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Bäckerei & Konditorei Hacker

Eigentlich soll man ja nichts essen, was größer ist als der eigene Kopf, aber bei den Splitterbrötchen des traditionsreichen Bäckers Hacker fällt es mir sehr schwer, mich an diese Faustregel zu halten. 
Für immer noch unter einem Euro bekommt man hier ein ebenso riesiges wie köstliches Hefebrötchen, an dem man sich so richtig laben kann. Innen weich und gerade richtig feucht, mit einem nicht zu süßen Zuckerkrüstchen, morgens sogar noch warm und frisch aus dem Ofen - ein Traum!
Wo sonst wird man im Prenzlauer Berg heute noch für so kleines Geld so satt und glücklich?
Seit den 70er Jahren wird in der Backstube hinter dem Verkaufsraum in der Stargarder Straße auf die immer gleiche Weise gebacken und jeglichen Trends getrotzt. Hier kann man dem Gluten frönen wie anno dazumal, als noch keiner wusste, wie man dieses Wort überhaupt auspricht.
Ein bisschen Berliner Schnauze gibt es gratis dazu. Da wird einem doch gleich warm ums Herz, selbst an grauen Wintertagen.

Bäckerei & Konditorei Hacker
Stargarder Straße 69 [hier clicken für Google Maps]
Berlin - Prenzlauer Berg

S+ U Schönhauser Allee

Di - Fr: 7 - 18:30 Uhr
Sa: 6 - 14 Uhr
So - Mo: geschlossen

House of Small Wonder

Von außen kaum ersichtlich, tut sich im Inneren des trefflich benannten "House of Small Wonder" eine eigene Welt auf. Eine Wendeltreppe führt in dieses kleine Paradies, in dem mit vielen Pflanzen, Holzplanken, alten bunten Fenstern, einer Wahnsinnstapete und gewächshausartigem sanftem Oberlicht eine ganz besondere Stimmung geschaffen wurde, die man in dem unscheinbaren Neubau in der Johannisstr nie erwartet hätte.
Die Betreiber sind von Williamsburg nach Berlin gezogen, haben das Konzept für dieses schöne Café (das sie seit 2010 in New York erfolgreich geführt haben) mitgebracht und im Dezember 2014 hier eröffnet. Kulinarisch ist auf ganz wunderbare Weise ein klarer japanischer Einfluss auszumachen: schön intensiven Matcha Cappuccino,
fantastisches japanisches Frühstück: Misosuppe, zwei vegetarische Onigiri Reisbällchen (eines davon mit einem meiner Lieblingskräuter Shiso aka Perilla!), einige japanische Pickles und etwas Hijiki-Algensalat mit Edamame (Foto siehe ganz oben), Matcha Poundcake (leider etwas zu lange gebacken), gebratene Udon (dicke Nudeln) mit Gemüse, und einiges mehr... Aber auch Köstlichkeiten, wie Croissant French Toast (die Edelversion von Arme Ritter - sehr zu empfehlen!) aus hausgemachten Croissants, mit Schlagsahne, Ahornsirup und frischem Obst,
oder tolle Sandwiches wie z.B. Baguette mit Brie, Apfel und selbstgemachter Feigenkonfitüre...
Hier kann man ganz großartig grauen Wintertagen entfliehen, genießen und tagträumen. Gerade nachdem sowohl das Nazuna als auch die Matcha Bar am Mauerpark geschlossen wurden, freue ich mich, dass ich einen so schönen neuen Ort gefunden habe, an dem ich meinen Matcha-Gelüsten fröhnen kann.
Nebenan soll jetzt auch noch ein dazugehöriges japanisches Restaurant öffnen, man darf gespannt sein...

House of Small Wonder
Johannisstr. 20
Berlin-Mitte

Geöffnet:
Mo - Fr: 9- 17 Uhr
Sa - So: 10 - 16 Uhr

Nimmersatt unterwegs: Madeira

Frohes neues Jahr wünsche ich noch allen nimmersatten Lesern dieses Blogs! 
 
 
Kurz vor dem Jahreswechsel habe ich noch ein paar Tage Sonne auf Madeira getankt. Neben den herrlichen frisch geernteten Früchten aller Art (darunter auch manch ungewöhnliches, wie Annona, Monsterafrüchte, Tamarillos, Pitangas...) haben mir dort in kulinarischer Hinsicht vor allem die Backwaren gefallen.
Lokale Spezialität ist Bolo do Caco, ein Fladenbrot aus Weizen- und/oder Kartoffelmehl. Serviert wird es noch heiß mit Knoblauchbutter - ein Genuss!
Besonders köstlich und noch dazu riesig war es an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in der Hauptstadt Funchal, wo die Fladen ganz traditionell auf Platten über offenem Holzfeuer gebacken wurden.
Zur Weihnachtszeit gab es auch überall den feinen Bolo de Mel, ein Gewürzkuchen mit reichlich Zuckerrohrsirup (nicht Honig, wie der Name vermuten lässt). Zuckerrohr, früher Hauptexportgut der Insel, und Honig wiederum sind Hauptzutaten des omnipräsenten Poncha, ein leckerer Rumpunch mit Fruchtsaft.
Ein weiterer Favorit, klein aber gehaltvoll, sind Pastel de Nata, vor allem jene der Pastelaria Galã in Machico. Dieses Konditorei/Café hat eine Theke, die vor lauter Leckereien nur so überquillt, freundlichen Service, guten Kaffee (z.B. Galão) und die quitschigsten Motivtorten, die man sich vorstellen kann.
Auch (wenn nicht sogar vor allem) bei den Locals sehr beliebt, ist dieser Laden immer gut frequentiert, so dass man stets was zu kucken hat.
Und die Pasteis sind wirklich ein Traum. Das ist nicht nur mir aufgefallen - Galã  beliefert auch verschiedene Cafés auf der ganzen Insel mit den kleinen Törtchen.
 

Pastelaria Galã 
Rua General Antonio
Teixeira de Aguiar nº3
9200-094 Machico
Madeira
T: +351291965720

Nimmersatt unterwegs: Budapest

Ungarn, das Land von Gulasch und Salami! So das Klischee und daran hat sich auch nicht wirklich viel geändert. Zumindest ist das das Bild, das sich Touristen auf den ersten Blick hin bietet. Aber zum Glück verhält es sich zumindest in Budapest ähnlich wie in Berlin, der Stadt der Currywürste und Döner: man muss nur ein klein bisschen genauer schauen und schon findet man auch eine Unmenge anderer, oft genug auch vegetarischer Leckereien.
Nicht nur was das Essen angeht, lohnt sich in Pest oft ein Blick in die Hinterhöfe: manchmal sehen sie einfach nur sehr speziell aus, oft genug verbirgt sich darin ein Biergarten, und an Sonntagen sollte man auf jeden Fall den Weg zum Szimpla Kert finden und besser nicht zuviel gefrühstückt haben.

Hier wird sonntagvormittags ein Bauernmarkt abgehalten, bei dem sich Tische, aufgesägte Trabis und Bäuche biegen, vor lauter regionaler, hausgemachter, frischer Köstlichkeiten. Sei es direkt vom Kleinbauern hergestellter Ziegenkäse (gerne geräuchert, geflochten, gekringelt oder in Croissantform!), selbsteingekochte Marmeladen oder Gemüsebrotaufstriche, natürlich Paprika in allen denkbaren Varianten, tollen Blechkuchen, oder auch "Budapesto" mit Kräutern der Umgebung...
Dazu Musik, nette Atmosphäre, Probierhäppchen, nicht wenige Touristen, aber auch eine Menge Anwohner, die sich all diese schönen Lebensmittel auch nicht entgehen lassen wollen.



Und dann gibt es natürlich die berühmten Kaffeehäuser... Bei einem guten Stück Torte kann ich ja nie nein sagen und wenn sie in dem in Budapest üblichen Format (was Größe und Reichhaltigkeit angeht) daherkommen, ist das auch schon eine Mahlzeit. Völlig zurecht berühmt sind die Torten von Gerbeaud. Das seit 1858 bestehende Café Gerbeaud ist quasi das erste Haus am Platze, was Konditorenkunst und feinste Innenstadtlage angeht. Von daher ist es auch nicht gerade billig, es geht eher so in Richtung 1 Forint pro Kilokalorie (und die Torten sind alles andere als diätgeeignet...). Und trotzdem wird man keinen Bissen bereuen. 
Was hier an Kaffee, Kuchen, Torten, süßen Teilchen, Macarons und Sandwiches serviert wird, ist absolut großartig.

Auf dem Weg zum Stadtwäldchen kamen wir am Südostasiatischen Goldmuseum vorbei und haben zufällig von außen ein Schild gesehen, dass das Museum auch ein Teehaus beherbergt. Dieser Zufallsfund erwies sich als ganz besonderes Kleinod. Hier gibt es nicht nur hervorragende Grüntees aus u.a. Vietnam und Laos, Blütentees und Teecocktails, sondern auch ganz wunderbare Kuchen und Törtchen. 
Diese kann man sich entweder im herrlich überschwenglich eingerichteten Innenraum oder auf der sonnigen Terrasse im mit Skulpturen, Wasserspielen und asiatischen Pflanzen gestalteten Garten zu Gemüte führen. Traumhaft!

Nicht allzu weit von der Andrássy útca, wo das Museum mit Teehaus liegt, befindet sich auch etwas versteckt ein hervorragendes veganes Restaurant, das Napfényes. Hier bekommt man tatsächlich auch Gulaschsuppe, allerdings ohne Fleisch, aber nicht weniger herzhaft mit verschiedenen Bohnen, Paprika und Griesklößchen. Diese Vorspeise traf schonmal ganz meinen Geschmack und auch mit dem Hauptgericht, einer vegetarischen Grillplatte für 2, wurden wir nicht enttäuscht.
Besonders lecker waren die mit Gemüse gefüllten, gerollten und mit Sesampanade umhüllten Pfannkuchen (für die Berliner: gemeint sind Eierkuchen, aber in diesem Fall ohne Ei!). Aber auch die senfig marinierten Seitanstückchen, das Rotkraut und die fein gewürzten Stampfkartoffeln und hausgemachten Saucen waren nicht zu verachten.
Sehr gut haben mir auch die frisch selbst hergestellten Limonaden mit Rosenwasser oder Ingwergeschmack gefallen.

Und zu guter Letzt möchte ich noch die an verschiedenen Standorten in der Stadt zu findende Hummus Bar empfehlen. Das Motto dieser kleinen Kette, die sich auf das Beste aus der Kichererbse spezialisiert hat, ist "Hummus is sexy" - da kann ich nur zustimmen!
Ich persönlich kann mich der Erotik von so gutem Hummus, Shakshuka, Falafel und Taboule nicht entziehen. Und will es auch garnicht versuchen, zu schön ist der Genuss...

Szimpla Kert Farmer's Market
VII. ker. Budapest
Kazinczy u. 14.
Jeden Sonntag 9-14 Uhr

Gerbeaud
1051 Budapest Vörösmarty tér 7-8.
Täglich 9 - 21.00 Uhr

Sövény Aladár Teahouse

1062, Budapest, Andrássy út 110
Täglich 10.00 - 19.00 Uhr

Napfényes Etterem
1077 Budapest, Rózsa utca 39
Täglich 12.00 - 22.30 Uhr

Hummus Bar
verschiedene Filialen, manche rein vegetarisch, andere bieten auch israelische Fleischgerichte
Adressen und Karte hier

Joris

In der Brunnenstr, nicht weit von dem köstlichen vietnamesisch-vegetarischen Restaurant Chay Viet, hat diesen Sommer das auf Ofenkartoffeln spezialisierte Joris eröffnet. Das Essen ist so simpel wie gut, die über der Theke an die Wand geschriebenen, verschiedenen Zusammenstellungsoptionen sind wiederum etwas komplizierter, wurden uns aber zum Glück hilfreich und nett erklärt.
Zu den gebackenen Kartoffeln können diverse kalte Beilagen wie Quark, Salat, Tomaten, Kichererbsen, Oliven, marinierte Pilze o.ä. gewählt werden, oder aber warme Soßen, zum Beispiel Bolognese mit Gemüse oder ein Pilzragout.
Frische Kräuter sind lobenswerterweise immer einige dabei und zu den kalten Beilagen kann man sich eines der leckeren Dressings aussuchen, Himbeeressig ist sehr empfehlenswert...
Wer keine Lust auf Kartoffeln hat, kann stattdessen eine Suppe nehmen. Diese werden täglich mit saisonalen Zutaten frisch zubereitet.
Die Einrichtung des Joris ist schlicht, hell und geschmackvoll, mit einigen hübschen Details wie einer alten Küchenwaage etc.
Der einzige Wermutstropfen ist meiner Meinung nach der etwas hohe Preis. Um die 7 Eur für ein einfaches Kartoffelgericht finde ich ziemlich happig.
Aber es schmeckt und ist auf jeden Fall super und zudem gesund für die Mittagspause, wenn man in der Gegend arbeitet.

Joris
Brunnenstr. 158
Berlin - Mitte
Tel: 030/47365973

U8 Bernauer Str

offen:
Mon - Sa:  8:30 - 20:30 Uhr
So:10:00 - 20:30 Uhr

Café mint*

Bei diesem wechselhaften Wetter sucht man sich am besten ein trockenes Plätzchen, dass wenigstens ein bisschen Sommer vorgaukelt. Das Café mint* im hübsch restaurierten Gewächshaus des Botanischen Volksparks ist dafür perfekt geeignet. Bei dem Park handelt es sich nicht um den allseits bekannten Botanischen Garten in Dahlem, sondern um dessen östliches Pendant in Blankenfelde-Pankow.
Dank des schönen Gewächshauses ist man gleichzeitig im Trockenen und im Grünen - perfekt! Einen ersten Eindruck kann man auf der Website des Cafés bekommen.
Der freundliche Cafébetreiber stammt aus England und hat von dort das ein oder andere Rezept mitgebracht. So erfreuen ebenfalls freundlich lächelnde Gingerbreadmen Kinder und Gaumen, lassen herrliche Scones mit clotted Cream Herzen höher schlagen und verbreiten große, britische Teekannen allerbeste Teatime-Atmosphäre.
Aber auch der Kaffee muss sich überhaupt nicht verstecken. Ich bin ansich nicht so ein Kaffeetrinker, aber einen richtig guten schwarzen Tropfen weiß ich dann doch wieder sehr zu schätzen und der im Café mint* servierte Kaffee der Berliner Rösterei Andraschko ist ganz hervorragend.
Und die heiße Schokolade für die kleinen Gäste kam mit einem Smiley im Milchschaum - allerliebst!
Auch die wechselnden Kuchen sahen allesamt gut aus, ob Schoko, Käsemohn oder auch die fruchtigen Varianten... die Entscheidung fällt nicht leicht. Auch wer Probleme mit Laktose oder Gluten hat, wird hier fündig - einfach nachfragen!
Laut der Website gibt es auch Suppen & Eintöpfe sowie hausgemachtes Brot, das ist mir bislang aber vor Ort garnicht aufgefallen. Nächstes Mal schaue ich mir das genauer an.

Ich kann einen Ausflug in den Botanischen Volkspark jedenfalls zu jeder Jahreszeit wärmstens empfehlen. Sehr schön für Spaziergänge und wenn das Wetter dann doch wieder nicht mitspielt, ist man im Café mint* bestens aufgehoben. Allerdings sollte man unbedingt beachten, dass das Café nur am Wochenende und an Feiertagen geöffnet hat!


Café mint*
Botanischer Volkspark Blankenfelde-Pankow
Blankenfelder Chaussee 5
Berlin Blankenfelde-Pankow

Offen: Samstag, Sonntag & Feiertag von 11-17 Uhr 

Voll Stulle


Der Stullenlieferdienst wurde leider eingestellt!
Diese Woche habe ich diese hübschen Probierstullen von Voll Stulle ins Büro geliefert bekommen. Schöne Idee, sehr freundlich und die Stullen waren juut jeschmiert und fein belegt, außerdem so adrett verpackt. Frisch, regional und bio sind sie noch dazu. Absolut unterstützenswert!
Geliefert wird allerdings nur von 7 - 13 Uhr, also rechtzeitig den Hunger einteilen und vorausplanen. Bei einem Mindestbestellwert von 15 Eur ist dieser Stullenservice wohl eher was für Bürogemeinschaften u.ä., oder eben für den großen Hunger!

In der Metzer Str soll es bald auch ein Ladengeschäft für die belegten Brote geben. Bis dahin frohes Bestellen!

www.voll-stulle.de

Sababa - Mama's Kitchen


Bislang dachte ich immer, Restaurants auf der Kastanienallee haben eine Empfehlung auf meinem Blog garnicht nötig, die laufen sowieso. Touris und Sprachschüler füllen die Läden, auch wenn nichts Besonderes auf der Karte steht. Schon vor einigen Jahren stand z.B. der W-Imbiss immer auf meiner Liste von Lokalen, die ich mal hier besprechen wollte. Die dort angebotene Naan-Pizza frisch aus dem Tandoor ist definitiv etwas Besonderes und sehr lecker außerdem. Allerdings war es dann oft so voll dort, dass ich dachte, einen Blogpost kann ich mir sparen... (er sei trotzdem hiermit ausdrücklich lobend erwähnt).

Nun hat aber wenige Häuser weiter Richtung Weinbergsweg ein neues Imbiss-Restaurant eröffnet, und dort ist bislang eher wenig los, obwohl das Essen wirklich köstlich ist. Sababa - Mama's Kitchen heißt der neue Laden, bietet israelische Spezialitäten und ist laut Eigenbeschreibung Berlins neuer Hummus Hotspot.
Bislang habe ich was Hummus angeht, auf das Hummus Café Zula geschworen (von den Betreibern des früheren Hummus Shala) und dieses bleibt auch weiterhin die Instanz: die hausgemachten Pita sind einfach zu gut und das Hummus immer frisch und so gut, dass ich nie genug bekomme.

Das Hummus von Sababa muss sich aber auch alles andere als verstecken: es ist ebenfalls frisch zubereitet, hat die richtige Cremigkeit und schmeckt viel stärker nach Sesam (bzw der Sesampaste Tahina), als ich das sonst so kenne - lecker!
Auch hier gibt es verschiedene Varianten: getoppt z.B. mit ganzen Kichererbsen, mit hartgekochtem Ei, verschiedenen Fleischspezialitäten, oder mit Schakschuka (einem Pfannengericht bestehend aus einer dickflüssigen Tomatensauce, Paprika und Eiern, die in der Sauce pochiert wurden). Dazu werden typische Pickles und Pita Brote gereicht. Die Pita sind leider nicht hausgemacht, aber auch nicht schlecht. Frisch und sehr fein sind auch die Salate, vorallem der Granatapfel-Tomaten-Koriander Salat, mmmmh! Allerdings finde ich diesen recht teuer für die kleine Portion, erstrecht im Vergleich zu den großzügigen Hummusportionen...

Lustig fand ich bei der Strapline "Mama's Kitchen", dass eigentlich nur Männer in der Küche am Werk waren, aber so gut wie es hier schmeckt, bin ich sicher, sie kochen nach Muttis Rezepten ;)

Ich wünsche dieser Bereicherung der Kastanienallee viel Erfolg und viele Hummus-Freunde!

Sababa - Mama's Kitchen
Kastanienallee 50/51
Berlin - Mitte

Mo - So 11:00 - 22:00 Uhr

Cô Cô - Bánh Mì Deli

Immerhin kulinarisch lässt sich dem Kolonialismus und der Globalisierung etwas abgewinnen: Bánh Mì - französisches Baguette mit vietnamesischem Belag ist ein schönes Beispiel dafür. Ein wunderbarer Snack, der sich wohl nicht nur in Vietnam großer Beliebtheit erfreut, sondern in den letzten Jahren bereits amerikanische Großstädte erobert hat und nun seit einiger Zeit auch in Berlin zu haben ist.
Bei Cô Cô in Mitte gibt es eine ansprechende Auswahl verschiedener Zutaten, mit denen die Baguettes auf Bestellung frisch und üppig gefüllt werden. Für Vegetarier gibt es eine Bánh Mì Variante mit in Zitronengras-Sauce mariniertem Tofu oder auch eines mit gebratenem Ei. Beides kommt mit speziell eingelegtem (und trotzdem knackiges) Gemüse, Frühlingszwiebel, reichlich Koriander und hausgemachten Saucen.
An der köstlichen Füllung habe ich rein garnichts auszusetzen, der einzige Minuspunkt ist das etwas zu softe Baguette (dass bei meiner Begleitung eher ungute Subway-Assoziationen wachrief)... ein knuspriges, echt französisches Baguette wäre hier wirklich klar von Vorteil, dann würde ich volle Punktzahl vergeben..

Für alle, die lieber kein Baguette mögen, gibt es noch Reismehl-Omelettes. Eher etwas für den kleinen Hunger, aber geschmacklich ebenfalls großes Kino.

Auch hier gibt es eine veggie Option, gefüllt mit dem herrlichen Zitronengras-Tofu, eingelegtem Gemüse, frischen Sojasprossen und Kräutern, gehackten Erdnüsssen, sowie Sauce (bei der vegetarischen Variante wird netterweise auch auf die sonst obligatorische Fischsauce verzichtet).

Die angebotenen Desserts klingen auch interessant: Süßmais-Pudding mit Kokosmilch oder auch Ananas mit Chilisalz (!) zum Beispiel.. Muss ich bei Gelegenheit noch testen. Bei meinen Besuchen habe ich bislang nur die beiden vietnamesischen Kaffeespezialitäten (mal heiß, mal als Eiskaffee) quasi als Flüssigdessert genossen. Sehr zu empfehlen.

Was den Service angeht so habe ich es sehr unterschiedlich erwischt: mal lief alles wie am Schnürchen, ein andermal ging alles schief! Erst bekamen wir die Rindfleisch Bánh Mì anderer Kunden vorgesetzt, dann kam statt heißem Zitronengras-Tee ein Eistee, als wir den zurückgingen ließen, kam stattdessen heißer Grüntee mit Ingwer... und der dazubestellte Honig kam nie.
Naja, ich hoffe mal, wir haben da einfach nur einen schlechten Tag erwischt.
Ansonsten ist das Cô Cô ein schöner Laden mit super Interior-Design. Ich frage mich immer noch, ob es Zitronen sind, die in den großen Einmachgläsern im ganzen Laden stehen und wofür diese verwendet werden (oder ob sie rein der Deko dienen)?! Wie auch immer, ich habe mich gefreut über dieses neue Geschmackserlebnis, mal ein anderer Snack, jenseits von Pizza, Falafel und Kebab...

Cô Cô bánh mì deli
Rosenthalerstr. 2
10119 Berlin [click to see map]

fon: +49.30.24630595

U + Tram: Rosenthaler Platz

Öffnungszeiten
Mo – Do, So: 11:00 – 22:00 Uhr
Fr – Sa: 11:00 – 24:00 Uhr

Preußenpark aka Thaipark

Letztes Wochenende war ausnahmsweise mal unter 35°C, ideales Wetter für eine Radtour! Allerdings nicht im grünen Umland, sondern ab durch die grüne Mitte bis nach Wilmersdorf in den Preußenpark. Schon vor Jahren habe ich erzählt bekommen, dass sich dort thailändische und philippinische Berliner jedes Wochenende bei gutem Wetter zum picknicken, kochen, snacken und schnacken treffen und dass das Essen dort auch verkauft wird. Wo sonst hat man in Berlin schon die Möglichkeit, frisch zubereitetes, südostasiatisches Streetfood a la Mama zu bekommen? Eben: Nirgends!
Neben dem fantastischen Essen, das hauptsächlich von Frauen verkauft und zubereitet wird (Männer werden höchstens zum Gurkenschälen abkommandiert), gibt es auch dem Glückspiel frönende Männergrüppchen (hier wiederum habe ich nur eine Dame mit Pokerface und Kippe im Mundwinkel entdeckt..), eigentümlich Selbstgebrautes in wenig vertraunerweckender barbie-rosa Farbe, zudem Gemüseverkäufer mit Unmengen nicht-heimischer Blätter und auf der gesamten Wiese tümmeln sich picknickende Familien.


Es gibt also viel zu sehen, zu schnuppern, zu probieren, erleben und kennenlernen! Perfekt!
Vegetarier haben es allerdings nicht ganz einfach: fast in jedem Essen werden Fischsauce, getrocknete Shrimps (am Stück oder als Paste), oder eine tierische Suppenbasis verwendet.
Da aber vieles direkt frisch zubereitet wird, kann man sicher fragen, ob das ein oder andere Getier einfach weggelassen werden kann.
Oder man widmet sich einfach den Süßigkeiten: ob fritierte Kochbananen in Sesamteigmantel, frische Rambutan oder quitschgrüne Tapiokanudeln in gesüßter Kokosmilch (Lod Chong) - auch bei den Desserts dürfte es niemandem langweilig werden..

Ich kann es garnicht fassen, dass es so lange gedauert hat, bis ich es tatsächlich mal zum Preußenpark geschafft habe. Von nun an bin ich dort auf jeden Fall öfter anzutreffen! Garantiert!

jeden Samstag & Sonntag (solange das Wetter mitspielt)
Preußenpark
10707 Berlin-Wilmersdorf

Yumcha Heroes

Erst seit wenigen Wochen hat das Yumcha Heroes im Weinbergsweg geöffnet und schon scheint es Fans gefunden zu haben. Jedenfalls sieht man nun immer im stylish-schlichten Interieur (oder draußen auf dem Holzdeck) strahlende Gäste vor dampfenden Bambusbehältern sitzen. Kein Wunder, denn in den Bambuskörbchen locken je vier himmlische chinesische Teigtaschen, frisch von Hand zubereitet und mit allerlei Köstlichem gefüllt und gedämpft. Auch herrliche Frühlingsrollen, die mit den altbekannten aus der Tiefkühltruhe nur den Namen gemeinsam haben, werden frisch gefüllt mit Gemüse, Reisnudeln, verschiedenen feinen Sprossen und Pinienkernen und mit reichlich Ingwer serviert.

Sowohl die Teigtaschen, als auch die Rollen gibt es auch als gebratene Variante und sie werden immer mit einem sehr gut abgestimmten Saucentrio gereicht: einer süßlichen Pflaumensauce, einer scharfen Chilisauce und einer sauren Reisessig-Sojasauce. Letztere ist der Klassiker und mein Favorit zu den Teigtaschen, während die Frühlingsrollen super mit der Chilisauce harmonierten.
Es gibt leider nur eine vegetarische Variante der Teigtaschen, aber diese sind dafür solche Geschmacksbömbchen, dass es mich nach gar nichts anderem verlangt. Da machen die Köche hinter der großen pinken Glasscheibe ihrem Titel als Yumcha Heroes alle Ehre - wirklich heldenhaft!

Dies alles sind typische kleine Gerichte, wie sie in China gerne zum Tee gereicht werden. Und Tee gibt es hier natürlich auch in einer schönen Auswahl. Vor allem die Blütengrüntees, deren "Knospen" sich im Glas öffnen sind nicht nur sehr hübsch anzusehen, sondern auch lecker! Im Grunde sind es die attraktiven Versionen von Jasmin- und Chrysamthementees... sie kommen schon gezuckert, das wäre nicht nötig und sollte dem Gast selbst überlassen werden, finde ich.
Außerdem sind sie leider ganz schön teuer: mit übertriebenen 4,20 Eur pro Glas kosten die Tees beinahe soviel wie eine Portion Teigtaschen (4,50 - 5,50 Eur). Auch die anderen Getränke sind alles andere als günstig, was ich ein bisschen ärgerlich finde.
Wie auch immer, der Service war sehr gut, freundlich und aufmerksam und die kleinen Gerichte haben absolut überzeugt: sie machen Spaß und sind was für Gaumen und Auge! Ich werde nächstes Mal lieber eine weitere Portion Teigtaschen nehmen oder einen Nachtisch und dafür das Getränk weglassen. Einen Blütentee kann ich mir auch zuhause machen (die Blüten dafür gibt es in asiatischen Lebensmittelläden) und dann auch ungesüßt trinken, wie ich das bei Grüntees generell mache.
Oder ich gehe hinterher nebenan einen Galão trinken, so leckeren Kaffee bekomme ich daheim nämlich nicht hin.

Hier noch zur Einstimmung der yummy Soundtrack zum Artikel ;) [click!]


Yumcha Heroes
Weinbergsweg 8
Berlin-Mitte [click here to see map]


Tel: +49/30/76213035

U8 und Tram M1 : Rosenthaler Platz

Firolino

Wie auf der noch im Aufbau befindlichen Webseite von Firolino erklärt wird, ist die Spezialität des Hauses, Piadina, ein aus der Emilia Romagna stammender Snack. Es handelt sich dabei um einen ohne Fett auf einer heißen Platte gebackenen dünnen Fladen, der mit allerlei Leckereien nach Wunsch des Gastes belegt wird. Bisher kannte ich diese feine, kleine italienische Mahlzeit nur aus dem Il Syndicato in Mitte, nun war ich freudig überrascht sie auch in Friedrichshain bei Firolino in hervorragender Qualität vorzufinden. Der Fladen wurde ganz frisch gebacken, war ein klein bisschen dicker und dadurch auch weicher als bei Il Syndicato. Als Belag habe ich ganz simpel Mozzarella, Tomate und Ruccola gewählt und war auch davon positiv überrascht. Der Mozzarella war schön milchig und fest, von genau richtiger Konsistenz, nicht so wässerig, schlabberig wie das was in deutschen Supermärkten meist billig über die Theke geht. Die Tomate hatte trotz Saisonferne Geschmack, der Ruccolasalat war ebenso frisch wie der schwarze Pfeffer, der kurz vorm Servieren noch darüber gemahlen wurde und schön sein Aroma verströhmte.
Um das Glück noch perfekt zu machen, gibt es netterweise bei Firolino noch zu jeder Piadina einen Kaffee hinterher geschenkt! Der war dann auch noch lecker dazu! Und das alles: satt, warm und glücklich für nur 2,50€!
So rundum zufrieden war ich, dass ich ganz bald mal wieder hin will und dann die Variante mit Pecorino ausprobieren möchte. Diesmal war mir nicht danach, zu frisch war noch in meinem Hirn verankert, was ich erst neulich über eine Unterart des Pecorino, den Casu Marzu gelesen hatte... Aber der landet ja sicherlich (hoffentlich!!!) nicht in meinem nächsten Piadina.

Der Laden selbst ist klein, hell, schlicht und freundlich eingerichtet. Es gibt ein paar Magazine und verschiedene italienische Limonaden zu entdecken.
Die Bedienung war auch wirklich nett und aufmerksam, schnell und durchweg am Lächeln.

Ich war wirklich rundum zufrieden und kann euch Firolino nur wärmstens empfehlen! Ganz nach dem Motto des Ladens: Piadina e basta!

Firolino
Neue Bahnhofstr. 30
Berlin-Friedrichshain [click to see map]

S Ostkreuz

Tel: 030-405 286 50

geöffnet ab 10, manchmal schon früher

eve & adam's

Leider geschlossen!!
Bei Temperaturen weit über 30°C habe ich die Restaurantbesprechung, die ich eigentlich vorhatte heute zu tippen, verschoben zugunsten eines erfrischenderen kleinen Tipps. Es handelt sich um eve & adam's in Mitte, das sich Biosalate und Smoothies auf die Fahnen geschrieben hat, wo man aber auch Birchermüsli und andere feine Süßspeisen mit Früchten bekommen kann.
Am bemerkenswertesten sind aber sicherlich die ungewöhnlichen Smoothievarianten, die nach dem Wunsch des Gastes frisch zusammengemixt werden. Meine Wahl des Tages, die auch auf dem Photo zu bewundern ist, war Brombeer mit Rosmarin - sehr empfehlenswert! Genau das richtige nach einem Mittebummel, für die Mittagspause oder als erfrischender Zwischenstopp, wenn man sich mit dem Fahrrad durch die staubigen Straßen schlägt. Kühl, fruchtig-herb, leicht sättigend und noch dazu gesund!
Allerdings könnte für meinen Geschmack etwas großzügiger mit den Brombeeren umgegangen werden, das würde dann auch dem doch recht stolzen Preis gerechter werden...
Sehr positiv wiederum finde ich nicht nur die Frische der Zutaten, sondern auch, dass ich mein Getränk nach dem Mixen zum Probetrinken bekommen habe, um testen zu können ob ich so mit der Süße zufrieden sei oder ob ich zusätzlich Zucker untergemischt haben möchte.
Eine feine Sache sind auch die bienenwabigen Schwingsessel, die an der rechten Seite des hellen Raumes von der Decke baumeln und mit denen man sehr gut einen Bürostuhl-gefolterten Körper mit einem neuen Sitzgefühl verwöhnen kann. Auch der farbenfrohe Außenbereich ist hübsch.
Außerdem sind nicht nur die Lebensmittel bio und fair, sondern wohl auch der verwendete Strom und die Verpackungen öko bei Eve & Adam's.
Insgesamt ein netter Laden mit freundlichem Service und sommerlich frischem Angebot - perfekt zu dieser Jahreszeit!


eve & adam's

Rosa-Luxemburg-Straße 24-26 [click here for map!]
Berlin-Mitte
U-Bhf. Rosa-Luxemburg-Platz, Bus TXL, 200, 240, Tram M2, M8


Öffnungszeiten:
Mo-Sa 8.30-20.30 Uhr

Hüftengold

Endlich, endlich komme ich dazu mal wieder etwas für alle nimmersatten Berliner zu schreiben! Ein Jahr habe ich in der Ferne geweilt und mich dort kräftig durchgeschlemmt, nun bin ich seit ein paar Wochen zurück und habe eine neue Bleibe gefunden und mit dieser auch die Muse zum Verfassen eines Artikelchens für Nimmersatt.
Zusammen mit einer Freundin und ihrer reizenden vierbeinigen Mitbewohnerin blieb ich neulich während einer Gassirunde bei Hüftengold in der Oderberger Str hängen. Wir waren durstig und dass es dort tolle Fruchtsäfte, Schorle, Shakes und Tees in freundlicher Umgebung gibt, hatte ich noch in guter Erinnerung. Meine Begleitung (die zweibeinige!) entschloss sich nachdem sie auf der Karte mehrere Gnocchigerichte gesichtet hatte, dann doch zu mehr als einem Getränk... Ich unterdessen musste der Verlockung widerstehen, da ich gleich im Anschluss noch anderweitig zum Abendessen eingeladen war. Allerdings wurden meine und die Augen der vierbeinigen Begleiterin immer größer, als dann die in Salbei und Olivenöl geschwenkte Gnocchi mit Parmesan und einem wahnsinns Salat mit Himbeer-Balsamico Dressing serviert wurden!
Es sah so toll aus, dass ich kurzerhand beschloss am folgenden Tag zum Gnocchiessen wiederzukommen und es schmeckte auch so lecker, dass auch meine beiden Freundinnen mich gleich nochmal begleiteten um die weiteren Gnocchigerichte auszuchecken.
Unser Favorit blieb zwar die bereits erwähnte Variante mit Salbei, aber auch die mit Mozzarella und Tomaten und die mit gebratenem Gemüse waren nicht von schlechten Köchen! Vorallem weil wir sie auf Anfrage ebenfalls mit dem schönen Salat bekamen, und dem wunderhübsch rosa Dressing, das nicht nur ein Augenschmaus war, sondern auch herrlich frisch beerig schmeckte.
Im dschungelig grünen Außenbereich des Hüftengold lässt sich auch die sich etwas hinziehende Wartezeit gut aushalten, zumal ja meist gut wird, was länge wärt... Auch drinnen herrscht eine wirklich angenehme Atmosphäre, besonders neben dem Hausaltar, auf dem gleich eine ganze Sammlung von Gottheiten verschiedener Couleur einträchtig beeinander sind und einen hübsch bunten Anblick bieten.

Hüftengold
Oderberger Str. 27 [click for map!]
Berlin - Prenzlauer Berg

Tram 12, M1 Schwedter Str oder M10 Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark,
U2 Eberswalder Str