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Les Patisseries de Sebastien

Sonntag = Kuchentag! Und sonst jeder Tag eigentlich auch, finde ich! Einer meiner absoluten Favoriten auf dem Gebiet feinen französischen Gebäcks ist schon seit Jahren die Patisserie de Sébastien auf der Invalidenstraße in Mitte. Ich kann es selbst kaum fassen, dass ich bislang noch nie über diese fantastische französische Konditorei geschrieben habe. Was für eine Lücke auf meinem Blog! Höchste Zeit diese zu füllen, und zwar mit köstlichen Croissants, Petit Fours, Pistazien-Himbeer-Torte, Tarte Tatin, Coulants au chocolat, Brioche...
Der Patissier backt 5 Tage die Woche frisch und er versteht sein Handwerk! Alles ist wirklich mit großer Hingabe, Kunstfertigkeit und Perfektion hergestellt, sowohl optisch als auch geschmacklich absolut hervorragend.
Die Petit Four bieten sich als Miniaturausgaben der großen Kuchen und Torten besonders gut an, um sich durch möglichst vieles durch zu probieren. Auf meinem Bild oben im Uhrzeigersinn: Kaffee-Eclairchen, Tarte Tatinchen, Coulant au chocolat (Schokoküchlein mit flüssigem Kern), Himbeer-Pistazientörtchen mit fluffig-weichem Makronen-ähnlichen Boden. Jedes einzelne dieser kleinen Kunstwerke war eine Geschmacksbombe und ich kann mich nicht entscheiden, was mir am besten geschmeckt hat, da sie alle so unglaublich lecker waren.
Auch Brote werden hier angeboten und sehen ebenfalls toll aus, die habe ich allerdings noch nicht probiert.
Der Gastraum ist zwar nicht der allergemütlichste, aber hier dreht sich nunmal alles nur um die Köstlichkeiten auf dem Teller, nicht um das Drumherum. Wer keinen der wenigen Sitzplätze erobern kann, kann sich alles auch zum Mitnehmen einpacken lassen. Es lohnt sich!

Patisserie de Sebastien
Invalidenstr. 157
Berlin - Mitte [hier clicken für Google Maps]

Offen: Mi - So: 8:30 - 17 Uhr

Kastanientörtchen

Diese Woche wurde ich netterweise zur Eröffnung des Cafés Kastanientörtchen eingeladen. In dem hübschen, hellen "Hinterzimmer" eines Bilderladens auf der Kastanienallee hat sich diese neue Törtchenwerkstatt eingerichtet, mitsamt riesigem Kronleuchter und Flohmarktmöbeln, von denen viele auch zum Verkauf stehen.

Über die Zusammensetzung der Törtchen darf der Gast selbst entscheiden: zur Auswahl stehen verschiedene hausgebackene Böden (von glutenfreiem Bananenbrot, über veganem Ingwer-Karottenkuchen, Bienenstich, bis zu Brownie und Bisquitte), eine Reihe von Cremes (auch hier gab es vegane Varianten wie z.B. Himbeerpüree oder Kastaniencreme, aber auch milchige Optionen wie NY Cheesecake, Waldbeer- oder Vanillecreme oder Zitrone-Joghurt), sowie unterschiedliche frische Früchte und Nusstoppings.
Ich habe mich für die mittelgroße (und meiner Meinung nach schon für guten Hunger gemachte) Variante entschieden, mit zwei Böden, Bienenstich mit reichlich karamellisierten Mandeln und Karotte-Ingwer, zwei Cremes, Himbeerpürree und Zitrone-Joghurt, und frischen Mangostückchen. Lecker! Und so hübsch aufgetürmt!
Meine reizende Begleitung hat sich für eine kleine Option mit nur einem Boden und einer Creme entschieden, was aber auch ein schönes und immer noch reichhaltiges Törtchen ergeben hat: Bienenstich, Vanillecreme und sehr aromatische, frische Heidelbeeren - hmmmm!
Eine nette neue Idee und ein toller Tipp speziell auch für alle Leute mit Unverträglichkeiten oder speziellen Essensvorlieben.

Kastanientörtchen
Kastanienallee 60 [hier clicken für Google Maps]
Berlin - Mitte

Tel: 030 47052109

Tram M1 / 12 Zionskirchplatz
U8 Rosenthaler Platz / U2 Eberswalder Str

Offen: Di - So 10 - 18 Uhr

The Tree

Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handele sich um ein chices Blumengeschäft, tatsächlich aber ist The Tree ein schönes, neues chinesisches Nudelrestaurant mit außergewöhnlichem Einrichtungsstil. In einem der beiden Gasträume mit den offengelegten Ziegelwänden ist ein großer Tisch einer Installation aus frischen und getrockneten Pflanzen vorbehalten. Hungrige Gäste sollten frühzeitig kommen, um einen Platz an den übrigen rustikalen Tischen zu ergattern. Neben der Floristik sind die hausgemachten Nudeln der Star dieses sympathischen Restaurants, und die sind wirklich köstlich! Besonders die vegetarische Variante mit der würzigen Erdnusspaste und verschiedenem frischem Gemüse und Pilzen hat mich begeistert. Schlürfen kann so schön sein!
Auch die Vorspeisen sind fantastisch: zum Beispiel knackige Lotuswurzeln, Kartoffelschnitze und Blumenkohlröschen mit Sesam, frischer Seidentofu mit Frühlingszwiebeln und Sojasoße, Spinat in Sesamsoße... Außerdem gibt es feine Tees.
Wir wurden sehr freundlich bedient, allerdings muss man sich auf ein bisschen Wartezeit einrichten, da eben alles frisch zubereitet wird. Es lohnt sich!

The Tree
Brunnenstr. 167
Berlin - Mitte

Tel: 030 67961848

U Bernauer Str

Hummus Hummus Hummus!

Hummus Galore bei Yafo
Besser spät als nie möchte ich nun auch noch meinen Senf zum Thema Hummus abgeben. Der Hummus-Hype in Berlin ist ja weiterhin ungebrochen und man liest ständig von neuen Locations, die natürlich den besten Hummus der Stadt anbieten. Ja, auch ich bin großer Fan der Kichererbse in all ihren Erscheinungsformen und ja, ein schön cremiges Hummus mit frischgebackener Pita ist auch eines meiner Lieblingsgerichte.
Meiner Meinung nach ist es in Berlin eigentlich schwieriger frisches, gutes Fladenbrot zu bekommen, als guten Hummus. Aber natürlich gibt es auch bei der im Grunde so simpel erscheinenden Kichererbsenpaste gewaltige Qualitäts- und Geschmacksunterschiede. Die einen sparen am Sesammus Tahini, die anderen entfernen nicht die Haut von der gekochten Kichererbse, oder pürieren einfach nicht fein genug... Auch die verschiedenen Kichererbsensorten und unterschiedlich gutes Olivenöl sorgen für andere Nuancen.
Und warum erinnert das zum Hummus gereichte Zhug in Berlin oft eher an Pesto, denn an die Chilisauce, die es eigentlich sein sollte? Von Chili und Schärfe ist da häufig leider garnichts mehr zu erahnen... Also, bitte liebe Hummusköche, passt Eure Gerichte nicht irgendwelchem vermeintlich deutschen Geschmack an. Mit authentischer Küche punktet Ihr viel mehr! Wenn jemand fades Essen möchte, dann soll er in die nächstbeste Kantine gehen...

Nun aber zu meinen liebsten Hummusspots, in der Hoffnung, dass diese die gute Qualität halten können und es auch in Zukunft weiterhin genauso gut bei ihnen schmeckt!

Hummus and Friends

Hummus and Friends neben der Neuen Synagoge auf der Oranienburger Str macht das cremigste Hummus, das ich in Berlin bislang gefunden habe.
Die Pita Fladen werden frisch gebacken, außerdem gibt es feine Salate und im Ofen gerösteter Blumenkohl – alles sehr empfehlenswert. Die Preise sind allerdings auch eher gehoben, aber die Portionen groß und das Geld allemal wert.

Oranienburger Str. 27
Berlin - Mitte

Offen: Mo-So 11 - 24 Uhr

Yafo

Köstlicher Hummus, große Portionen, kein Geiz mit dem Brot, reichlich Kräuter, Tomatenschnitze und salzige Pickles gratis zu jedem Hummus, leckere, wechselnde Toppings und Tagesgerichte, schokoladiges Dessert und das alles serviert von sehr netten und schönen Damen! Das Yafo ist ein rundum sympathisches israelisches Restaurant, wo oft auch DJs Platten auflegen und man gerne noch länger verweilt und das Hummus-Koma verdaut. Einer meiner Lieblingsplätze in Berlin!

Gormannstr. 17b
Berlin - Mitte

Offen: Di - So 12 - 3 Uhr

Azzam

Auf der Sonnenallee herrscht ja nicht gerade ein Mangel an Imbissen, die Hummus anbieten, zurecht berühmt dafür ist allerdings das libanesische Lokal Azzam! Hier gibt es hervorragenden Hummus in gigantischen Mengen mit einem riesigen Teller voll mit frischen Kräutern und Pickles und das für gerade mal 3,50 EUR! Schwarztee gibt es auch noch umsonst. Das einzige kulinarische Manko ist das trockene Fladenbrot aus der Tüte. Es gibt allerdings auch frische, belegte "Pizza"-Fladen im Angebot, nächstes Mal probiere ich so einen mal zum Hummus!

Azzam
Sonnenallee 54
Berlin - Neukölln

Offen: Mo - So 10 - 24 Uhr

Kanaan

Beim israelisch-palästinensischen Restaurant Kanaan gibt es feinsten Hummus und frische, fluffige Pita, außerdem so großartiges Comfort Food wie Shakshuka (Ei in Tomatensauce) mit Hummus, Malawach (Blätterteigfladen mit Ei, geriebenen Tomaten und Tahini) und köstliches Malabi (Grießpudding mit Rosenwasser und Beerenkompott). Auch die Kuchen sind toll, aber ganz schön teuer.
Am Wochenende gibt es auch Falafel und andere Leckereien in der "Kohlenquelle" gegenüber.
Im Sommer kann man außerdem super draußen sitzen!

Kopenhagener Str. 17
Berlin - Prenzlauer Berg

Offen: Mo - So 12 - 22 Uhr
Malabi


Zula

Das Zula nennt sich Hummus Café und das zurecht! Hier gibt es sehr guten Hummus und die entspannte Atmosphäre erinnert mehr an ein Café - besonders wenn man bei schönem Wetter draußen sitzen kann. Die Pita hier schmecken mir ganz besonders gut und auch die Falafel sind herrlich kräuterig-grün und lecker! Allerdings scheinen mir hier bei steigenden Preisen die Portionen immer kleiner zu werden - das ist für Nimmersatte wie mich eine ungünstige Entwicklung.
Aber schmecken tuts!

Husemannstr. 10
Berlin - Prenzlauer Berg

Offen: Mo - So 11 - 23 Uhr

Udon Kobo Ishin

Leider gibt es hier keine frischen Udon mehr!
Nachdem leider eines meiner Lieblingsrestaurants, das Susuru, geschlossen hat, bin ich nun umso glücklicher ein neues, großartiges auf Udon spezialisiertes Lokal gefunden zu haben: Kobo Ishin! Nur wenige Schritte vom Hackeschen Markt entfernt hat vor einiger Zeit eine Filiale der Ishin Kette eröffnet. Während in den anderen Ishin Restaurants hauptsächlich Sushi auf der Karte steht, dreht sich in der Filiale am Litfaß-Platz alles um Udon: dicke, lange japanische Weizennudeln. Diese werden hier frisch von Hand gemacht und - typisch japanisch und hierzulande sonst kaum zu finden - kalt oder warm angeboten mit verschiedenen Soßen und frei wählbaren Toppings, als Curry-Udon, Cream-Udon (nie zuvor gesehen - kennt das jemand?) oder klassisch als Suppe.
Ich musste bislang jedesmal "Kitsune Udon" nehmen, Nudelsuppe mit dünnen, frittierten Tofuscheiben, sie ist einfach zu gut! Der Name des Gerichts rührt von der Ähnlichkeit der Tofuschnitten in Form und Farbe zu Fuchsschwänzen, denn "Kitsune" heißt Fuchs auf Japanisch.
Die Udon sind absolut perfekt - mit genau der richtigen Konsistenz, weich aber mit Biss ("schön batzig", wie meine aus Bayern stammende liebe Begleitung meinte, und recht hat sie!) und so flutschig wie sie sein sollen, so dass man sie genüsslich einschlürfen kann.
Dazu der speziell eingelegte und frittierte Tofu, weich und leicht süßlich, auf dem ein Häuflein geriebener Rettich und Yuzu-Paste (Yuzu - köstlichste aller Zitrusfrüchte!), sowie Frühlingszwiebeln und ein Shiitake Pilz schwimmen. Minimalistisch und super authentisch - es schmeckt wirklich wie in Japan! Leider gehört dazu auch das weiß-rosa gefärbte Scheibchen Naruto / "Fischwurst" - das brauche ich ja so garnicht... Außerdem muss auch angemerkt werden, dass sämtliche Brühen und Soßen mit Dashi gemacht werden - sprich: sie sind nicht vegetarisch, sondern aus getrockneten Fischflocken ausgekocht. Seufz, das übliche Problem von Vegetariern mit japanischer Küche...

Gänzlich unproblematisch für Vegetarier sind hingegen die Desserts: z.B. Taiyaki (fischförmige aber fischfrei Waffeln, gefüllt mit süßem Adzukibohnenmuß) und Mitarashi Dango (feste Reismehlklößchen am Spieß gegrillt mit süßer Sojasoße) - ganz so wie sie oft an japanischen Schreinen verkauft werden.

Ebenfalls fantastisch sind die frittierten Auberginen zur Vorspeise.


Sehr gut gefällt mir, dass es eine Tasse leckeren japanischen Grüntee gratis gibt, die man mehrfach mit heißem Wasser aufgießen kann.

Der Service ist freundlich und auffallend schnell. Die Einrichtung ist eher pragmatisch und lädt nicht gerade zu langem verweilen ein - dazu passt auch die recht frühen Schließzeiten. Wichtig ist auch: unbedingt Bargeld mitnehmen - Kartenzahlung ist hier nicht möglich (überraschend bei so einem großen Restaurant).

Die Hauptgerichte gibt es übrigens in zwei Größen, schon die normale Udon-Portion kommt in einer riesigen Schüssel - ist aber gut zu schaffen. Die große Portion wiederum wird in einer wirklich Schüssel von wirklich gewaltigem Ausmaß serviert, die schon nach einer echten Herausforderung aussieht! Irgendwann muss ich meinem nimmersatten Ruf gerecht werdend mir auch dieses riesenhafte Udongelage geben! Mir sind einige japanische Seniorinnen aufgefallen, die diese gigantische Menge Udon genüsslich weggeschlürft haben, während sich junge Männer die Reste haben einpacken lassen - 1:00 für die Damen!

Udon Kobo Ishin
Litfaß-Platz 1
Berlin - Mitte [hier clicken für Google Maps]

S & Tram: Hackescher Markt

Offen:
Mo - Fr 
12:00 - 14:30
18:00 - 21:30 Uhr 

Sa: 
14:00 - 21:30 Uhr




Zeit für Brot

Die Perfektionierung des Wochenendes: eine Kirsch-Mandel-Schnecke von Zeit für Brot! Noch warm, perfekt weich und fluffig und dabei mit dem genau richtigen Verhältnis an Saftigkeit und Biss durch die Kirschen und Mandelsplitter... Könnte ich die bitte als Kopfkissen haben, die immer nachwachsen, wenn ich beim Erwachen einen Biss nehme? Das käme meiner Vorstellung vom Paradies sehr nahe (klebrig hin oder her...).
Natürlich ist auch das Brot der Edelbäckerei sehr gut, wie sollte es bei diesem Namen auch anders sein, und schließlich ist Zeit für Brot auch für eben jenes als einer der besten Bäcker Deutschlands ausgezeichnet worden. Hier wird dem Teig viel Zeit gelassen sein Aroma und die perfekte Krume zu entwickeln, zudem werden nur hochwertige Biozutaten genutzt. Freilich schlägt sich das auch im Preis nieder, aber meiner Meinung nach ist es das so wert! Richtig gute Bäcker sind in Berlin ja eher rar... Und die köstlichen Hefeschnecken (die Zimt- oder Ahornsirup-Nuss Varianten sind auch nicht zu verachten, aber die Krönung ist Kirsch-Mandel - unübertroffen!) sind sowieso jeden Cent wert. Dafür lohnt auch definitiv das Warten in der Schlange, die sich völlig zu Recht meist vor der Theke windet. Nicht abschrecken lassen, es geht normalerweise sowieso schnell - beim Bedienen wird sich netterweise nicht soviel Zeit gelassen, wie beim Backen.

Zeit für Brot
Alte Schönhauser Str. 4
Berlin-Mitte (google maps)

offen:
Mo-Fr: 7:30 – 20:00 Uhr
Sa: 8:00 – 20:00 Uhr
So: 8:00 – 18:00 Uhr

Kame

Ein Traum ist wahr geworden, es gibt jetzt neuerdings eine japanische Bäckerei in Berlin!
Kame, japanisch für Schildkröte, heißt das schöne Ladencafé, in dem man entweder vor Ort Leckereien aus dem Backofen oder dem Reiskocher genießen, oder sich damit für zu Hause eindecken kann.
Es gibt einen persönlichen Liebling von mir, Melonpan (ein süßes Hefebrötchen mit Keksteigkruste, das die Melone nur wegen des Aussehens im Namen trägt), sowie Anpan (mit weißer oder roter Bohnenpaste gefüllte süße Brötchen), Matcha-Cheesecake, Matcha-Tiramisu, typisch japanisches (sehr weißes und weiches) Weißbrot für daheim und auch einige herzhafte Snacks, darunter Karepan (Brötchen mit Curryfüllungen) oder leckere Onigirazu (ähnlich wie die Reisdreiecke Onigiri, mit einem Algenblatt umwickelte Reis"sandwiches" mit unterschiedlichen Füllungen).

Ich musste natürlich gleich alles Mögliche probieren: Onigirazu mit Tempeh, Melonpan, Matcha Soja Latte und ein Shiroanpan (mit weißem Bohnenmus gefülltes Brötchen) zum Mitnehmen. Und alles hat mich zum Strahlen gebracht, wie den Anpanman! Wirklich so lecker wie in Japan!
Die ungemein freundliche Bedienung und die helle Einrichtung mit den schönen Kimonos an den Wänden lädt sehr zum Verweilen - und vielleicht doch noch eine weitere kleine Köstlichkeit bestellen - ein.
Übrigens, fun fact, das japanische Wort für Brot und Brötchen, Pan, kommt vom portugiesischen Pão, da portugiesische Jesuitenmissionare derartige Backwaren im 15./16. Jhd. als Erste in Japan bekannt machten...

Kame
Leibnizstr. 45
Berlin Charlottenburg

Offen:
Mo-Fr: 9 - 17 Uhr
Sa: 9 - 16 Uhr

und neuerdings auch in Mitte und da auch am Sonntag!
Linienstr. 113
Berlin Mitte

Coco Genki

Eine neue Empfehlung von ganzem Herzen zum Neuen Jahr: Coco Genki, ein japanisches Bistro in Mitte! Bereits seit 2014 wird hier supergesund und köstlich gekocht und die besten Einflüsse aus japanischer und "westlicher" Küche gemischt. Auf der auf Frische und Saisonalität bedachten und deshalb wöchentlich neuen Speisekarte finden sich sowohl typisch japanische Bentoboxen, als auch Pastagerichte (auf Wunsch auch mit Vollkornnudeln) oder vegane Burger, Onigiri (Reisbällchen), Suppen und Salate. "Coco" bedeutet "hier" und "genki" heißt "gesund" und damit wäre auch schon geklärt, was den sehr freundlichen Betreiberinnen besonders wichtig ist. Viele Zutaten sind regional und bio, alles ist frisch und selbst zubereitet, auf Glutamat wird ausdrücklich verzichtet und der größte Teil der Gerichte wird auch in veganer Variante angeboten. Feine Tees und originelle Smoothies stehen auch auf dem Menü. Traumhaft!
Bei meinem Besuch im Dezember bestand das veggie Bento der Woche aus Reis mit Quinoa, Sesam und Amaranth, Spaghetti-Kürbis mit Tofu-Hack, Shiitake, Karotten und Frühlingszwiebel, Kartoffelsalat, Ruccolasalat und hausgemachten Pickles. Das Tolle an Bentoboxen ist ja, dass man immer so viele schöne verschiedene Leckereien probieren kann. Als Dessert hatte ich noch eine kleine aber sehr feine Kürbis Crème Brûlée und einen Matcha "Cappuccino". Alles war wirklich rundum glücklichmachend und ich möchte unbedingt bald wiederkommen!
Das Coco Genki ist ein triftiger Grund das von mir sonst eher vernachlässigte Mittagessen häufiger in den Speiseplan einzubauen...

Coco Genki
Wallstr. 36
Berlin - Mitte

Tel: 030 54827273
Geöffnet: Mo - Fr: 10 - 18 Uhr
Manchmal wird auch Sonntags ein Brunch angeboten, das erfährt man am Besten auf der Facebookseite.

Memory Ausstellung im Memory Cafe

Die Pictoplasma, einer meiner persönlichen Höhepunkte des Berliner Veranstaltungs- kalenders naht mal wieder!

Vom 29. April bis 3. Mai wird von früh bis spät dem Character Design gehuldigt, mit Ausstellungen, Workshops, Screenings, Parties.. Hohe Feiertage also, die es nicht zu verpassen gilt!

Dieses Mal sollte man unbedingt im schönen Memory Café vorbeischauen, wo das großartige Eggplant Collective mit einer Ausstellung mit dem passenden Titel Memory zu Gast sein wird.
Feines koreanisches Essen, Kunst und tolle Leute - was will man mehr!?!


House of Small Wonder

Von außen kaum ersichtlich, tut sich im Inneren des trefflich benannten "House of Small Wonder" eine eigene Welt auf. Eine Wendeltreppe führt in dieses kleine Paradies, in dem mit vielen Pflanzen, Holzplanken, alten bunten Fenstern, einer Wahnsinnstapete und gewächshausartigem sanftem Oberlicht eine ganz besondere Stimmung geschaffen wurde, die man in dem unscheinbaren Neubau in der Johannisstr nie erwartet hätte.
Die Betreiber sind von Williamsburg nach Berlin gezogen, haben das Konzept für dieses schöne Café (das sie seit 2010 in New York erfolgreich geführt haben) mitgebracht und im Dezember 2014 hier eröffnet. Kulinarisch ist auf ganz wunderbare Weise ein klarer japanischer Einfluss auszumachen: schön intensiven Matcha Cappuccino,
fantastisches japanisches Frühstück: Misosuppe, zwei vegetarische Onigiri Reisbällchen (eines davon mit einem meiner Lieblingskräuter Shiso aka Perilla!), einige japanische Pickles und etwas Hijiki-Algensalat mit Edamame (Foto siehe ganz oben), Matcha Poundcake (leider etwas zu lange gebacken), gebratene Udon (dicke Nudeln) mit Gemüse, und einiges mehr... Aber auch Köstlichkeiten, wie Croissant French Toast (die Edelversion von Arme Ritter - sehr zu empfehlen!) aus hausgemachten Croissants, mit Schlagsahne, Ahornsirup und frischem Obst,
oder tolle Sandwiches wie z.B. Baguette mit Brie, Apfel und selbstgemachter Feigenkonfitüre...
Hier kann man ganz großartig grauen Wintertagen entfliehen, genießen und tagträumen. Gerade nachdem sowohl das Nazuna als auch die Matcha Bar am Mauerpark geschlossen wurden, freue ich mich, dass ich einen so schönen neuen Ort gefunden habe, an dem ich meinen Matcha-Gelüsten fröhnen kann.
Nebenan soll jetzt auch noch ein dazugehöriges japanisches Restaurant öffnen, man darf gespannt sein...

House of Small Wonder
Johannisstr. 20
Berlin-Mitte

Geöffnet:
Mo - Fr: 9- 17 Uhr
Sa - So: 10 - 16 Uhr

Momos

Eigentlich wollte ich schon längst über das Momos schreiben, so dass man noch die letzten Herbstsonnenstrahlen an einem der Tischchen vor dem Restaurant hätte auszunutzen können, denn drinnen ist wenig Platz. Dafür ist jetzt wohl doch schon ein bisschen spät im Jahr, aber ein Besuch lohnt sich trotzdem!

Spezialität des Hauses sind die namengebenden Momos, herrliche kleine gedämpfte Teigtaschen aus Nepal mit verschiedenen vegetarischen und teils auch veganen Füllungen. Das aktuelle Speisenangebot findet sich hier.
Die traditionellen Rezepte für Momofüllungen werden hier etwas freier interpretiert und europäischen Essgewohnheiten angepasst, was aber der Gaumenfreude keinen Abbruch tut.
Dazu gibt es hausgemachte Dips, wie frischer Minze-Joghurt oder intensive Tomatensalsa.
Die Zutaten sind ausschließlich vegetarisch und aus biologischem Anbau, wenn möglich auch aus der Region. Man kann die Momos entweder einfach gedämpft genießen, oder in einer Suppe oder angebraten. Zum Dessert gibt es auch Momos aus Zimtteig mit süßer Bananenfüllung.
Sehr lecker! Allerdings sind Momos nichts für den Riesenhunger in Kombination mit dem Minigeldbeutel, aber in Anbetracht des Genusses, der hochwertigen Biozutaten und des enormen Arbeitsaufwandes bei der Zubereitung der Teigtäschchen, ist der Preis in Ordnung.
Eine schöne Bereicherung des kulinarischen Stadtplans. Und wenn drinnen alle Plätze belegt sind, gibt es die Momos auch zum Mitnehmen...

Momos
Fehrbelliner Str. 5
Berlin-Mitte

U2 Senefelder Platz

Tel: 0176-24315868

Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag: 12:00 bis 19:30 Uhr
Freitag: 12:00 bis 21:00 Uhr
Samstag: 13:00 bis 21:00 Uhr
Sonntag: Ruhetag

Ocelot

not just another bookstore... rühmt sich dieser erst vor wenigen Monaten eröffnete Laden in der Brunnenstraße. Und tatsächlich, die Bücher scheinen bei Ocelot mit besonderer Sorgfalt ausgewählt und präsentiert, außerdem gibt es hervorragenden Kuchen!
Bei so einem Brownie oder einem wunderbaren Heidelbeer-Cheesecake und einem Chai, umgeben von schönem Lesestoff, lässt sich dieses Winterwetter doch viel besser ertragen...

Ocelot
Brunnenstraße 181 (click for map)
10119 Berlin Mitte

offen: Montag bis Samstag 10 bis 20 Uhr

Gong Gan (aka Memory Café)

Direkt neben dem Vintage Design Laden Memory Shop liegt dieses schöne Café, das bis vor kurzem Memory Café hieß. Nun hat es scheinbar nicht nur einen neuen Namen, Gong Gan, sondern auch einen neuen Betreiber, der seine Gäste nicht nur mit Kaffee und Tee glücklich macht, sondern auch mit köstlichen koreanischen Gerichten.
Beim vegetarischen Bibimbab wird der Reis mit viel frischem Gemüse, Salat, Tofu, getrockneten Algen, Pilzen gekrönt. Es wird ohne Spiegelei zubereitet, ist also auch für Veganer geeignet. Die scharfe Sauce kommt extra, so dass jeder Gast nach Geschmack dosieren kann. Wichtig bei Bibimbab ist ja immer nur, dass man alles ordentlich vermengt...
Eher untypisch wird dieses Bibimbab hier nicht im beinahe glühenden, irdenen Gefäß serviert, sondern in einer großen Schale. Vorteil: man verbrennt sich nicht so leicht. Nachteil: der Reis backt am Boden nicht so schön knusprig an.

Abends hat das Café nur Freitags und Samstags geöffnet, ansonsten bietet es sich aber für die Mittagspause oder einen leckeren Tee (frischer Ingwer ist ideal zu dieser Jahreszeit...) oder Kaffee unheimlich gut an.
Die Portion Bibimbab ist für 6 Eur üppig und liegt trotzdem zu Mittag nicht schwer im Magen, dank der vielen frischen, leichten Zutaten.
Außerdem ist die großteils selbstgemachte bzw. mit Geschmack ausgewählte Einrichtung sehr gelungen und die Atmosphäre total angenehm, wozu auch der äußerst freundliche Service noch beiträgt.

Ein perfekter Ort um sich bei Berliner Wintersauwetter aufzuwärmen und zu stärken!
Danke für den Tipp, liebe Bloody Bunny.

Gong Gan (aka Memory Café)
Schwedter Straße 2 Berlin - Mitte [click for map]
U2 Senefelder Platz

offen:
offen:
Mo - Do: 9:00 - 19:00 Uhr
Fr - Sa: 9:00 - 22:00 Uhr

Joris

In der Brunnenstr, nicht weit von dem köstlichen vietnamesisch-vegetarischen Restaurant Chay Viet, hat diesen Sommer das auf Ofenkartoffeln spezialisierte Joris eröffnet. Das Essen ist so simpel wie gut, die über der Theke an die Wand geschriebenen, verschiedenen Zusammenstellungsoptionen sind wiederum etwas komplizierter, wurden uns aber zum Glück hilfreich und nett erklärt.
Zu den gebackenen Kartoffeln können diverse kalte Beilagen wie Quark, Salat, Tomaten, Kichererbsen, Oliven, marinierte Pilze o.ä. gewählt werden, oder aber warme Soßen, zum Beispiel Bolognese mit Gemüse oder ein Pilzragout.
Frische Kräuter sind lobenswerterweise immer einige dabei und zu den kalten Beilagen kann man sich eines der leckeren Dressings aussuchen, Himbeeressig ist sehr empfehlenswert...
Wer keine Lust auf Kartoffeln hat, kann stattdessen eine Suppe nehmen. Diese werden täglich mit saisonalen Zutaten frisch zubereitet.
Die Einrichtung des Joris ist schlicht, hell und geschmackvoll, mit einigen hübschen Details wie einer alten Küchenwaage etc.
Der einzige Wermutstropfen ist meiner Meinung nach der etwas hohe Preis. Um die 7 Eur für ein einfaches Kartoffelgericht finde ich ziemlich happig.
Aber es schmeckt und ist auf jeden Fall super und zudem gesund für die Mittagspause, wenn man in der Gegend arbeitet.

Joris
Brunnenstr. 158
Berlin - Mitte
Tel: 030/47365973

U8 Bernauer Str

offen:
Mon - Sa:  8:30 - 20:30 Uhr
So:10:00 - 20:30 Uhr

Chay Viet

Bereits im April wurde mir von einem Nimmersatt-Leser ein "super super neues vegetarisches vietnamesisches Restaurant in der Brunnenstraße" empfohlen und es hat doch tatsächlich bis letzte Woche gedauert, bis ich es endlich mal dorthin geschafft habe. Und ja, Chay Viet ist wirklich super super! Vielen Dank für den Tipp, Jan!

Ein rein vegetarisches vietnamesisches Restaurant mit vielen ungewöhnlichen Gerichten auf der Karte, die wunderbar gewürzt sind, mit vielen frischen Kräutern und auch mit der richtigen Schärfe... ein Traum!
Und ein herrliches Geschmackserlebnis, vorallem in Anbetracht der Tatsache, dass ein Großteil der asiatischen Restaurants in Deutschland nicht nur fast identische Speisekarten hat, sondern auch die gleichen Fertigwürzmischungen zu nutzen scheint.
Bei Chay Viet wird hingegen nach eigenen Rezepten gekocht, ohne Glutamat und ohne künstliche Farb- oder Konservierungsstoffe. Das Gemüse und die Kräuter sind frisch und knackig und es kommt viel Tofu in verschiedenen Varianten, sowie Seitan (Weizengluten) zum Einsatz. Neben Klassikern wie Pho (DIE vietnamesische Nudelsuppe schlechthin),  Glasnudelsalat und Sommerrollen, die hier in veganen Varianten angeboten werden (eine Seltenheit, gerade bei der Suppe wird ja sonst häufig keine vegetarische Brühe verwendet und in der Salatsauce ist normalerweise Fischsauce...), gibt es viele feine Gerichte, die mir neu waren. So hatte ich als Hauptspeise gefüllte Tofutaschen mit Shiitake Pilzen und verschiedenem Gemüse in würzig-süßlich-scharfer Sauce im Tontopf gegart, dazu ein Teller mit Reis und knackigem Brokoli und grünen Bohnen. Sehr reichlich, sehr köstlich, sehr glücklichmachend!

Auch ganz toll war die sämige Kokoscurry-Nudelsuppe mit frischer Minze und  Erdnüssen, Tofu, Reischips und Gemüse nach zentralvietnamesischer Art, die mein Mittester genoss. Eigentlich eher Nudeln in Sauce, denn Suppe, aber ungemein lecker. Echtes "comfort food"!
Zur Vorspeise hatten wir eine sehr gelungene vegetarische Variante des Saté-Spießes: kleine, flache, runde "Bratlinge" aus einer Mischung von zerstampften Bananen und Tofu, am Spieß gebraten und mit einer herrlichen Erdnuss-Sauce. Hier hätten allerdings für den Preis von 5 EUR auch gerne 2 Spieße daliegen können, so stimmte irgendwie das Verhältnis zu den nur 2 EUR teureren, überaus großzügigen Hauptgerichten nicht ganz. Aber naja, bei so leckerem Essen, feinen Aromen, Kreativität und nettem Service will ich wirklich nicht meckern.

Das Einzige, woran man sonst noch ein bisschen was verbessern könnte, wäre die Gemütlichkeit.. durch die vielen Fliesen wirkt das Restaurant etwas kühl und da auch nur wenige Gäste da waren, hallte jedes Wort wider... Ein gutes Mittel dagegen, wäre einfach viel mehr Kundschaft: wenn der Laden vollsitzt, wirds doch gleich viel gemütlicher ;) Also bitte - nichts wie hin! Es lohnt sich!
Ich komme auf jeden Fall bald wieder, um noch mehr zu probieren!

Chay Viet
Brunnenstr. 164 
Berlin - Mitte


U8 Bernauer Str oder Rosenthaler Platz
Tram 12 Brunnenstr/Invalidenstr

Tel: 030-48494554

HBC Restaurant


Das HBC Restaurant gibt es leider nicht mehr.

Schon viel zu lange ist es wieder her, dass ich das ich das HBC besucht habe und es hier empfehlen möchte. Jetzt, fast drei Monate später, muss ich mir aber wirklich endlich mal die Zeit nehmen... Mittlerweile hat sich die Karte längst wieder geändert, die Gerichte, die ich probiert habe, sind nicht mehr im Angebot, aber ungewöhnlich (und) lecker ist es sicher immer noch. Hip, international und Mitte-stylish geht es im HBC, dem ehemaligen Haus Ungarn, sowieso immer zu. Von außen erkennt man nicht unbedingt, dass hier ein Restaurant zu finden ist. Durch eine etwas unscheinbare Eingangstür geht es erst einmal direkt in die Garderobe, von dort aus eine Treppe nach oben, wo man mit Glück die richtige Tür zum Restaurant erwischt, evtl aber auch in der Bar landet oder in Mitten einer Photoausstellung.
Es ist empfehlenswert zu reservieren, bei meinem Besuch füllte sich das Lokal schnell bis auf den letzten Tisch.
Ebenso empfiehlt es sich das HBC Menu zu nehmen, denn die einzelnen Portionen sind eher Portiönchen und man kann gut und gerne drei Gänge vertragen, ohne sich überfüllt zu fühlen. Das Menu zum Preis von 33 Euro besteht aus einer Vorspeise, einem Hauptgericht mit einer Beilage, sowie einem Dessert. Bestellt man die Gänge einzeln, zahlt man jeweils ca. 7 Euro für Vor- und Nachspeise und gut 17 Euro für ein Hauptgericht - allerdings ohne Beilage! Diese kostet noch einmal um die 7 Euro.
Die Gerichte sind nicht eindeutig einer Länderküche zuzuordnen, ich würde sagen stark französisch inspiriert mit einigen asiatischen Einflüssen.
Es gibt netterweise immer auch vegetarische Optionen und jedes einzelne Gericht überrascht mit ungewöhnlichen Zutaten und phantasievollen Kombinationen.

So ging mein Menu damals zum Beispiel mit einem vorzüglichen Salat mit "Meereskraut" (aka Algen) und Artischocken und Silberzwiebeln los. Silberzwiebeln mag ich eigentlich gar nicht, aber in dieser Zusammenstellung überzeugten sie mit ihrer süß-sauren Note als Kontrast zum salzig-kräftigen Meergeschmack der Algen und dem nussigen Aroma des Feldsalats und der in Öl eingelegten Artischocke.
Als Hauptgericht hatte ich angebratene Maroniknödel mit Pied de Mouton (Pilze, die sehr Pfifferlingen ähneln) und als Beilage Pak Choi mit Quitten. Auch alles sehr fein, wobei ich alles insgesamt ein bisschen zu süß fand. Die Quitten waren wohl mit einigem Zucker gekocht, die Pilze waren an einem süßen Fruchtspiegel angerichtet (war es eine Cranberry Soße? Ich kann mich nicht mehr genau erinnern..) und die Esskastanien verliehen dem Maroniknödel ebenfalls eine gewisse Süße. Hier hätten wenigstens die Pilze so richtig herzhaft und zuckerfrei
sein können und auch die Quittenstückchen wären mir naturbelassen sauer lieber gewesen. Aber gut, das ist Geschmackssache und vielleicht habe ich dahingehend das Menu auch etwas ungeschickt zusammengestellt.

 Die Nachspeise hingegen war genau richtig gewählt und richtig gesüßt: ein Schokoingwerküchlein in ein wenig Himbeersuppe, mit kandiertem Ingwer on top und einem Klecks feiner Creme. Ganz wunderbar!
Mit der Rechnung kam dann erstmal ein kurzer Schreck, denn es wurde uns ein Menu mehr abgerechnet, als wir bestellt & gegessen hatten. Dies wurde zum Glück umgehend, allerdings auch ohne Entschuldigung, korrigiert. Nunja... Sonderlich freundlich und aufmerksam war unsere Bedienung an jenem Abend sowieso nicht, was vielleicht cool sein soll, allerdings bei diesem Preisniveau meiner Meinung nach unprofessionel und nicht angebracht ist. Kann man nur hoffen, dass wir es da gerade ungünstig erwischt haben.

.HBC Restaurant
Karl-Liebknecht-Str. 9
Berlin - Mitte

U + S Alexanderplatz

Montag bis Samstag ab 19 Uhr
Reservierung empfohlen:
reservation@hbc-berlin.de

+49 (0) 30 2434 29 20

Princess Cheesecake

Spezialisierung auf eine gewisse Delikatesse und ihre Varianten halte ich eigentlich immer für eine gute Idee, geht das doch meistens mit Perfektionierung einher. Im besten Sinne wurde das bei Princess Cheesecake verwirklicht. Käsekuchen in all seinen Spielarten, vom ganz klassischen Modell in seiner simplen Schönheit, über Russischen Zupfkuchen und New York Cheesecake, oder auch Tartes mit Birnen oder karamelisierten Äpfeln, bis hin zu bombastischen Torten mit Quarkcremes in verschiedenen Geschmacksrichtungen - allesamt eine wahre Pracht!

Hier ist wirklich ein Kuchen schöner als der andere und die Wahl fällt reichlich schwer. Dazu kommen noch äußerst verlockende Düfte aus der offenen Küche, wo man den Meister am Werk sehen kann. Wir mussten einige Zeit auf einen freien Sitzplatz warten, an einem Sonntag nachmittag war berechtigterweise ganz schön viel los. Während wir auf die Kuchentheke starrend warteten, wurde uns stolz berichtet, dass bei den Zutaten auf höchste Qualität geachtet wird, bio und möglichst auch regional soll alles sein und ohne chemische Zusätze, Farb- und Konservierungsstoffe. So arbeitet man hier auf hohem Niveau nach dem selbstgewählten und überall wiederzufindenden Motto "make every day a lovely day". Very lovely indeed!

Die Prinzessin macht ihrem royalen Titel wirklich alle Ehren, Orangentorte, Schokomoussetorte und Zupfkuchen waren absolut königliche Genüsse! Und ich bin mir sicher, alles andere aus der Theke steht diesen in nichts nach... Anscheinend gibt es auf Wunsch und Bestellung auch lactose- und glutenfreien Kuchen sowie auch veganen Kuchen.
Ich freue mich auf die nächste Audienz!


Princess Cheesecake

Tucholskystr. 37
Berlin - Mitte


Tel: 030 28 09 27 60

Mo - So: 12:00 - 19:00

Sababa - Mama's Kitchen


Bislang dachte ich immer, Restaurants auf der Kastanienallee haben eine Empfehlung auf meinem Blog garnicht nötig, die laufen sowieso. Touris und Sprachschüler füllen die Läden, auch wenn nichts Besonderes auf der Karte steht. Schon vor einigen Jahren stand z.B. der W-Imbiss immer auf meiner Liste von Lokalen, die ich mal hier besprechen wollte. Die dort angebotene Naan-Pizza frisch aus dem Tandoor ist definitiv etwas Besonderes und sehr lecker außerdem. Allerdings war es dann oft so voll dort, dass ich dachte, einen Blogpost kann ich mir sparen... (er sei trotzdem hiermit ausdrücklich lobend erwähnt).

Nun hat aber wenige Häuser weiter Richtung Weinbergsweg ein neues Imbiss-Restaurant eröffnet, und dort ist bislang eher wenig los, obwohl das Essen wirklich köstlich ist. Sababa - Mama's Kitchen heißt der neue Laden, bietet israelische Spezialitäten und ist laut Eigenbeschreibung Berlins neuer Hummus Hotspot.
Bislang habe ich was Hummus angeht, auf das Hummus Café Zula geschworen (von den Betreibern des früheren Hummus Shala) und dieses bleibt auch weiterhin die Instanz: die hausgemachten Pita sind einfach zu gut und das Hummus immer frisch und so gut, dass ich nie genug bekomme.

Das Hummus von Sababa muss sich aber auch alles andere als verstecken: es ist ebenfalls frisch zubereitet, hat die richtige Cremigkeit und schmeckt viel stärker nach Sesam (bzw der Sesampaste Tahina), als ich das sonst so kenne - lecker!
Auch hier gibt es verschiedene Varianten: getoppt z.B. mit ganzen Kichererbsen, mit hartgekochtem Ei, verschiedenen Fleischspezialitäten, oder mit Schakschuka (einem Pfannengericht bestehend aus einer dickflüssigen Tomatensauce, Paprika und Eiern, die in der Sauce pochiert wurden). Dazu werden typische Pickles und Pita Brote gereicht. Die Pita sind leider nicht hausgemacht, aber auch nicht schlecht. Frisch und sehr fein sind auch die Salate, vorallem der Granatapfel-Tomaten-Koriander Salat, mmmmh! Allerdings finde ich diesen recht teuer für die kleine Portion, erstrecht im Vergleich zu den großzügigen Hummusportionen...

Lustig fand ich bei der Strapline "Mama's Kitchen", dass eigentlich nur Männer in der Küche am Werk waren, aber so gut wie es hier schmeckt, bin ich sicher, sie kochen nach Muttis Rezepten ;)

Ich wünsche dieser Bereicherung der Kastanienallee viel Erfolg und viele Hummus-Freunde!

Sababa - Mama's Kitchen
Kastanienallee 50/51
Berlin - Mitte

Mo - So 11:00 - 22:00 Uhr

Cô Cô - Bánh Mì Deli

Immerhin kulinarisch lässt sich dem Kolonialismus und der Globalisierung etwas abgewinnen: Bánh Mì - französisches Baguette mit vietnamesischem Belag ist ein schönes Beispiel dafür. Ein wunderbarer Snack, der sich wohl nicht nur in Vietnam großer Beliebtheit erfreut, sondern in den letzten Jahren bereits amerikanische Großstädte erobert hat und nun seit einiger Zeit auch in Berlin zu haben ist.
Bei Cô Cô in Mitte gibt es eine ansprechende Auswahl verschiedener Zutaten, mit denen die Baguettes auf Bestellung frisch und üppig gefüllt werden. Für Vegetarier gibt es eine Bánh Mì Variante mit in Zitronengras-Sauce mariniertem Tofu oder auch eines mit gebratenem Ei. Beides kommt mit speziell eingelegtem (und trotzdem knackiges) Gemüse, Frühlingszwiebel, reichlich Koriander und hausgemachten Saucen.
An der köstlichen Füllung habe ich rein garnichts auszusetzen, der einzige Minuspunkt ist das etwas zu softe Baguette (dass bei meiner Begleitung eher ungute Subway-Assoziationen wachrief)... ein knuspriges, echt französisches Baguette wäre hier wirklich klar von Vorteil, dann würde ich volle Punktzahl vergeben..

Für alle, die lieber kein Baguette mögen, gibt es noch Reismehl-Omelettes. Eher etwas für den kleinen Hunger, aber geschmacklich ebenfalls großes Kino.

Auch hier gibt es eine veggie Option, gefüllt mit dem herrlichen Zitronengras-Tofu, eingelegtem Gemüse, frischen Sojasprossen und Kräutern, gehackten Erdnüsssen, sowie Sauce (bei der vegetarischen Variante wird netterweise auch auf die sonst obligatorische Fischsauce verzichtet).

Die angebotenen Desserts klingen auch interessant: Süßmais-Pudding mit Kokosmilch oder auch Ananas mit Chilisalz (!) zum Beispiel.. Muss ich bei Gelegenheit noch testen. Bei meinen Besuchen habe ich bislang nur die beiden vietnamesischen Kaffeespezialitäten (mal heiß, mal als Eiskaffee) quasi als Flüssigdessert genossen. Sehr zu empfehlen.

Was den Service angeht so habe ich es sehr unterschiedlich erwischt: mal lief alles wie am Schnürchen, ein andermal ging alles schief! Erst bekamen wir die Rindfleisch Bánh Mì anderer Kunden vorgesetzt, dann kam statt heißem Zitronengras-Tee ein Eistee, als wir den zurückgingen ließen, kam stattdessen heißer Grüntee mit Ingwer... und der dazubestellte Honig kam nie.
Naja, ich hoffe mal, wir haben da einfach nur einen schlechten Tag erwischt.
Ansonsten ist das Cô Cô ein schöner Laden mit super Interior-Design. Ich frage mich immer noch, ob es Zitronen sind, die in den großen Einmachgläsern im ganzen Laden stehen und wofür diese verwendet werden (oder ob sie rein der Deko dienen)?! Wie auch immer, ich habe mich gefreut über dieses neue Geschmackserlebnis, mal ein anderer Snack, jenseits von Pizza, Falafel und Kebab...

Cô Cô bánh mì deli
Rosenthalerstr. 2
10119 Berlin [click to see map]

fon: +49.30.24630595

U + Tram: Rosenthaler Platz

Öffnungszeiten
Mo – Do, So: 11:00 – 22:00 Uhr
Fr – Sa: 11:00 – 24:00 Uhr

Cemilzade Confiserie Orientale

Die schöne Confiserie hat leider geschlossen.

Na toll, es ist Juli, es regnet und ist viel zu kalt. Da möchte man es sich doch am liebsten mit einem warmen Getränk, etwas leckerem zum Naschen und am besten noch einer lieben Person zum Quatschen irgendwo gemütlich machen und sich irgendwohin versetzen, wo Sommer noch richtig Sommer ist. Mein neuer Favorit für solche Anlässe ist das feine Café / Lädchen Cemilzade Confiserie Orientale in der Linienstr.
Die Gestaltung ist sehr elegant, fast komplett in weiß gehalten mit grünem Samt, dezent eingesetzem Gold und mit Schwarz-Weiß-Photographien des wunderschönen Istanbuler Stammhauses dieser Traditionsconfiserie. Leider ist das Istanbuler Geschäft bereits seit den 20er Jahren nicht mehr in dem abgebildeten prächtigen Gebäude ansässig, aber süße Köstlichkeiten werden weiterhin auf altbewährte Weise hergestellt und mit diesen kann man sich jetzt auch in der Berliner Dependance beglücken lassen.
Die Auswahl ist klein aber fein: türkisches Marzipan, Kokospan (wie Marzipan, aber eben anstatt mit Mandeln mit Kokos) und Lokum in verschiedenen Varianten - mit Pistazien, Haselnüssen, Rosenwasser, oder Früchten. Alles ein Traum! Nicht zu süß und doch süß genug um glücklich zu machen. Jedes Häppchen hat einen ganz eigenen, feinen Geschmack - wirklich etwas zum Genießen! Dazu empfiehlt es sich natürlich einen türkischen Tee zu trinken. Auch türkischer Mokka und die angebotenen Kuchen sind verlockend, die Pistazientarte war z.B. ganz hervorragend.
Und auch als Geschenk finde ich diese kleinen Köstlichkeiten eine schöne Idee. Es gibt sie hübsch verpackt in unterschiedlichen Mengen und Mischungen.
Bedient wurde ich beide Male sehr freundlich und schön ist auch, dass man die Süßigkeiten an der Theke kosten kann.
Rundum empfehlenswert!

Cemilzade Confiserie Orientale
Linienstrasse 113
Berlin- Mitte

Tel: 030 60925957

S + Tram Oranienburger Str

Öffnungszeiten:
Mo: geschlossen
Di - Fr: 11:00 - 19:00
Sa - So: 12:00 - 18:00