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Der Vegetarische Metzger

Normalerweise bin ich ja eher skeptisch bis bestenfalls amüsiert, wenn es um vegetarische Fleischimitate geht. Braucht man das wirklich, Vöner, Seitanhuhn, Tofu-Chorizo, Lupinenschnitzel? Es gibt doch so viel tolles Gemüse, Pilze, Hülsenfrüchte etc, und ich vermisse Würste und Braten ja überhaupt nicht. Vielleicht auch weil ich schon als Kind aufgehört habe, Fleisch zu essen. Wer erst im Erwachsenenalter zum Vegetarier oder Veganer geworden ist, trauert all dem wohl eher nach und Fleischesser können sich eine Ernährung ohne ja oft garnicht vorstellen. Dies ist sicher auch eher die Zielgruppe für den Concept Store und Imbiss Der Vegetarischen Metzger in Kreuzberg.
Allerdings muss ich zugeben, auch mich haben die Produkte ehrlich überrascht und überzeugt! Geschmack und Konsistenz des vegetarischen Teriyaki Hühnchens waren super.
Die Aufschnittplatte war wie Abendessen bei Omi in Kindertagen... Die Burger sahen auch gut aus und die extra für uns testweise zubereiteten gebratenen Glasnudeln mit vegetarischen Garnelen und Hühnchen, Cashews, Wasserkastanien, Edamame, Zitronengras und Ingwer waren so lecker, das sollte auf die Karte übernommen werden!
Der Service war auch sehr nett und die Einrichtung witzig, mit Stoffwurstkette und Fleischereitheke.
Es gibt zudem eine breite Auswahl an tiefgekühlten Produkten, von veggie Hähnchenfilet und Thunfisch, über Würstchen, bis hin zu Speck, Hackfleisch und Burgerbratlingen, die man mit nach Hause nehmen und da nach Belieben zubereiten kann.
Da sie ja kein tierisches Eiweiß beinhalten halten sie sich auch aufgetaut noch einige Tage, vorausgesetzt man hält es so lange aus sie nicht zu verputzen...

Der Vegetarische Metzger
Bergmannstr. 1
Berlin - Kreuzberg

Mo-Sa: 11:30 Uhr – 22:00 Uhr
So: 13:00 Uhr – 20:00 Uhr

U Mehringdamm

Hum Vegan Cuisine

Good Karma Food verspricht das Restaurant Hum und nur selten konnte man sein Karma auf so leckere Weise aufbessern, wie in diesem veganen vietnamesischen Paradies nahe des Helmholtzplatzes. Komplett tierfrei, dafür voller köstlicher Aromen, mit hausgemachten Gewürzmischungen, frischen Zutaten und großteils mit bio Tofu bringen die Gerichte auch nicht-Veganer in höhere Sphären der Glückseligkeit.
Die Auswahl ist groß, es gibt auch einige ungewöhnliche Gerichte, die man nicht bei jedem vietnamesischen Lokal an der nächsten Ecke bekommt, dementsprechend lastet die Qual der Wahl schwer. Schon die Vorspeisen können überzeugen, z.B. der knusprige Reis-Kokoscrêpe mit reichlich frischen Kräutern und Tofu (groß genug für 2 Personen), Spieße von Tofu und Austernpilze umwickelt mit Betelblättern, oder die wunderbar zarten gedämpften Teigtäschlein...
In diesem verregnet Sommer bringen auch Hauptgerichte, wie die gigantische Schüssel Udon Curry (dicke Udonnudeln in Kokosmilchsuppe mit Gemüse und Tofu) oder im Tontopf geschmorter Tofu mit vielen köstlichen Pilzen (so herzhaft und sämig zugleich) zumindest die innere Sonne zum scheinen und wärmen wohlig das Foodie-Herz.
Und dem leckeren Wassermelonenshake konnte ich bislang bei keinem Besuch widerstehen, mmmmh, so simpel und so gut.
Auch die Einrichtung ist hübsch, mit viel hellem Holz und Pflanzen, und der Service freundlich, schnell und aufmerksam.
Eine schöne Entdeckung, die aus der Masse der vietnamesischen Restaurants in Berlin heraus sticht. Ich komme bestimmt noch viele Male wieder und probiere mich durch all die schönen anderen Gerichte auf der Speisekarte.

Hum Vegan Cuisine
Raumerstr. 38
Berlin - Prenzlauer Berg [hier clicken für Google Maps]

offen:
Montag – Freitag 12:00 – 23:00 Uhr
Samstag 17:00 – 23:00 Uhr
Sonntag 12:00 – 23:00 Uhr

Coco Genki

Eine neue Empfehlung von ganzem Herzen zum Neuen Jahr: Coco Genki, ein japanisches Bistro in Mitte! Bereits seit 2014 wird hier supergesund und köstlich gekocht und die besten Einflüsse aus japanischer und "westlicher" Küche gemischt. Auf der auf Frische und Saisonalität bedachten und deshalb wöchentlich neuen Speisekarte finden sich sowohl typisch japanische Bentoboxen, als auch Pastagerichte (auf Wunsch auch mit Vollkornnudeln) oder vegane Burger, Onigiri (Reisbällchen), Suppen und Salate. "Coco" bedeutet "hier" und "genki" heißt "gesund" und damit wäre auch schon geklärt, was den sehr freundlichen Betreiberinnen besonders wichtig ist. Viele Zutaten sind regional und bio, alles ist frisch und selbst zubereitet, auf Glutamat wird ausdrücklich verzichtet und der größte Teil der Gerichte wird auch in veganer Variante angeboten. Feine Tees und originelle Smoothies stehen auch auf dem Menü. Traumhaft!
Bei meinem Besuch im Dezember bestand das veggie Bento der Woche aus Reis mit Quinoa, Sesam und Amaranth, Spaghetti-Kürbis mit Tofu-Hack, Shiitake, Karotten und Frühlingszwiebel, Kartoffelsalat, Ruccolasalat und hausgemachten Pickles. Das Tolle an Bentoboxen ist ja, dass man immer so viele schöne verschiedene Leckereien probieren kann. Als Dessert hatte ich noch eine kleine aber sehr feine Kürbis Crème Brûlée und einen Matcha "Cappuccino". Alles war wirklich rundum glücklichmachend und ich möchte unbedingt bald wiederkommen!
Das Coco Genki ist ein triftiger Grund das von mir sonst eher vernachlässigte Mittagessen häufiger in den Speiseplan einzubauen...

Coco Genki
Wallstr. 36
Berlin - Mitte

Tel: 030 54827273
Geöffnet: Mo - Fr: 10 - 18 Uhr
Manchmal wird auch Sonntags ein Brunch angeboten, das erfährt man am Besten auf der Facebookseite.

The Bowl

Rote Bete-Falafel mit Cashew-Zitronensauce
 und gebratenen Auberginen
Vor gut einer Woche war ich zum Pre-Opening von The Bowl in Friedrichshain eingeladen. In den Räumlichkeiten des mittlerweile geschlossenen veganen Restaurants MioMatto hat sich nun The Bowl mit einem Konzept eingerichtet, das noch über vegan hinausgeht.
Mit "clean eating" wird die Idee umschrieben, die den hier zubereiteten Speisen zugrunde liegt. Alles was hier angeboten wird ist rein pflanzlich, biozertifiziert, frei von Gluten, weißem Zucker und künstlichen Zusatzstoffen sowie Transfetten.
Manch einem mag das nach zuviel Verzicht klingen, aber keine Sorge, die Schüsseln kommen alles andere als karg daher! Es wurde nur herausgelassen, was sowieso unnötig, ungesund und unappetitlich ist.
Es wird reichlich Rohkost serviert, aber nicht nur - es gibt auch Gebratenes und Gekochtes. Verwendet werden durchweg frische und hochwertige Zutaten, davon vieles was in letzter Zeit als "Superfood" einen wahren Medienhype erlebt (Quinoa, Chia- und Hanfsamen, Algen, Matcha und Co.).
Erfreulicherweise wird im The Bowl nicht versucht, Fleischgerichte mit veganen Imitaten aus Tofu, Lupine oder Seitan nachzukochen, sondern es wird auf selbstkreierte, eigenständige Rezepte gesetzt.
Gereicht wird alles, wie bereits der Restaurantname erahnen lässt, in Schüsseln, in denen sich Gemüse, Hülsenfrüchte, Sprossen, frisches Grün und cremige Cashewsoßen oder würzige Dips zu einem großartigen und farbenfrohen Ganzen auftürmen.
Tempeh, Miso-Hummus mit Curcuma-Kichererbsen und Rotkraut-Kimchi
Unverkrampft werden traditionelle Rezepte aus aller Welt abgewandelt und eigene, moderne Varianten erschaffen, so gibt es zum Beispiel Rote Bete-Falafel und Rotkraut-Kimchi, Miso-Hummus, oder Rosenkohl in Tamari angebraten.
Besonders köstlich fand ich die Schokomole aus roher Schokolade mit gebratenem Maiskolben. Süßlich und doch herzhaft, fruchtig, mit Röstaromen und dazu frischen Salat - eine wunderbare Kombination!
Sehr empfehlenswert sind auch die Smoothies, hier Purple Haze aus Blaubeeren, Hibiskus, Datteln, Banane, Zimt, Kokosmilch, Hanfsamen... das geht direkt auch als Dessert!

Hoffentlich hält sich The Bowl länger als sein Vorgänger, ich hatte meinen Spaß an den kunterbunten Aromabömbchen!
Die Location passt doch eigentlich auch gut, direkt über dem Veganz Supermarkt, dem Veggie-Imbiss Goodies und mit gutem Blick über die trubelige Warschauer Brücke...
Die Bezeichnung als "Berlins erstes Clean-Eating-Restaurant" mag etwas hochtrabend und affektiert klingen und der Untertitel "Soul Food Restaurant", den sich The Bowl auf Facebook gegeben hat, ist schlichtweg falsch, ist dieser Begriff doch bereits für die vor (Trans)Fett, Hühnchen und Zucker strotzende Südstaatenküche fest vergeben, dennoch ist es ein sympathisches Lokal, in dem man lecker und gesund und noch dazu mit gutem Gewissen so richtig reinhauen kann! Die Gründerin meinte bei ihrer kleinen Ansprache am Eröffnungsabend, sie hätte am liebsten sogar das Besteck einfach weggelassen, also bitte: keine falsche Zurückhaltung, ordentlich in die Schüsseln fassen und genießen!

The Bowl
Warschauer Straße 33 [click to see map]
Berlin - Friedrichshain

Geöffnet: täglich von 10 - 23 Uhr

*Auf meinen Fotos sind übrigens nur die Probierportionen der Eröffnungsfeier zu sehen, im normalen Restaurantbetrieb kommt alles größer und reichhaltiger daher - nicht irritieren lassen, bitte!

Chakalaka Suppers

Ganz auf die Schnelle möchte ich heute die wunderbaren Chakalaka Pop-Up Dinners, die in unregelmäßigen Abständen im Café Futuro in Neukölln stattfinden, empfehlen. Meistens wird man hier mit südafrikanischen Spezialitäten beglückt, manchmal kommen auch tolle Kooperationen mit Kochenthusiasten aus anderen Ecken der Welt zustande, immer ist alles vegan!
Nächste Woche steht z.B. ein Multikulti Dinner an, wenn die südafrikanisch-indische Chakalaka-Stammköchin mit einer polnisch-kasachisch-koreanischen Freundin den Kochlöffel schwingt.
Behaltet am besten die Facebookseite im Auge und reserviert gleich, wenn ihr an einem Chakalaka Supper teilnehmen möchtet. Es lohnt sich!
Ich habe leider kein Foto hinbekommen als ich dort essen war, da es im Café Futuro so schummerig-dunkel war, aber ich versichere: das Essen war wunderschön und köstlich! Und sehr fair im Preis mit EUR 10 für ein Drei-Gänge-Menü. Also nichts wie hin und glücklich essen!

Chakalaka Suppers 

MioMatto

Dieses Restaurant gibt es leider nicht mehr!
Vor kurzem war ich netterweise im noch recht neuen veganen Restaurant MioMatto zum Essen eingeladen. Hier kann man sowohl italienische Klassiker wie Pizza und Pastagerichte in rein pflanzlicher Version genießen, und dabei bewundern, wie gut sich Käse, Salami und Co ersetzen lassen. Es gibt hier aber auch eine zweite Karte, auf der wöchentlich wechselnde, sehr kreative, vegane Mehrgangmenüs auf hohem kulinarischen Niveau angeboten werden. Bei diesen Menüs wird in erster Linie nicht versucht, Fleischgerichte nachzuahmen, sondern es werden eigene Ideen ausprobiert und auf neue Kreationen gesetzt, die gar nicht auf die Imitation traditionell fleischiger oder milchiger Zutaten angewiesen sind. Egal ob man sich nun für Pizza, Pasta oder Menü entscheidet, sicher ist, dass man weder als Fleischesser oder Vegetarier hier etwas vermissen wird. Was hier aus der Küche kommt, überzeugt! Der erste Gang des Menüs bestand vorige Woche aus einer wunderbar fruchtigen, sämigen Paprikasuppe, die mit einem knusprigen Croustini serviert wurde, auf dem sich Tomatenstückchen, Oliven, Kräuter und ein täuschend echtes Calamari - Imitat türmten. Ein sehr schöner Auftakt. Als Hauptgericht und meiner Meinung nach auch tatsächlich Höhepunkt, wurden wir mit geschmorter, süßsauer marinierter Aubergine verwöhnt, die auf einem samtigen Süßkartoffelmus gebettet war. Dem ganzen verlieh ein Chutney aus gesalzenen Zitronen, Koriander-Crumbles und eines meiner absoluten Lieblingskräuter, Perilla aka Shiso, den letzten Schliff - grandios! 
Zum Abschluss gab es zur Abrundung (des Menüs und der Hüften) noch ein Schokomousse mit Minzcremetupfern und Süßweingelee-Talerchen. Wer nach so viel Genuss noch nicht genug hat, kann sich auch noch einen mit viel Hingabe und Professionalität gemixt, gerührt oder geschüttelten Cocktail gönnen. Und natürlich sind auch die Cocktails vegan, hier verirrt sich keine Milch, Sahne oder Eiweiß ins Glas, anstatt mit Honig wird mit Agavensirup gesüßt. Die Männer hinter der Bar sind Spezialisten ihres Fachs, die nebenbei auch gerne mal sehr informativ über die Geschichte des Cocktails oder ihres Steckenpferdes, des Rums, referrieren. So sind sicher auch die von ihnen regelmäßig angeboteten Tastings eine Empfehlung wert. Ob nun für italienische Klassiker, feine Dreigangmenüs, Cocktails oder ein leichtes Mittagessen in der Lounge, hier dürfte für jeden Freund guter Küche was dabei sein. Mir hat es gefallen und ich komme bald mal wieder und probiere mehr!
Vielen Dank Yelp und MioMatto für die Einladung.

MioMatto
Warschauer Str. 33
Berlin - Friedrichshain

Lucky Leek

Zum neuen Jahr möchte ich heute keine Neuentdeckung empfehlen, sondern ein  Restaurant, das schon sehr lange auf meiner Liste ganz weit oben steht. Das Lucky Leek ist ein Restaurant im Kollwitzkiez, das Gourmetherzen höher und Tierherzen weiter schlagen lässt, denn was hier auf die Teller kommt ist rein pflanzlich und durchweg köstlich.
Vor ein paar Monaten ist das Lucky Leek in größere Räumlichkeiten umgezogen, so dass es nun leichter ist einen Tisch zu ergattern, eine Reservierung ist trotzdem empfehlenswert, denn die Qualität der Speisen und des Services haben sich längst herumgesprochen. Unter anderem habe ich auch im meines Wissens nach einzigen Berlin Veggie Guide in Buchform über das Lucky Leek nur Gutes gelesen.
Hier wird mit viel Kreativität und Können vegan gekocht und sämtliche Geschmacksknospen angesprochen. Es lohnt sich das Menü zu wählen, um mehr probieren zu können. Die Karte ändert sich ständig entsprechend der Jahreszeit und bietet so immer wieder neue Erlebnisse.

Bei meinem Besuch vor einigen Wochen gab es ein hervorragendes Auberginentatar mit Belugalinsenkaviar auf gebratenem Brot (wie Arme Ritter, aber natürlich nicht süß), mit veganer Sourcream, Salat und Sprossen.
Hierbei wurde zwar die Konsistenz nicht-vegetarischer Speisen wie Tatar und Kaviar nachgeahmt, die Aromen waren jedoch völlig eigenständig, bedurften keiner Anlehnung an Fleisch oder Fisch, sondern behaupteten sich sehr überzeugend durch Frische und Intensität. Das Fruchtige der Aubergine, das Nussige der Linsen, die Wärme des Brotes und die säuerliche, kräuter-grüne leichte Schärfe der Sprossen und des Rucola ergänzten sich perfekt.
Auch das Hauptgericht meiner Wahl überzeugte durch Aromenvielfalt: Rotkraut mit fruchtig süßer Hoisinsoße, Knödel mit schwarzem Sesam, ein gebratenes Seitan Medaillon, Salzmandeln und Zucchininudeln. Winterlich, wärmend, deftig, ohne aber schwer und grob daherzukommen. Jede Zutat, jeder Soßenklecks, jedes Gewürz wirkt durchdacht und an der richtigen Stelle eingesetzt. Einzig mit dem Salz wurde für meinen Geschmack ein klein bisschen zu großzügig umgegangen, aber das mag mein persönliches Empfinden sein.

Zum krönenden Abschluss konnten wir auch dem Dessert nicht widerstehen: feine, nicht zu süße, kleine Geschmacksbömbchen: ein Marzipanknödel, ein Kakaotrüffel, Kürbismousse und eine eingelegte Feige mitsamt Kekslöffel.
Ein rundum glücklichmachendes Festmahl!

Bedient wurden wir auffallend freundlich und zuvorkommend, ruckzuck stand immer jemand parat um unsere Wünsche zu erfüllen.
Momentan ist das Lucky Leek Team gerade im wohlverdienten
Urlaub, aber ab nächstem Mittwoch, 8.1., darf hier wieder in vollen Zügen genossen werden!
Am besten schonmal reservieren und sich gleich zum Jahresanfang was Feines gönnen. Auf ein leckeres Jahr 2014!

Lucky Leek
Kollwitzstr. 54
Berlin - Prenzlauer Berg

U2 Senefelder Platz

Tel: 030/66408710

Momos

Eigentlich wollte ich schon längst über das Momos schreiben, so dass man noch die letzten Herbstsonnenstrahlen an einem der Tischchen vor dem Restaurant hätte auszunutzen können, denn drinnen ist wenig Platz. Dafür ist jetzt wohl doch schon ein bisschen spät im Jahr, aber ein Besuch lohnt sich trotzdem!

Spezialität des Hauses sind die namengebenden Momos, herrliche kleine gedämpfte Teigtaschen aus Nepal mit verschiedenen vegetarischen und teils auch veganen Füllungen. Das aktuelle Speisenangebot findet sich hier.
Die traditionellen Rezepte für Momofüllungen werden hier etwas freier interpretiert und europäischen Essgewohnheiten angepasst, was aber der Gaumenfreude keinen Abbruch tut.
Dazu gibt es hausgemachte Dips, wie frischer Minze-Joghurt oder intensive Tomatensalsa.
Die Zutaten sind ausschließlich vegetarisch und aus biologischem Anbau, wenn möglich auch aus der Region. Man kann die Momos entweder einfach gedämpft genießen, oder in einer Suppe oder angebraten. Zum Dessert gibt es auch Momos aus Zimtteig mit süßer Bananenfüllung.
Sehr lecker! Allerdings sind Momos nichts für den Riesenhunger in Kombination mit dem Minigeldbeutel, aber in Anbetracht des Genusses, der hochwertigen Biozutaten und des enormen Arbeitsaufwandes bei der Zubereitung der Teigtäschchen, ist der Preis in Ordnung.
Eine schöne Bereicherung des kulinarischen Stadtplans. Und wenn drinnen alle Plätze belegt sind, gibt es die Momos auch zum Mitnehmen...

Momos
Fehrbelliner Str. 5
Berlin-Mitte

U2 Senefelder Platz

Tel: 0176-24315868

Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag: 12:00 bis 19:30 Uhr
Freitag: 12:00 bis 21:00 Uhr
Samstag: 13:00 bis 21:00 Uhr
Sonntag: Ruhetag

Nimmersatt unterwegs: Budapest

Ungarn, das Land von Gulasch und Salami! So das Klischee und daran hat sich auch nicht wirklich viel geändert. Zumindest ist das das Bild, das sich Touristen auf den ersten Blick hin bietet. Aber zum Glück verhält es sich zumindest in Budapest ähnlich wie in Berlin, der Stadt der Currywürste und Döner: man muss nur ein klein bisschen genauer schauen und schon findet man auch eine Unmenge anderer, oft genug auch vegetarischer Leckereien.
Nicht nur was das Essen angeht, lohnt sich in Pest oft ein Blick in die Hinterhöfe: manchmal sehen sie einfach nur sehr speziell aus, oft genug verbirgt sich darin ein Biergarten, und an Sonntagen sollte man auf jeden Fall den Weg zum Szimpla Kert finden und besser nicht zuviel gefrühstückt haben.

Hier wird sonntagvormittags ein Bauernmarkt abgehalten, bei dem sich Tische, aufgesägte Trabis und Bäuche biegen, vor lauter regionaler, hausgemachter, frischer Köstlichkeiten. Sei es direkt vom Kleinbauern hergestellter Ziegenkäse (gerne geräuchert, geflochten, gekringelt oder in Croissantform!), selbsteingekochte Marmeladen oder Gemüsebrotaufstriche, natürlich Paprika in allen denkbaren Varianten, tollen Blechkuchen, oder auch "Budapesto" mit Kräutern der Umgebung...
Dazu Musik, nette Atmosphäre, Probierhäppchen, nicht wenige Touristen, aber auch eine Menge Anwohner, die sich all diese schönen Lebensmittel auch nicht entgehen lassen wollen.



Und dann gibt es natürlich die berühmten Kaffeehäuser... Bei einem guten Stück Torte kann ich ja nie nein sagen und wenn sie in dem in Budapest üblichen Format (was Größe und Reichhaltigkeit angeht) daherkommen, ist das auch schon eine Mahlzeit. Völlig zurecht berühmt sind die Torten von Gerbeaud. Das seit 1858 bestehende Café Gerbeaud ist quasi das erste Haus am Platze, was Konditorenkunst und feinste Innenstadtlage angeht. Von daher ist es auch nicht gerade billig, es geht eher so in Richtung 1 Forint pro Kilokalorie (und die Torten sind alles andere als diätgeeignet...). Und trotzdem wird man keinen Bissen bereuen. 
Was hier an Kaffee, Kuchen, Torten, süßen Teilchen, Macarons und Sandwiches serviert wird, ist absolut großartig.

Auf dem Weg zum Stadtwäldchen kamen wir am Südostasiatischen Goldmuseum vorbei und haben zufällig von außen ein Schild gesehen, dass das Museum auch ein Teehaus beherbergt. Dieser Zufallsfund erwies sich als ganz besonderes Kleinod. Hier gibt es nicht nur hervorragende Grüntees aus u.a. Vietnam und Laos, Blütentees und Teecocktails, sondern auch ganz wunderbare Kuchen und Törtchen. 
Diese kann man sich entweder im herrlich überschwenglich eingerichteten Innenraum oder auf der sonnigen Terrasse im mit Skulpturen, Wasserspielen und asiatischen Pflanzen gestalteten Garten zu Gemüte führen. Traumhaft!

Nicht allzu weit von der Andrássy útca, wo das Museum mit Teehaus liegt, befindet sich auch etwas versteckt ein hervorragendes veganes Restaurant, das Napfényes. Hier bekommt man tatsächlich auch Gulaschsuppe, allerdings ohne Fleisch, aber nicht weniger herzhaft mit verschiedenen Bohnen, Paprika und Griesklößchen. Diese Vorspeise traf schonmal ganz meinen Geschmack und auch mit dem Hauptgericht, einer vegetarischen Grillplatte für 2, wurden wir nicht enttäuscht.
Besonders lecker waren die mit Gemüse gefüllten, gerollten und mit Sesampanade umhüllten Pfannkuchen (für die Berliner: gemeint sind Eierkuchen, aber in diesem Fall ohne Ei!). Aber auch die senfig marinierten Seitanstückchen, das Rotkraut und die fein gewürzten Stampfkartoffeln und hausgemachten Saucen waren nicht zu verachten.
Sehr gut haben mir auch die frisch selbst hergestellten Limonaden mit Rosenwasser oder Ingwergeschmack gefallen.

Und zu guter Letzt möchte ich noch die an verschiedenen Standorten in der Stadt zu findende Hummus Bar empfehlen. Das Motto dieser kleinen Kette, die sich auf das Beste aus der Kichererbse spezialisiert hat, ist "Hummus is sexy" - da kann ich nur zustimmen!
Ich persönlich kann mich der Erotik von so gutem Hummus, Shakshuka, Falafel und Taboule nicht entziehen. Und will es auch garnicht versuchen, zu schön ist der Genuss...

Szimpla Kert Farmer's Market
VII. ker. Budapest
Kazinczy u. 14.
Jeden Sonntag 9-14 Uhr

Gerbeaud
1051 Budapest Vörösmarty tér 7-8.
Täglich 9 - 21.00 Uhr

Sövény Aladár Teahouse

1062, Budapest, Andrássy út 110
Täglich 10.00 - 19.00 Uhr

Napfényes Etterem
1077 Budapest, Rózsa utca 39
Täglich 12.00 - 22.30 Uhr

Hummus Bar
verschiedene Filialen, manche rein vegetarisch, andere bieten auch israelische Fleischgerichte
Adressen und Karte hier

La Mano Verde

Dieses Restaurant ist umgezogen in den Kempinski Plaza, Uhlandstr. 181-183, 10623 Berlin - Charlottenburg

Versteckt in einem Winkel von Mitte, in den es einen normalerweise nicht zum Aus- und Essengehen verschlägt, liegt ein absolutes Kleinod der veganen Küche. Das La Mano Verde bietet abseits von jedem chici Szeneschnickschnack feine vegane Gerichte und sehr raffinierte Rohkost. Die Preise sind eher gehoben, aber man bekommt auch wirklich etwas geboten: hochqualitative Zutaten, ungewöhnliche Zusammenstellungen, neue Geschmackserlebnisse, ganz ohne Geschmacksverstärker und tierische Erzeugnisse.

Das geht schon bei den Vorspeisen los: Feldsalat mit Passe Pierre Algen (auch Salicorne, Meeresspargel oder -bohnen genannt) und Avocado, Edamame Bohnen und Orangenfilets... oder auch sehr (roh)köstlich und ganz schön füllend: Tomaten-Oliventörtchen mit Pilzsalat und Basilikumöl!




Bei den Hauptspeisen fällt die Wahl auch wirklich schwer: so gut klingt alles! Z.B. hausgemachte Kartoffel-Mangoldravioli mit Kräuterseitlingen in Trüffelrahmsauce - die Ravioli mit dem richtigen Biss und die Sauce wirklich schön cremig und trüffelig, nur vom Mangold war nicht viel zu entdecken und auch die Kräuterseitlinge waren etwas rar.



Oder den deftigen gebratenen Tempeh mit Tomaten-Mandelkruste und Kartofel-Lauchpuree, Fenchel und Cranberry Jus - toll! Oder doch die Spaghetti mit Meeresgemüse, getrockneten Tomaten, Sesam und Chili in Koriander-Knoblauchöl und Pinienkern "Parmesan"? Hmmmmm....

Zum Nachtisch kann ich das am Tisch flambierte Zitronengras-Kokos Creme Brulee empfehlen, oder auch den Triple Chocolate Fudge (wobei dieser das einzige Gericht war, bei dem ich dachte, mit Milch-Eiern-Butter zubereitet, wäre er wohl noch leckerer gewesen - aber natürlich auch viel schwerer im Magen gelegen!).


Eher etwas mickrig für 7,50 EUR fand ich das Black Forrest genannte Dessert, das ungefähr die Größe von zwei Pralinen hatte, garniert mit ein wenig Obst. Das hätte wirklich etwas mehr sein dürfen.
Das Restaurant ist zwar nicht klein, es ist aber trotzdem empfehlenswert einen Tisch zu reservieren - weniger weil man fürchten muss, keinen Platz mehr zu bekommen, sondern viel mehr, weil die Gerichte recht aufwendig vorzubereiten sind und die Küche sich auf die ungefähre Gästezahl einstellen muss. Als wir vor einiger Zeit, ohne zu reservieren, zu viert dort einfielen, war die Verlegenheit erst groß, dann haben wir uns zwar doch setzen dürfen, wurden aber vor längeren Wartezeiten gewarnt und tatsächlich dauerte alles ein Weilchen.
Als ich ein andermal vorher reserviert hatte, ging alles tatsächlich viel schneller.
Dem Klischee entsprechend sind die weiblichen Gäste haushoch in der Überzahl - schön blöd, wenn Mann sich das entgehen lässt. Das feine Essen meine ich jetzt natürlich... ;)

La Mano Verde
Scharnhorststr. 28-29
Berlin-Mitte
Tel. (030) 827.03.120
Öffnungszeiten 17- 23 Uhr - Dienstag geschlossen
Kempinski Plaza nähe Ku'damm 
Uhlandstr. 181-183
10623 Berlin 
offen: Dienstag bis Samstag 
12:00 -15:30 Uhr und 18:00-23:00 Uhr
Tel. (030) 827 03 120

Hans Wurst


Dieses Restaurant wurde leider geschlossen!

Im Hans Wurst wird nicht gekaspert, trotz des Namens, hier wird lecker gekocht und genossen. Im Hans Wurst gibt's keine Wurst, trotz des Namens, hier wird lecker vegan gekocht und genossen, ohne dass dem Gast der Verzicht auf tierische Zutaten überhaupt auffallen muss. Wer vermisst schon irgendetwas, bei einem im Ofen gebackenen Hokkaido Kürbis, gefüllt mit einem Reispilau mit Seitan und Zucchini an einer fruchtigen Paprikasauce, dekoriert mit rohem Fenchel, Orange und Chicoree..
Es gibt nur eine kleine, aber feine Tageskarte mit Tofu-Burgern, Pizza, Salat, Suppe und wechselnden, saisonalen Gerichten, großteils auch bio, wie z.B. dem erwähnten Kürbis. Auch ein-zwei verlockende Desserts sind im Angebot. Alle Speisen kosten unter 10 Eur und sind wirklich liebevoll zubereitet und angerichtet. Den einzigen kleinen Abzug würde ich persönlich dafür erteilen, dass die Burger nicht in Brötchen, sondern zwischen zwei Toasts serviert werden - aber meine Begleitung hat das wiederum nicht weiter gestört, also bin ich da vielleicht auch einfach ein bisschen mäkelig.
Zum Aufzuwärmen bei den (fast) sibirischen Temperaturen momentan, kann ich sowohl die heiße Sojamilch mit Agavendicksaft, als auch den Chai (Soja) Latte empfehlen.
Sonntags gibt es außerdem veganen Brunch zwischen 11 und 17 Uhr.
Das Hans Wurst gleicht von der Einrichtung her vielen Cafes/Kneipen im Prenzlauer Berg: alte Sofas, wacklige Stühle, Holztische, eher minimalistisch dekoriert, ein DJ Pult mit Plattenspielern... man würde nicht unbedingt vermuten, dass es hier überhaupt (außer vielleicht Salzstangen) etwas zu Essen gibt, erst recht nicht so gute vegane Gerichte.
Oft denke ich bei vegetarischen oder veganen Restaurants: gut gemeint und symphatisch, aber kochen kann ich mir zuhause besser. Man merkt häufig, dass keine Profis in der Küche stehen und dann auch eher auf Studenten-WG-Küchenniveau gekocht wird. Diesen Eindruck habe ich vom Hans Wurst nicht, hier weiß man in der Küche wie es geht! So macht das Spaß!


Hans Wurst

Dunckerstrasse 2a
Berlin-Prenzlauer Berg
U2 Eberswalderstr. / M10 Husemannstr
offen: Mo-Sa: ab 12:00, So ab 11:00, Küche von 12 - 22 Uhr

Yellow Sunshine

Ein Artikel über das Yellow Sunshine ist eigentlich schon ewig fällig. Deutschlands erstes vegetarisches Bio Fast Food Diner darf natürlich nicht länger hier fehlen, obwohl (oder gerade weil) es mittlerweile einige Nachahmer gibt. Ich glaube, ich habe nur nie früher über das Yellow Sunshine geschrieben, weil es sowieso immer überall als erste Anlaufstelle genannt wird, wenn jemand nach einem vegetarischen Restaurant in Berlin fragt. Nicht zu unrecht, aber hier auf dem Nimmersatt Blog soll ja eigentlich immer etwas Neues stehen und nicht das, was sowieso jeder kennt.
Aber egal, das Yellow Sunshine hat eine Empfehlung definitiv verdient und vielleicht gibt es ja doch den ein oder anderen Vegetarier, der noch nicht dort war, oder den ein oder anderen Nicht-Vegetarier, der neugierig ist wie wohl eine phosphatfreie Seitan-Currywurst schmeckt, eine vegane Gyrospfanne oder auch ein Spinat-Käse-Burger...

Auf meinem Photo zu sehen ist der feine Hot Chili Burger, ein echter Seelenwärmer! Ein saftiger vegetarischer Bratling in einem warmen Sesambrötchen, mit Salat, Tomate, Zwiebel, Essiggurke und reichlich Chili-Ketchup, wie sich das gehört! Manchmal muss sowas einfach sein! Bei aller Liebe zu raffinierter asiatischer Küche, kunstfertigen Törtchen oder mediterranen Spezialitäten, es gibt einfach Momente im Leben, da habe auch ich Burger-Cravings und dann ist Yellow Sunshine der perfekteste Ort zum glücklich werden. Mit Soße an der Backe und anschließendem Fingerlecken.

Nach dem erwähnten veganen Gyros und der Currywurst hatte ich allerdings bisher noch nicht so richtig Verlangen, mutige Vorkoster dürfen gerne ihre Erfahrungen in den Kommentaren schildern.
Die Burger kosten so um die 4 Eur, also nicht gerade superbillig, aber für bio und lecker auch nicht übermäßig teuer. Es werden auch Burgermenüs angeboten, mit Pommes Frites, Salat und Softdrink. Außerdem gibt es eine Tagessupppe und zum Vernaschen Partybällchen, vegane Nuggets oder auch ein Softeis zum Dessert.
Viel Spaß beim Fast-Food-Frönen!


Yellow Sunshine

Wiener Straße 19
Berlin-Kreuzberg [click here to see map]

geöffnet So-Do 12°°-24°° und Fr-Sa 12°°-01°° Uhr

Tel.: 030/69598720

Daily Juice

Ich weiß, der Sommer in Deutschland ist sehr wechselhaft und laut wetter.de hat es in Berlin momentan gerade mal 15°C: Fröstel! Darf ich erwähnen, dass hier in Japan heute in etwa das Doppelte gemessen wurde.. Na, wie auch immer, das kann sich ja erstens schnell wieder ändern und zweitens soll es hier ja auch nicht ums Wetter gehen, sondern um Kulinarisches. Darum heute auf die Schnelle ein kleiner, aber feiner und trotzallem sehr sommergeeigneter Tipp. Daily Juice am Rosenthaler Platz bietet Flüssignahrung aufs Feinste. Hier gibt es eine breite Auswahl frischgepresster Frucht- und Gemüsesäfte, Smoothies, Lassis und auch Suppen, falls jemandem wegen der kühlen Witterung doch eher der Sinn nach etwas Warmem steht. Klar, frische Säfte bekommt man vielerorts, aber hier gibt es ein paar ungewöhnliche Mischungen, der Laden ist ganz angenehm und der wechselnde Smoothie des Tages kostet nur 2 Euro und ist nicht wenig. Im Bild zu sehen ist links "Sommerfrische" (hach, wie passend ;D), bestehend aus Weintrauben, Wassermelone und Birne und rechts die schön saure "Karola", aus Karotte, Orange und Acerola. Wer es etwas gewagter haben möchte, kann sich zum Bsp. Gurken Lassi bestellen oder "Carioca", ein Smoothie aus Maracuja, Ananas, Sellerie, Orange und Ingwer. Mich haben allerdings eher die beerigen Mischungen angelacht, wie Himbeer, Birne und Honigmelone im "Fruity Kids", oder doch eher Ananas mit Minze... Schaut am besten selbst auf die Karte und findet eigene Favoriten - die Auswahl fällt Fruchtliebhabern sicher nicht leicht!
Suppen habe ich dort noch nicht probiert, finde es aber lobenswert, dass sie eine ausdrücklich vegane (und lecker klingende) Spinat-Cocos Suppe im Angebot haben.
Die Getränke sind jedenfalls sehr empfehlenswert, vor allem weil sie frisch gemischt werden und nicht schon wie sonst öfter zu sehen in großen Karaffen fertig da stehen. Das sieht zwar hübsch aus, aber die Vitamine verabschieden sich schon nach kurzer Zeit, dafür finden sich andere unliebsame Gäste ein, die gerne mal Magengrimmen verursachen. Dies passiert bei Daily Juice nicht und laut Angebotstafel wird auch alles mit viel Liebe gemixt - was kann da noch schiefgehen!
Und wenns mit der Sonne nicht hinhaut, gegen Erklältungen ist so eine Vitaminbombe sicher auch sehr wirksam...

Daily Juice
Torstr. 124
[click to see map]

Berlin-Mitte

Tram und U Rosenthaler Platz

Maja's Deli

Nachdem ich in meinen letzten Blogposts nur von Japan und nur von Süßigkeiten geschrieben habe, gibts heute mal wieder was Deftiges, Gesundes aus Berlin. Schon lange auf meiner Liste dringender Empfehlungen wartet nämlich Maja's Deli, ein veganer Imbiss, der sich früher auf der Schönhauser Allee befand, sich aber seit nun sicher schon zwei Jahren in der ruhigeren Pappelallee eingerichtet hat.
Was hier auf den Teller kommt ist keine 5 Sterne Gourmet-Kochkunst, sondern vielmehr grundehrliches, tierfreies Essen, wie aus der Studenten-WG Küche. Lecker, gut sättigend und wie daheim gekocht.
In diesem kleinen Laden wird nicht so viel Wert darauf gelegt wie das Essen präsentiert wird und manchmal ist auch ein bisschen zu stark oder zu lasch gewürzt, aber das kommt hier irgendwie ganz sympathisch rüber, steigert das heimelige Gefühl und es ist nie so, dass es mir dort mal nicht geschmeckt hätte. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen Gemüsesoßen oder Aufläufen und dazu Reis, Couscous, Hirse o.ä. Außerdem gibt es täglich wechselnde Suppen.

Meine auf dem Foto festgehaltene Wahl ist ein Gemüse-Kokos-Curry mit Kokoskruste überbacken und Hirse. Die Ursprünge der Gemüserezepte sind meistens geographisch in Indien, Südostasien und dem Mittelmeerraum zu verorten.
Leider nicht auf dem Foto, aber enorm empfehlenswert sind die veganen Backwaren. Wenn es Erdbeer-Rhababer Muffins gibt: zuschlagen! Das ist ein Befehl! Die sind wirklich super.
Alles gibt es auch zum Mitnehmen und sogar Cateringservice wird angeboten. Man kann es sich aber auch einfach drinnen auf den Barhockern oder draußen auf den blitzeblauen Sitzgelegenheiten bequem machen.
Go vegan!

Maja's Deli
Pappelallee 11 (click to see map)

Berlin - Prenzlauer Berg
Tel: 030 484 94851
10-18 Uhr geöffnet (ich glaube nur wochentags, bin mir aber nicht sicher)

U2 Eberswalder Str, Tram 12 Eberswalder Str/Pappelallee oder Raumerstr.

Sigiriya

Und gleich nochmal ein Tipp in Friedrichshain. Diesmal handelt es sich um die sri lankische Küche des Restaurants Sigiriya. Viele Gerichte, die hier angeboten werden kommen jedem, der häufiger indisch essen geht sicher bekannt vor, doch auch es gibt auch einiges neues zu entdecken.
So zum Beispiel das oben im Vordergrund abgebildete Gericht aus gebratenen Teigstücken mit Gemüse und speziellen Gewürzen nach Sri Lanka Art, Papadam und Salat. Der buntgemischte Salat in diesem sympathischen Lokal ist aus biologischem Anbau und eine super Abwechslung zu den sonst häufig nur aus den billigsten Zutaten hergestellten, miesen Beilagensalaten anderer südasiatischer Restaurants. Selbst Gerichte, die bekannt klingen, wie Dhal z.B. haben hier eine ganz eigene Note.
Zur Vorspeise kann ich das mit Gemüse gefüllte Fladenbrot mit Curry- und Tamarindensoße sehr empfehlen. Feine Soßen, eigene Gewürzmischungen, frische Kräuter und Gemüse zeichnen das Sigiriya besonders aus.
Auch (aber nicht nur) für Vegetarier und Veganer ist dieses Restaurant ein kleines Paradies. Hier sei auf die große Zahl extra als vegan oder ovo-lacto-vegetarisch ausgezeichneter Gerichte auf der Karte, die auch auf der Website zu finden ist, hingewiesen. Auch schöne Milkshakes, Lassis und ungewöhnliche Teemischungen gibt es zu probieren. Achja, die Preise sind auch noch superfair! Hier war ich sicher nicht zum letzten Mal :)


Sigiriya
Grünberger Str. 66
Berlin - Friedrichshain
U und Tram Frankfurter Tor