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MàM - Contemporary Thai Street Food

Dieses Restaurant wurde leider geschlossen!
Es scheint mir nur mehr als recht, das neue Jahr mit einer überraschenden Neueröffnung aus dem letzten Jahr in meiner Nachbarschaft zu beginnen. Seit September gibt es im MàM auf der Schönhauser Allee moderne thailändische Küche, speziell Street Food mit besonderem Twist. Klassiker wie Pad Thai sind hier nicht einfach gewöhnliche, gebratene Nudeln, sondern raffiniert gewürzte Reisbandnudeln mit Tamarindensauce, nicht zu ölig, mit frischen Kräutern, Limette, Erdnüssen und einem panierten wachsweichen Ei, und gebackenem Tofu (oder nach Wahl Garnelen oder Hühnchen). Als besonders wärmend bei dem momentanen S***wetter erweist sich die pikante Kokosmilchsuppe Khao Soi mit Weizennudeln, einige davon knusprig frittiert. Alles kommt sehr geschmackvoll angerichtet, und das ist durchaus zweideutig gemeint, in schönem Geschirr und mit offensichtlich knackig frischen Zutaten daher.

Ganz unwiderstehlich ist auch der Matcha Cheesecake mit Erdnussparfait und Mangosoße als Dessert. Dieses köstliche Zusammenspiel frischer, herber und süßer Aromen und unterschiedlicher Konsistenzen sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen.
MàM - Contemporary Thai Street Food
Schönhauser Allee 74 [hier clicken für Google Maps]
Berlin - Prenzlauer Berg
Tel: 030 40746179

Offen:
Mo - Fr: 12 - 23 Uhr
Sa - So: 14 - 23 Uhr

Preußenpark aka Thaipark

Letztes Wochenende war ausnahmsweise mal unter 35°C, ideales Wetter für eine Radtour! Allerdings nicht im grünen Umland, sondern ab durch die grüne Mitte bis nach Wilmersdorf in den Preußenpark. Schon vor Jahren habe ich erzählt bekommen, dass sich dort thailändische und philippinische Berliner jedes Wochenende bei gutem Wetter zum picknicken, kochen, snacken und schnacken treffen und dass das Essen dort auch verkauft wird. Wo sonst hat man in Berlin schon die Möglichkeit, frisch zubereitetes, südostasiatisches Streetfood a la Mama zu bekommen? Eben: Nirgends!
Neben dem fantastischen Essen, das hauptsächlich von Frauen verkauft und zubereitet wird (Männer werden höchstens zum Gurkenschälen abkommandiert), gibt es auch dem Glückspiel frönende Männergrüppchen (hier wiederum habe ich nur eine Dame mit Pokerface und Kippe im Mundwinkel entdeckt..), eigentümlich Selbstgebrautes in wenig vertraunerweckender barbie-rosa Farbe, zudem Gemüseverkäufer mit Unmengen nicht-heimischer Blätter und auf der gesamten Wiese tümmeln sich picknickende Familien.


Es gibt also viel zu sehen, zu schnuppern, zu probieren, erleben und kennenlernen! Perfekt!
Vegetarier haben es allerdings nicht ganz einfach: fast in jedem Essen werden Fischsauce, getrocknete Shrimps (am Stück oder als Paste), oder eine tierische Suppenbasis verwendet.
Da aber vieles direkt frisch zubereitet wird, kann man sicher fragen, ob das ein oder andere Getier einfach weggelassen werden kann.
Oder man widmet sich einfach den Süßigkeiten: ob fritierte Kochbananen in Sesamteigmantel, frische Rambutan oder quitschgrüne Tapiokanudeln in gesüßter Kokosmilch (Lod Chong) - auch bei den Desserts dürfte es niemandem langweilig werden..

Ich kann es garnicht fassen, dass es so lange gedauert hat, bis ich es tatsächlich mal zum Preußenpark geschafft habe. Von nun an bin ich dort auf jeden Fall öfter anzutreffen! Garantiert!

jeden Samstag & Sonntag (solange das Wetter mitspielt)
Preußenpark
10707 Berlin-Wilmersdorf

Thai Inside

Als großer Fan der thailändischen Küche bin ich bisher von dem, was in Berliner Thairestaurants geboten wird leider viel zu oft enttäuscht worden. So habe ich ehrlichgesagt auch, trotz ausdrücklicher Empfehlung von Freunden, nicht gerade viel erwartet als ich vor kurzem mit meiner Mutter das Thai Inside besuchte. Wir standen hungrig am Alexanderplatz, nicht gerade ein kulinarisches Mekka, wollten was Warmes. Nicht allzu weit entfernt und was Besonderes sollte es sein. Und genau das bekamen wir im Thai Inside!

Die Einrichtung des Lokals ist sehr schlicht, fast ein bisschen kühl, aber angenehm frei von Backpacker-Souvenirs, die man in den landläufigen asiatischen Restaurants sonst nur allzu zahlreich vorfindet. Dafür ist das, was serviert wird umso üppiger - sowohl was die Portionsgröße, als auch was die Würze mit frischen Kräutern und aromatischen Currymischungen, sowie auch was die überbordende Dekoration der Gerichte angeht. Der staunende Gast bekommt sein Essen gerne mal in einem kleinen Dschungel aus meisterhaft zurechtgeschnitzten und waghalsig drappierten Gemüseblüten, Bananenblättern, Orchideen, hoch aufragendem Zitronengras, Ingwer- und Galangaknollen serviert.
Hier kann sich auch wirklich das Auge mit sattessen.
Glücklicherweise sehen die Speisen nicht nur wunderschön aus, sondern sind auch für den Gaumen ein Genuss! Die Auswahl vegetarischer Gerichte ist groß genug und es findet sich vieles, wovon man beim 0815 Thai an der Ecke nur träumen kann.
Das von mir bestellte, im Bananenblatt servierte Curry mit feinstem jungem Kokosfleisch und viel anderem Gemüse wie z.B. süßem Paprika, knackigem Pak Choi (oder war es ein sehr ähnliches anderes Blattgemüse?) und einer großzügigen Menge frischen Thai-Basilikums kam überraschenderweise wie ein Soufflé daher! Gebacken und dabei oben gestockt und im unteren Teil cremig kokossaucig. So hatte ich mein Curry noch nie!
Das rote Curry meiner Mutter war sogar noch cremiger als meines und hatte neben Tofuscheiben auch reichlich Gemüse vorzuweisen. Darunter auch einige ungewöhnliche Sorten, wie z.B. kleine Bitterauberginen.


Aber jetzt habe ich ja vor lauter Begeisterung über die Hauptgerichte ganz vergessen die fantastische Vorspeise zu erwähnen.

Wir hatten gegrillten Tofu, Zucchini, Tomate und in einer luftig-krossen Panade fritierter Kürbis und Süßkartoffel mit einer fantastischen Avocado-Limetten Sauce. Wirklich köstlich! Und eine so große Portion, dass sie locker für zwei Personen als Vorspeise ausgereicht hat.



Zum Glück gibt es (zumindest in meiner Familie) für Süßes einen extra Magen, so dass wir uns trotz massiger Füllung durch Vor- und Hauptspeise, ein Dessert nicht entgehen lassen mussten. Der georderte Thai Pudding mit Früchten war eine Überraschung: kein Gewabbel, wie man es hierzulande von Puddings kennt, sondern eine angedickte, cremig-süße Kokosmilch mit lustigen grünen Tapioka Perlen. Lecker!
Auch zu sehr zu empfehlen sind die Shakes, bei denen auch wieder nicht an Deko gespart wird. Meinen erfrischenden Limettenshake hatte ich ruckzuck weggeschlürft!

Um die Lobeshymne auf das Thai Inside noch fast bis ins Unerträgliche zu steigern, muss ich jetzt wohl nur noch erwähnen, dass auch noch der Service topp war! Super freundlich und sehr zuvorkommend. An diesem Restaurant habe ich einfach nichts gefunden, worüber ich motzen könnte.
Die Preise sind natürlich etwas höher als bei Thai-China-Asia-Imbiss, aber das Essen hier und dort hat auch einfach nichts miteinander gemein. Wer das zusammen in einen Wok wirft, dem ist sowieso nicht zu helfen.
Die ca 10Eur für ein vegetarisches Hauptgericht sind im Thai Inside wirklich jeden Cent wert.

Wir sind rundum zufrieden nachhause gerollt, mit seligem Lächeln und Orchidee am Revers! Tut es uns nach, ich kann es Euch nur empfehlen!

Soundtrack zum Artikel gibts auch wieder ;)


Thai Inside

Dircksenstr. 37
Berlin-Mitte [click to see map]

S und U Alexanderplatz

geöffnet täglich 12-24 Uhr

Good Time

Hat man Gäste von Auswärts da, die nach der klassischen Touri-Route Unter den Linden - Friedrichstr - Oranienburger Str so richtig ausgehungert sind und bei denen man noch ein bisschen Eindruck schinden möchte, dann sollte man mit ihnen ins Good Time einkehren. Hier gibt es Spezialitäten aus Indonesien und Thailand, die nicht nur für den Gaumen sondern auch fürs Auge ein Vergnügen sind. Im Good Time wird sehr viel Wert auf die optische Darbietung des Gerichts gelegt: nichts kommt ohne Blüten auf den Tisch, entweder in geschnitzter Form aus Rettich, Chilli oder Roter Bete oder in natürlich gewachsener, meist als Orchidee. Manchmal finden sich auch geschnitzte Schwäne, ganze Galgantwurzeln und diverse Palmwedel auf den ansich schon hübschen Tellern.
Man muss aber nicht befürchten, dass sich hinter all diesem üppigen Dekor mittelmäßiges Essen verstecken würde. Ganz im Gegenteil sind die Speißen im Good Time immer gleichbleibend sehr gut, ich habe es noch keine Enttäuschung dort erlebt. Wie fast immer ist es ein gutes Zeichen, dass die Küche offen einsehbar ist: hier wird frisch und ordentlich gekocht. Das Gemüse ist immer sehr knackig und es wird auch nicht versucht mit billigem Gemüse, wie Karotten oder Sojasprossen aufzufüllen - hier zählt wirklich die geschmackliche Zusammenstellung. Die Auswahl an Vor- und Hauptspeißen ist groß und bietet auch einiges Ungewöhnliches. Zum Beispiel an die karamellisierten Froschschenkel auf der Karte hat sich bisher noch keiner meiner Gäste gewagt (ich bin als Vegetarier ja fein raus ;))...
Besonders empfehlenswert ist das Gado-Gado, das berühmte vegetarische indonesische Gericht, das es in Deutschland leider nur viel zu selten gibt: Gemüse, Salat, Krupuk (also nicht 100% vegetarisch...) Tofu und harte Eier, die im Good Time fritiert werden, was ihnen eine köstliche krosse Hüllle verleiht, mit Erdnusssoße. Aber auch gegen den scharf angebratenen Tempeh oder auch Tofu Goreng Sayur (auf dem Photo) mit zweierlei Saucen, gibt es überhaupt nichts einzuwenden.
Passende Getränke, wie hausgemachter Eistee mit viel frischer Limette oder verschiedene Fruchtshakes gibt es natürlich auch. Und als I-Tüpfelchen kann der in Bananenblättern gedünstete süße Klebreis mit schwarzen Bohnen und Kochbanane gelten, den man sich hier zur Nachspeiße gönnen sollte.
Für solche feinen Sachen muss man ein bisschen mehr bezahlen: die vegetarischen Hauptgerichte kosten um die zehn Euro, Desserts 4 Euro. Das ist zwar im Vergleich zu anderen asiatischen Restaurants in Berlin teuer, doch hier machen die paar Euro mehr wirklich einen Unterschied. Und den Gästen von Auswärts fällt es meist eh nicht auf, da sie aus anderen Städten ja sowieso viel höhere Preise für Essen dieses Niveaus gewohnt sind ;)
Einziges Manko ist die recht hohe Lautstärke im Restaurant in der Chausseestr, die daher rührt, dass fast immer viel los ist (besser reservieren!) und der Raum eine sehr hohe Decke hat. Es gibt noch Filialen am Hausvogteiplatz und am Teltower Damm, in denen ich allerdings noch nicht war; vielleicht ist das dort ja besser.


Good Time
Chausseestr. 1
Berlin-Mitte
S-Bahn, Tram 12, M1: Oranienburger Tor