 15 EUR.

Shuga: erst vor Kurzem habe ich diese neue kleine, hervorragende Patisserie entdeckt und ich möchte die Babka und Rugelach nicht mehr missen! Lieferung (mindestens am Vortag bestellen) im Prenzlauer Berg gratis, Mitte, Wedding und Pankow 5 Eur, andere Bezirke nach Absprache. Mindestbestellwert 25 EUR, oder Take Away von Fr - So 9 - 13 Uhr in der Gleimstr. 42.

Bleibt zuhause, wascht die Hände, esst gut und unterstützt eure Nachbarn und betroffene kleine Businesses!

Café Komine

Was wäre ein Leben ohne Kuchen...? So das Motto des Café Komine. Frei nach Loriots Mopszitat würde ich antworten: möglich aber sinnlos.
Bereits im Sommer habe ich die feinen japanisch-französischen Törtchen der Konditorei Café Komine mit absoluter Begeisterung probiert und heute erst schaffe ich es endlich mal darüber zu schreiben. Wurde aber auch Zeit, rangiert das Café Komine doch seitdem unter meinen Lieblingsplätzen in Berlin... So wunderbar raffinierte Matcha-Eclair, Yuzu-Käseküchlein, "Mont Blanc" Kastaniencreme-Törtchen, kombiniert mit so aufmerksamem Service sind nur schwer nochmal zu finden.

Das Café ist klein und in einer Ecke der Stadt gelegen, in die es mich zugegebenermaßen nur selten verschlägt, aber die Anreise lohnt sich allemal. Hier wird nach allen Regeln der Kunst gebacken und das Beste aus französischer Patisserie mit feinsten japanischen Zutaten kombiniert.

Wer es lieber klassisch französisch mag, wird auch fündig: Tarte Tatin, Tarte au Citron, Eclair a la Pistache, Mousse au Chocolat Schnitten mit Valrhona Schokolade... Ein Traum!
Ich muss seeehr bald mal wieder nach Wilmersdorf, denn was ist ein Winter ohne Kuchen und Matcha Latte? Unerträglich!

Café Komine
Welserstr. 13 -15
Berlin Wilmersdorf [clicken für Anzeige auf Google maps]

Les Patisseries de Sebastien

Sonntag = Kuchentag! Und sonst jeder Tag eigentlich auch, finde ich! Einer meiner absoluten Favoriten auf dem Gebiet feinen französischen Gebäcks ist schon seit Jahren die Patisserie de Sébastien auf der Invalidenstraße in Mitte. Ich kann es selbst kaum fassen, dass ich bislang noch nie über diese fantastische französische Konditorei geschrieben habe. Was für eine Lücke auf meinem Blog! Höchste Zeit diese zu füllen, und zwar mit köstlichen Croissants, Petit Fours, Pistazien-Himbeer-Torte, Tarte Tatin, Coulants au chocolat, Brioche...
Der Patissier backt 5 Tage die Woche frisch und er versteht sein Handwerk! Alles ist wirklich mit großer Hingabe, Kunstfertigkeit und Perfektion hergestellt, sowohl optisch als auch geschmacklich absolut hervorragend.
Die Petit Four bieten sich als Miniaturausgaben der großen Kuchen und Torten besonders gut an, um sich durch möglichst vieles durch zu probieren. Auf meinem Bild oben im Uhrzeigersinn: Kaffee-Eclairchen, Tarte Tatinchen, Coulant au chocolat (Schokoküchlein mit flüssigem Kern), Himbeer-Pistazientörtchen mit fluffig-weichem Makronen-ähnlichen Boden. Jedes einzelne dieser kleinen Kunstwerke war eine Geschmacksbombe und ich kann mich nicht entscheiden, was mir am besten geschmeckt hat, da sie alle so unglaublich lecker waren.
Auch Brote werden hier angeboten und sehen ebenfalls toll aus, die habe ich allerdings noch nicht probiert.
Der Gastraum ist zwar nicht der allergemütlichste, aber hier dreht sich nunmal alles nur um die Köstlichkeiten auf dem Teller, nicht um das Drumherum. Wer keinen der wenigen Sitzplätze erobern kann, kann sich alles auch zum Mitnehmen einpacken lassen. Es lohnt sich!

Patisserie de Sebastien
Invalidenstr. 157
Berlin - Mitte [hier clicken für Google Maps]

Offen: Mi - So: 8:30 - 17 Uhr

Kastanientörtchen

Diese Woche wurde ich netterweise zur Eröffnung des Cafés Kastanientörtchen eingeladen. In dem hübschen, hellen "Hinterzimmer" eines Bilderladens auf der Kastanienallee hat sich diese neue Törtchenwerkstatt eingerichtet, mitsamt riesigem Kronleuchter und Flohmarktmöbeln, von denen viele auch zum Verkauf stehen.

Über die Zusammensetzung der Törtchen darf der Gast selbst entscheiden: zur Auswahl stehen verschiedene hausgebackene Böden (von glutenfreiem Bananenbrot, über veganem Ingwer-Karottenkuchen, Bienenstich, bis zu Brownie und Bisquitte), eine Reihe von Cremes (auch hier gab es vegane Varianten wie z.B. Himbeerpüree oder Kastaniencreme, aber auch milchige Optionen wie NY Cheesecake, Waldbeer- oder Vanillecreme oder Zitrone-Joghurt), sowie unterschiedliche frische Früchte und Nusstoppings.
Ich habe mich für die mittelgroße (und meiner Meinung nach schon für guten Hunger gemachte) Variante entschieden, mit zwei Böden, Bienenstich mit reichlich karamellisierten Mandeln und Karotte-Ingwer, zwei Cremes, Himbeerpürree und Zitrone-Joghurt, und frischen Mangostückchen. Lecker! Und so hübsch aufgetürmt!
Meine reizende Begleitung hat sich für eine kleine Option mit nur einem Boden und einer Creme entschieden, was aber auch ein schönes und immer noch reichhaltiges Törtchen ergeben hat: Bienenstich, Vanillecreme und sehr aromatische, frische Heidelbeeren - hmmmm!
Eine nette neue Idee und ein toller Tipp speziell auch für alle Leute mit Unverträglichkeiten oder speziellen Essensvorlieben.

Kastanientörtchen
Kastanienallee 60 [hier clicken für Google Maps]
Berlin - Mitte

Tel: 030 47052109

Tram M1 / 12 Zionskirchplatz
U8 Rosenthaler Platz / U2 Eberswalder Str

Offen: Di - So 10 - 18 Uhr

Salon Sucré

Am Ende der Görlitzer Str, nach einem eisigen Marsch durch Schneegestöber, wurden mir vor Kurzem die besten Croissants Berlins persönlich vorgestellt. Eine neue Bekanntschaft ganz nach meinem Geschmack. Im Salon Sucré backt der französische Konditor Eric Muller jedes Wochenende mit viel Hingabe ganz besondere Köstlichkeiten: kleine Törtchen, Mandelhörnchen, Eclairs, Pain au Chocolat, Brioche und eben Croissants, wahlweise auch herzhaft gefüllt...
Alles wird von Hand frisch zubereitet und so gut, dass man selbst in Frankreich nach ähnlichem Genuss suchen muss, geschweige denn in Berlin.


Auch der Kaffee ist lecker in der kleinen Patisserie und wer auch noch einen neuen Haarschnitt möchte, kann diesen im angeschlossenen Friseursalon bei der sympathischen brasilianischen Frau des Konditors verpasst bekommen. Das Rundumglücklich-Paket quasi!

Salon Sucré
Görlitzer Str. 32a [hier clicken für Google Maps]
Berlin - Kreuzberg

Die Patisserie hat nur Freitag - Sonntag von 10- 18 Uhr geöffnet!

Bäckerei & Konditorei Hacker

Eigentlich soll man ja nichts essen, was größer ist als der eigene Kopf, aber bei den Splitterbrötchen des traditionsreichen Bäckers Hacker fällt es mir sehr schwer, mich an diese Faustregel zu halten. 
Für immer noch unter einem Euro bekommt man hier ein ebenso riesiges wie köstliches Hefebrötchen, an dem man sich so richtig laben kann. Innen weich und gerade richtig feucht, mit einem nicht zu süßen Zuckerkrüstchen, morgens sogar noch warm und frisch aus dem Ofen - ein Traum!
Wo sonst wird man im Prenzlauer Berg heute noch für so kleines Geld so satt und glücklich?
Seit den 70er Jahren wird in der Backstube hinter dem Verkaufsraum in der Stargarder Straße auf die immer gleiche Weise gebacken und jeglichen Trends getrotzt. Hier kann man dem Gluten frönen wie anno dazumal, als noch keiner wusste, wie man dieses Wort überhaupt auspricht.
Ein bisschen Berliner Schnauze gibt es gratis dazu. Da wird einem doch gleich warm ums Herz, selbst an grauen Wintertagen.

Bäckerei & Konditorei Hacker
Stargarder Straße 69 [hier clicken für Google Maps]
Berlin - Prenzlauer Berg

S+ U Schönhauser Allee

Di - Fr: 7 - 18:30 Uhr
Sa: 6 - 14 Uhr
So - Mo: geschlossen

Zeit für Brot

Die Perfektionierung des Wochenendes: eine Kirsch-Mandel-Schnecke von Zeit für Brot! Noch warm, perfekt weich und fluffig und dabei mit dem genau richtigen Verhältnis an Saftigkeit und Biss durch die Kirschen und Mandelsplitter... Könnte ich die bitte als Kopfkissen haben, die immer nachwachsen, wenn ich beim Erwachen einen Biss nehme? Das käme meiner Vorstellung vom Paradies sehr nahe (klebrig hin oder her...).
Natürlich ist auch das Brot der Edelbäckerei sehr gut, wie sollte es bei diesem Namen auch anders sein, und schließlich ist Zeit für Brot auch für eben jenes als einer der besten Bäcker Deutschlands ausgezeichnet worden. Hier wird dem Teig viel Zeit gelassen sein Aroma und die perfekte Krume zu entwickeln, zudem werden nur hochwertige Biozutaten genutzt. Freilich schlägt sich das auch im Preis nieder, aber meiner Meinung nach ist es das so wert! Richtig gute Bäcker sind in Berlin ja eher rar... Und die köstlichen Hefeschnecken (die Zimt- oder Ahornsirup-Nuss Varianten sind auch nicht zu verachten, aber die Krönung ist Kirsch-Mandel - unübertroffen!) sind sowieso jeden Cent wert. Dafür lohnt auch definitiv das Warten in der Schlange, die sich völlig zu Recht meist vor der Theke windet. Nicht abschrecken lassen, es geht normalerweise sowieso schnell - beim Bedienen wird sich netterweise nicht soviel Zeit gelassen, wie beim Backen.

Zeit für Brot
Alte Schönhauser Str. 4
Berlin-Mitte (google maps)

offen:
Mo-Fr: 7:30 – 20:00 Uhr
Sa: 8:00 – 20:00 Uhr
So: 8:00 – 18:00 Uhr

Café BOM

Seit noch nicht ganz einem Jahr gibt es eine echte Bereicherung in der Kopenhagener Str: das koreanischer Lunch im Café BOM! Spezialität des hübschen kleinen Ladens ist "Salad Bab": verschiedene wählbare Toppings wie Tofu, Lachs oder Rindfleisch mit Salat, rohem Gemüse und Champignons, feinen Omelettestreifen, Sprossen und Algen auf Reis, besprenkelt mit Sesamöl und geröstetem Sesam. Simpel, frisch, gesund und unheimlich lecker! Für mich ein perfektes Mittagessen!
Außerdem gibt es meinen geliebten Matcha Latte, verschiedene Kaffee Spezialitäten, koreanische Tees, frische Limonade und kleine aber sehr feine Kuchen, z.B. NY Cheesecake und Matcha Brownies (Greenies?!).
Bom heißt anscheinend Frühling auf Koreanisch - und das passt, so frisch und leicht ist das Essen und angenehm die Atmosphäre in diesem schönen Café. Der freundlichen Service rundet das ganze auch noch ab. Na, dann wollen wir den Bom mal ordentlich genießen!

Café BOM

Kopenhagener Str. 7
Berlin - Prenzlauer Berg (click for google maps)

offen:
Mo-Fr: 8:00 - 18:00 Uhr
Sa: 9:00 - 18:00 Uhr

Nimmersatt unterwegs: Lissabon

Tartar Fourme d'Ambert im Time Out Mercado da Ribeira
Im Winterdomizil meiner Wahl, Lissabon, gibt es zugegebenermaßen ein überwältigendes Angebot an Fisch und sonstigem Meeresgetier, als Vegetarier hat man es da auf den ersten Blick nicht ganz leicht. Sehr hilfreich ist daher dieser schöner Blogpost meiner Gastgeberin über vegetarische Restaurants in Portugals Hauptstadt, zu dem ich auch meinen Senf beigetragen habe: http://www.sunnylisbon.pt/2016/03/29/vegetarian-menu-in-lisbon/
mosambikanisch bei Cantinha do Aziz
Und dann sind da natürlich noch diese ganzen tollen portugiesischen Kuchen... hach!
Eine Auswahl meiner Lieblinge in Farbe und bunt:

Pastel de Nata muss natürlich sein...
mein Favorit: die Manteigaria Pastéis de Nata Manufaktur, Rua do Loreto 2




















und großartige Schokokuchen...
O Bolo da Nonna, Praça das Flores 41
















A Minha Cozinha, Rua Infantaria 16
















oder auch wunderbare Pavlova...
O Bolo da Marta im Buchladen Ler Devagar, LX Factory

Kame

Ein Traum ist wahr geworden, es gibt jetzt neuerdings eine japanische Bäckerei in Berlin!
Kame, japanisch für Schildkröte, heißt das schöne Ladencafé, in dem man entweder vor Ort Leckereien aus dem Backofen oder dem Reiskocher genießen, oder sich damit für zu Hause eindecken kann.
Es gibt einen persönlichen Liebling von mir, Melonpan (ein süßes Hefebrötchen mit Keksteigkruste, das die Melone nur wegen des Aussehens im Namen trägt), sowie Anpan (mit weißer oder roter Bohnenpaste gefüllte süße Brötchen), Matcha-Cheesecake, Matcha-Tiramisu, typisch japanisches (sehr weißes und weiches) Weißbrot für daheim und auch einige herzhafte Snacks, darunter Karepan (Brötchen mit Curryfüllungen) oder leckere Onigirazu (ähnlich wie die Reisdreiecke Onigiri, mit einem Algenblatt umwickelte Reis"sandwiches" mit unterschiedlichen Füllungen).

Ich musste natürlich gleich alles Mögliche probieren: Onigirazu mit Tempeh, Melonpan, Matcha Soja Latte und ein Shiroanpan (mit weißem Bohnenmus gefülltes Brötchen) zum Mitnehmen. Und alles hat mich zum Strahlen gebracht, wie den Anpanman! Wirklich so lecker wie in Japan!
Die ungemein freundliche Bedienung und die helle Einrichtung mit den schönen Kimonos an den Wänden lädt sehr zum Verweilen - und vielleicht doch noch eine weitere kleine Köstlichkeit bestellen - ein.
Übrigens, fun fact, das japanische Wort für Brot und Brötchen, Pan, kommt vom portugiesischen Pão, da portugiesische Jesuitenmissionare derartige Backwaren im 15./16. Jhd. als Erste in Japan bekannt machten...

Kame
Leibnizstr. 45
Berlin Charlottenburg

Offen:
Mo-Fr: 9 - 17 Uhr
Sa: 9 - 16 Uhr

und neuerdings auch in Mitte und da auch am Sonntag!
Linienstr. 113
Berlin Mitte

ZUKA Dessertkultur

Sonntag Nachmittag = Kuchenzeit! Wie wäre es heute zum Beispiel mit einem Aprikosen-Mascarpone-Grüntee Törtchen bei ZUKA in Wilmersdorf? Für meinen Geschmack (als bekennende Matchaholikerin) hätte der Grüntee zwar ruhig etwas intensiver hervorschmecken dürfen, aber es war auf jeden Fall schon sehr fein. Die gesamte Palette an kleinen süßen Köstlichkeiten in der langen Glasvitrine der Patisserie ZUKA ist Verlockung pur, ein Törtchen kunstvoller als das nächste. Die Zutaten sind hochwertig, Schokolade von Valrhona, frische Beeren, gekonnte Aromenkompositionen, nie zu süßWenn man sich also nicht entscheiden kann, sollte man einfach öfter mal wiederkommen und sich durchprobieren! In der Zwischenzeit kann man sich auf der Facebookseite der Patisserie über die aktuellen Specials auf dem Laufenden halten und schonmal das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

ZUKA Dessertkultur
Emser Str. 25 (siehe Google Maps)
Berlin - Wilmersdorf

U Hohenzollernplatz
oder
Bus 249 Pariser Str

Offen:
Mo - Sa: 9 - 20 Uhr
So: 10 - 20 Uhr

Charlie's Asian Bakery & Coffee

Meine Liebe zum Matcha habe ich ja schon oft genug kundgetan, so wundert es wohl kaum, dass ich schwer beglückt war als ich von einer asiatischen Bäckerei und Café in Kreuzberg gelesen habe. Ich halte es eigentlich nicht für nötig, das gleiche zu schreiben wie die Bloggerkollegen, darum habe ich Charlie's Asian Bakery & Coffee eine Weile einfach genossen, ohne Fotos zu machen und ohne darüber zu posten. Nach einem Jahr nun, will ich doch eine Empfehlung für dieses hübsche Café aussprechen. Ich kann es mir nicht länger verkneifen, hey, es gibt dort Matcha-Kranzkuchen mit weißer Schoko, Ingwer und getrockneten Rosenblüten, Blaubeer-Mango-Kokostörtchen und Banane-Sesamkuchen... und Sommerrollen, Banh Mi und feine Suppen... Matcha Latte oder vietnamesischen (Eis-)Kaffee... und als Augenschmaus: Kimonos! Klingt und schmeckt alles nach großartiger Fusion aus vietnamesischen, japanischen und deutschen Einflüssen. Das darf doch auf Nimmersatt nicht fehlen!
Der abgebildete Matchakuchen war zwar ein klein bisschen trocken, aber das sei bei Außentemperaturen von 36-37°C verziehen, da backt der Kuchen ja quasi auf der Theke noch nach.

Auch beim Village Street Food Market in der Neuen Heimat ist Charlie's Bakery oft mit einem Stand vertreten. Man sollte unbedingt ein-zwei kleine Köstlichkeiten probieren, denn sie sehen nicht nur wunderschön aus, sondern sind auch Geschmacksbömbchen! Vieles ist zudem vegan und einiges glutenfrei.

Charlie's Asian Bakery & Coffee
Oranienstr. 187
Berlin Kreuzberg (Map)

U Kottbusser Tor oder Görlitzer Bahnhof

Offen: So - Mi 9 - 21 Uhr, Do - Sa 9 - 22 Uhr

Kranhaus Café

Wenn das Wetter wieder besser wird, habe ich einen tollen Ausflugstipp für Euch: das Kranhaus Café in Schöneweide! Im sehr gelungen restaurierten Turm unter dem historischen Kran, hat vor nicht allzu langer Zeit im Erdgeschoss ein Café eröffnet.
Die Einrichtung ist chic, mit passendem industriellem Charme und viel Licht und die hausgemachten Kuchen und Quiches, die guten Tee- und Kaffeespezialitäten und frisch gepressten Säfte wissen zu überzeugen.
Auch zum Frühstücken stelle ich es mir hier wirklich toll vor. Eine sehr angenehme Überraschung so mitten im Gewerbegebiet Schöneweide.


Direkt am sogenannten Spreeknie gelegen, bietet dieses ungewöhnliche Café sowohl von drinnen durch die große Glasfront als auch von der Sonnenterrasse aus Blick aufs Wasser. Hier lassen sich perfekt die vielen großen und kleinen Ausflugsboote beobachten.

Das Kranhaus bietet sich wirklich ideal an als Ausflugsziel bei einer Radtour durch den Plänterwald an der Spree entlang Richtung Köpenick. Der Uferweg wird auch immer weiter ausgebaut, vielleicht ist er ja bald auch ganz durchgängig.
Ich hoffe, es finden viele Gäste den Weg zum schönen Kranhaus Café, so dass es uns lange erhalten bleibt.

Kranhaus Café
Paul-Tropp-Straße 11 (hier clicken für Google Maps)
Berlin - Schöneweide

Offen: 10 - 18 Uhr

nächste Haltestelle:
Rathenaustr./HTW (Tram 27, 63, 67)

House of Small Wonder

Von außen kaum ersichtlich, tut sich im Inneren des trefflich benannten "House of Small Wonder" eine eigene Welt auf. Eine Wendeltreppe führt in dieses kleine Paradies, in dem mit vielen Pflanzen, Holzplanken, alten bunten Fenstern, einer Wahnsinnstapete und gewächshausartigem sanftem Oberlicht eine ganz besondere Stimmung geschaffen wurde, die man in dem unscheinbaren Neubau in der Johannisstr nie erwartet hätte.
Die Betreiber sind von Williamsburg nach Berlin gezogen, haben das Konzept für dieses schöne Café (das sie seit 2010 in New York erfolgreich geführt haben) mitgebracht und im Dezember 2014 hier eröffnet. Kulinarisch ist auf ganz wunderbare Weise ein klarer japanischer Einfluss auszumachen: schön intensiven Matcha Cappuccino,
fantastisches japanisches Frühstück: Misosuppe, zwei vegetarische Onigiri Reisbällchen (eines davon mit einem meiner Lieblingskräuter Shiso aka Perilla!), einige japanische Pickles und etwas Hijiki-Algensalat mit Edamame (Foto siehe ganz oben), Matcha Poundcake (leider etwas zu lange gebacken), gebratene Udon (dicke Nudeln) mit Gemüse, und einiges mehr... Aber auch Köstlichkeiten, wie Croissant French Toast (die Edelversion von Arme Ritter - sehr zu empfehlen!) aus hausgemachten Croissants, mit Schlagsahne, Ahornsirup und frischem Obst,
oder tolle Sandwiches wie z.B. Baguette mit Brie, Apfel und selbstgemachter Feigenkonfitüre...
Hier kann man ganz großartig grauen Wintertagen entfliehen, genießen und tagträumen. Gerade nachdem sowohl das Nazuna als auch die Matcha Bar am Mauerpark geschlossen wurden, freue ich mich, dass ich einen so schönen neuen Ort gefunden habe, an dem ich meinen Matcha-Gelüsten fröhnen kann.
Nebenan soll jetzt auch noch ein dazugehöriges japanisches Restaurant öffnen, man darf gespannt sein...

House of Small Wonder
Johannisstr. 20
Berlin-Mitte

Geöffnet:
Mo - Fr: 9- 17 Uhr
Sa - So: 10 - 16 Uhr

Sayonara Nazuna

Einer meiner absoluten Lieblingsläden schließt in wenigen Tagen seine Pforten: das japanische Delikatessengeschäft Nazuna wird am 23. Dez zum letzten Mal in der Danziger Str 65 geöffnet sein. Danach wollen sich die Betreiber auf die japanische Chocolateriekunst konzentrieren und den online Verkauf ausbauen. D.h. es wird weiterhin die köstliche Matcha- oder Yuzuschokolade über die Website und im Dawandashop und (wenn ich es richtig verstanden habe) auch in einigen ausgesuchten Geschäften geben, wie z.B. dem Enishi in der Pappelallee.
Die tollen japanisch-inspirierten Desserts, wie Matcha Creme auf Quitten Agar-Agar, Matcha Bisquitterolle, Yuzukuchen, Matcha-Baumkuchen und die bildschönen Kanten (Fruchtgelee-Häppchen), sowie die sehr authentischen Bentoboxen sollte man sich jetzt in den letzten Tagen unbedingt nochmal zu Gemüte führen. Diese Köstlichkeiten wird es wohl leider nach Schließung des Ladengeschäfts in Berlin so nicht mehr geben. Also nutzt die letzte Chance und deckt Euch mit Nazuna-Leckereien ein, solange es noch möglich ist. Es gibt dort übrigens auch ganz wunderbare Geschenkboxen und Pralinen... für alle, die noch ein exquisites Weihnachtsgeschenk suchen ;)

Nazuna
Danziger Str. 65
Berlin-Prenzlauer Berg

Öffnungszeiten:
Di-Fr: 12-20Uhr Sa: 12-18Uhr
So, Mo & Feiertag: geschlossen

Ülkem Baklavalari

Großes Kino gibt es nicht nur diese Woche bei der Berlinale, großes Baklava-Kino gibt es seit einiger Zeit täglich in der kleinen Filiale von Ülkem Baklavalari in der Oranienstraße.
Hier werden sehr feine türkische Baklava angeboten: dünne, knusprige Teigplatten, gefüllt mit Pistazien, Walnüssen, Haselnüssen oder Grieß, übergossen mit Zuckersirup und bestreut mit gemahlenen Pistazien. Von allem zu viel - und genau das macht diese Baklava so großartig!
Ich habe in Berlin noch keine besseren Baklava entdeckt.
Nur bedient würde ich gerne etwas netter, aber hey, die berauschende Süße der Baklava, macht die Herbe des Services eigentlich auch schon wieder wett.

Ülkem Baklavalari
Oranienstr. 176
Berlin - Kreuzberg

U8 Kottbusser Tor

Markthalle 9 Street Food Thursday

Tamilisches Street Food
Seit April ist Berlin um ein Essenshighlight reicher: Street Food Thursday in der Markthalle Neun in Kreuzberg. Ich bin ja generell ein Fan von Märkten, Berge schön angerichteten Essens können mich immer begeistern, ist das Essen dann aber auch noch verzehrbereit und duftet köstlich aus allen Ecken der Markthalle, bin ich nicht mehr zu halten.
Der donnerstägliche Street Food Markt bietet eine Menge Leckereien, von kleinen Häppchen bis zu vollen Mahlzeiten, das meiste davon in kleinen Schälchen oder Papptellern zum sofortigen Verputzen. Von tamilischen Fladen mit Chutneys, über Austern, Spätzle, Wein und riesigen Käserädern, bis zu brandenburgischen Tapas und vor Ort zubereitetem Crumble... Von britischen Pies, mecklenburgischen Senf- und Marmeladenvariationen, jamaikanischer Küche und koreanischen Kimchi (serviert von einer Dame in Dirndl), bis zu japanischen Taiyaki.
Taiyaki mit Süßkartoffelfüllung
Es empfiehlt sich viel Hunger mitzubringen, mehrere Runden zu drehen und sich das komplette Angebot zu Gemüte zu führen und dann so viel wie nur irgend möglich zu kosten. Am Besten vielleicht mit Freunden, so kann man mehr verschiedene Köstlichkeiten probieren...
getrüffeltes Mairübchen und grünes Gazpacho
Dem Großteil der Verkäufer merkt man den Stolz auf das angebotene Produkt, die gekonnte Zubereitung und die Qualität der Zutaten berechtigterweise absolut an. Viele der Zutaten stammen aus der Region, oft aus eigenem Anbau, Einiges auch bio. Die Preise sind weder sonderlich billig, noch extrem teuer. Bei soviel Liebe zu ausgeklügelten Rezepten und guten Zutaten, halte ich die Preise für völlig gerechtfertigt.
Die Stimmung sowohl unter den Käufern als auch Verkäufern schien mir wirklich leidenschaftlich und begeistert, es lag greifbarer Essensenthusiasmus in der Luft. Ein mir persönlich wohlbekanntes Gefühl... schön zu sehen, wenn Mitmenschen es teilen! So viele glückliche Gesichter mit roten Bäckchen sieht man in Berlin ja nicht gerade alle Tage.
Der Street Food Thursday ist wirklich eine Bereicherung für Berlin! Hoffentlich bleibt er uns lange erhalten.

Street Food Thursday
Markthalle Neun
Eisenbahnstrasse 42/43
Berlin-Kreuzberg
Jeden Donnerstag 17 - 22 Uhr

Matcha Bar


Dieses Café hat leider nicht mehr geöffnet.
Als bekennender Matcha Maniac war ich natürlich schwer begeistert zu erfahren, dass es seit kurzem in der Eberswalder Str eine Matcha Bar gibt.
Hier wird der Edelste aller Grüntees aus Japan serviert, feinstes smaragdgrünes Pulver mit dem ganz unvergleichlichen Aroma.
Klein aber fein ist nicht nur die Räumlichkeit, sondern auch das Angebot: Matcha traditionell, pur in einer hübschen japanischen Teeschale, Matcha mit aufgeschäumter Sojamilch und für den kleinen Hunger Inari-Sushi und Onigiri (Reisecken) und Matchamuffins - alles hausgemacht und sehr empfehlenswert!
Jeder bestellte Matcha wird so wie es sich gehört frisch mit dem typischen Bambusbesen aufgeschlagen.
Momentan hat die Matcha Bar nur sonntags geöffnet, das soll aber bald auf Mittwoch bis Sonntag ausgeweitet werden. Ich freu mich drauf!

Matcha Bar
Eberswalder Str. 4
Berlin - Prenzlauer Berg

geöffnet So 12 - 18 Uhr

Mon Plaisir

Und noch ein kulinarisches Highlight auf der Pappelallee: seit ein paar Monaten gibt es hier die französische Chocolaterie, Patisserie & Café Mon Plaisir.
Besondere Spezialitäten sind Schokoladen und Pralinen, die seit einigen Jahren schwer im Trend liegenden Macarons und hervorrande französische Törtchen vom elsässer Sternepatissier Rebert aus Wissembourg, von dem ich schon vor einigen Jahren auf diesem Blog vorgeschwärmt habe... Ein wahrgewordener Traum, dass man diese großartigen süßen Kunstwerke nun auch in Berlin genießen kann.

Es gibt auch guten Kaffee, feinen Tee (z.B. Grüntee mit Kirschblüten), einige selbstgebackene Küchlein, köstliche Ricciarelli (italienische weiche Kekse mit Pistazie, Mandel, o.ä.), verschiedene andere hochqualitative Schokoladen und alles, was das Herz eines jeden Liebhabers süßer Dinge ganz ganz hoch schlagen lassen dürfte.
Das Vergnügen ist ganz meinerseits!

Mon Plaisir
Pappelallee 9
Berlin Prenzlauer Berg [click for Map]

U2 Eberswalder Str

Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 12:00 - 19:00
Sa: 11:30 - 19:00
So: 14:00 - 18:00

Nazuna

Das Nazuna hat leider geschlossen, es soll aber als japanische Chocolaterie weiterbestehen. Die köstlichen Matcha und Yuzu Schokoladen gibt es derweil im Dawanda Shop und Neuigkeiten auf der Nazuna Facebookseite.

Schon lange überfällig ist hier eine Empfehlung für Nazuna, diesem Mangel soll heute endlich Abhilfe verschafft werden! Das Nazuna ist ein japanischer Delikatessenladen und Patisserie in der Danziger Straße. Zweiteres, die japanischen oder japanisch-inspirierten Küchlein, Mochi, Schokoladen, Süßigkeiten verschiedener Art sind es, die mich dort besonders begeistern.
Die (nicht-süßen) Bentô-Menüs der japanischen Köchin Tsuki Hasegawa, sehen zwar auch sehr gut aus, sind aber leider in der Regel nicht vegetarisch.
Zuständig für die süßen Meisterwerke ist der Patissier Sven Schumacher. Er verarbeitet eindeutig Einflüsse aus der Heimatstadt seiner Partnerin, Kyoto, in meinen Augen DAS Mekka für alles Kulinarische. So findet man in der Theke des Nazuna köstliche Matcha (Grüntee) Baumkuchen, Yuzu-Zitrus Kuchen, Mochi (Reismehlküchlein) gefüllt mit Azuki Bohnen Paste oder Kastanie oder z.B. auch Pralinen mit schwarzem Sesam oder Matcha. Ich hatte gestern ein wunderbares Matcha Mousse auf Quittenkompott, dazu einen Sencha. Ein Traum!
Hier wird alles frisch zubereitet und es wird auf hochwertige, saisonale Zutaten viel Wert gelegt, darum ändert sich das Angebot auch ständig. Die aktuellen Speisen in all ihrer Pracht lassen sich auf der Facebookseite von Nazuna bewundern. Der Laden mit den wenigen Sitzmöglichkeiten hat einen eigenwilligen Charme: die Fliesen der früher hier befindlichen Metzgerei (?!) wurden an den Wänden belassen, alles wirkt sehr hell und sauber ohne kalt oder ungemütlich zu sein, einige japanische Accessoirs beleben den sonst sehr weißen Raum, wie zum Bsp. die im Schaufenster stehende japanische Tigerpuppe mit Wackelkopf (ähnlich dem guten alten Wackeldackel), und in der großen Glastheke finden sich die angebotenen Köstlichkeiten. Der Tee wird in sehr geschmackvollen, in Japan handgefertigten Tassen auf kleinen Holztabletts serviert.
Die Speisen sind bis ins Detail durchdacht, kreativ und perfekt präsentiert.
Ein Juwel auf dem sonst eher rauhen Pflaster der Danziger Str.

Nazuna
Danziger Str 65
Berlin-Prenzlauer Berg [googlemaps]

Tel. 030 68 07 50 43
E-mail. info@nazuna-berlin.com

Offen
Mo-Fr: 12-20Uhr     Sa: 12-18Uhr     So: geschlossen
Jeder 3. Samstag und der darauffolgende Montag geschlossen.
Nächsten Samstag, 16.3.13, ist so ein "3." Samstag...