Ocelot

not just another bookstore... rühmt sich dieser erst vor wenigen Monaten eröffnete Laden in der Brunnenstraße. Und tatsächlich, die Bücher scheinen bei Ocelot mit besonderer Sorgfalt ausgewählt und präsentiert, außerdem gibt es hervorragenden Kuchen!
Bei so einem Brownie oder einem wunderbaren Heidelbeer-Cheesecake und einem Chai, umgeben von schönem Lesestoff, lässt sich dieses Winterwetter doch viel besser ertragen...

Ocelot
Brunnenstraße 181 (click for map)
10119 Berlin Mitte

offen: Montag bis Samstag 10 bis 20 Uhr

Nimmersatt unterwegs: Madeira

Frohes neues Jahr wünsche ich noch allen nimmersatten Lesern dieses Blogs! 
 
 
Kurz vor dem Jahreswechsel habe ich noch ein paar Tage Sonne auf Madeira getankt. Neben den herrlichen frisch geernteten Früchten aller Art (darunter auch manch ungewöhnliches, wie Annona, Monsterafrüchte, Tamarillos, Pitangas...) haben mir dort in kulinarischer Hinsicht vor allem die Backwaren gefallen.
Lokale Spezialität ist Bolo do Caco, ein Fladenbrot aus Weizen- und/oder Kartoffelmehl. Serviert wird es noch heiß mit Knoblauchbutter - ein Genuss!
Besonders köstlich und noch dazu riesig war es an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in der Hauptstadt Funchal, wo die Fladen ganz traditionell auf Platten über offenem Holzfeuer gebacken wurden.
Zur Weihnachtszeit gab es auch überall den feinen Bolo de Mel, ein Gewürzkuchen mit reichlich Zuckerrohrsirup (nicht Honig, wie der Name vermuten lässt). Zuckerrohr, früher Hauptexportgut der Insel, und Honig wiederum sind Hauptzutaten des omnipräsenten Poncha, ein leckerer Rumpunch mit Fruchtsaft.
Ein weiterer Favorit, klein aber gehaltvoll, sind Pastel de Nata, vor allem jene der Pastelaria Galã in Machico. Dieses Konditorei/Café hat eine Theke, die vor lauter Leckereien nur so überquillt, freundlichen Service, guten Kaffee (z.B. Galão) und die quitschigsten Motivtorten, die man sich vorstellen kann.
Auch (wenn nicht sogar vor allem) bei den Locals sehr beliebt, ist dieser Laden immer gut frequentiert, so dass man stets was zu kucken hat.
Und die Pasteis sind wirklich ein Traum. Das ist nicht nur mir aufgefallen - Galã  beliefert auch verschiedene Cafés auf der ganzen Insel mit den kleinen Törtchen.
 

Pastelaria Galã 
Rua General Antonio
Teixeira de Aguiar nº3
9200-094 Machico
Madeira
T: +351291965720

Gong Gan (aka Memory Café)

Direkt neben dem Vintage Design Laden Memory Shop liegt dieses schöne Café, das bis vor kurzem Memory Café hieß. Nun hat es scheinbar nicht nur einen neuen Namen, Gong Gan, sondern auch einen neuen Betreiber, der seine Gäste nicht nur mit Kaffee und Tee glücklich macht, sondern auch mit köstlichen koreanischen Gerichten.
Beim vegetarischen Bibimbab wird der Reis mit viel frischem Gemüse, Salat, Tofu, getrockneten Algen, Pilzen gekrönt. Es wird ohne Spiegelei zubereitet, ist also auch für Veganer geeignet. Die scharfe Sauce kommt extra, so dass jeder Gast nach Geschmack dosieren kann. Wichtig bei Bibimbab ist ja immer nur, dass man alles ordentlich vermengt...
Eher untypisch wird dieses Bibimbab hier nicht im beinahe glühenden, irdenen Gefäß serviert, sondern in einer großen Schale. Vorteil: man verbrennt sich nicht so leicht. Nachteil: der Reis backt am Boden nicht so schön knusprig an.

Abends hat das Café nur Freitags und Samstags geöffnet, ansonsten bietet es sich aber für die Mittagspause oder einen leckeren Tee (frischer Ingwer ist ideal zu dieser Jahreszeit...) oder Kaffee unheimlich gut an.
Die Portion Bibimbab ist für 6 Eur üppig und liegt trotzdem zu Mittag nicht schwer im Magen, dank der vielen frischen, leichten Zutaten.
Außerdem ist die großteils selbstgemachte bzw. mit Geschmack ausgewählte Einrichtung sehr gelungen und die Atmosphäre total angenehm, wozu auch der äußerst freundliche Service noch beiträgt.

Ein perfekter Ort um sich bei Berliner Wintersauwetter aufzuwärmen und zu stärken!
Danke für den Tipp, liebe Bloody Bunny.

Gong Gan (aka Memory Café)
Schwedter Straße 2 Berlin - Mitte [click for map]
U2 Senefelder Platz

offen:
offen:
Mo - Do: 9:00 - 19:00 Uhr
Fr - Sa: 9:00 - 22:00 Uhr

Nimmersatt unterwegs: Budapest

Ungarn, das Land von Gulasch und Salami! So das Klischee und daran hat sich auch nicht wirklich viel geändert. Zumindest ist das das Bild, das sich Touristen auf den ersten Blick hin bietet. Aber zum Glück verhält es sich zumindest in Budapest ähnlich wie in Berlin, der Stadt der Currywürste und Döner: man muss nur ein klein bisschen genauer schauen und schon findet man auch eine Unmenge anderer, oft genug auch vegetarischer Leckereien.
Nicht nur was das Essen angeht, lohnt sich in Pest oft ein Blick in die Hinterhöfe: manchmal sehen sie einfach nur sehr speziell aus, oft genug verbirgt sich darin ein Biergarten, und an Sonntagen sollte man auf jeden Fall den Weg zum Szimpla Kert finden und besser nicht zuviel gefrühstückt haben.

Hier wird sonntagvormittags ein Bauernmarkt abgehalten, bei dem sich Tische, aufgesägte Trabis und Bäuche biegen, vor lauter regionaler, hausgemachter, frischer Köstlichkeiten. Sei es direkt vom Kleinbauern hergestellter Ziegenkäse (gerne geräuchert, geflochten, gekringelt oder in Croissantform!), selbsteingekochte Marmeladen oder Gemüsebrotaufstriche, natürlich Paprika in allen denkbaren Varianten, tollen Blechkuchen, oder auch "Budapesto" mit Kräutern der Umgebung...
Dazu Musik, nette Atmosphäre, Probierhäppchen, nicht wenige Touristen, aber auch eine Menge Anwohner, die sich all diese schönen Lebensmittel auch nicht entgehen lassen wollen.



Und dann gibt es natürlich die berühmten Kaffeehäuser... Bei einem guten Stück Torte kann ich ja nie nein sagen und wenn sie in dem in Budapest üblichen Format (was Größe und Reichhaltigkeit angeht) daherkommen, ist das auch schon eine Mahlzeit. Völlig zurecht berühmt sind die Torten von Gerbeaud. Das seit 1858 bestehende Café Gerbeaud ist quasi das erste Haus am Platze, was Konditorenkunst und feinste Innenstadtlage angeht. Von daher ist es auch nicht gerade billig, es geht eher so in Richtung 1 Forint pro Kilokalorie (und die Torten sind alles andere als diätgeeignet...). Und trotzdem wird man keinen Bissen bereuen. 
Was hier an Kaffee, Kuchen, Torten, süßen Teilchen, Macarons und Sandwiches serviert wird, ist absolut großartig.

Auf dem Weg zum Stadtwäldchen kamen wir am Südostasiatischen Goldmuseum vorbei und haben zufällig von außen ein Schild gesehen, dass das Museum auch ein Teehaus beherbergt. Dieser Zufallsfund erwies sich als ganz besonderes Kleinod. Hier gibt es nicht nur hervorragende Grüntees aus u.a. Vietnam und Laos, Blütentees und Teecocktails, sondern auch ganz wunderbare Kuchen und Törtchen. 
Diese kann man sich entweder im herrlich überschwenglich eingerichteten Innenraum oder auf der sonnigen Terrasse im mit Skulpturen, Wasserspielen und asiatischen Pflanzen gestalteten Garten zu Gemüte führen. Traumhaft!

Nicht allzu weit von der Andrássy útca, wo das Museum mit Teehaus liegt, befindet sich auch etwas versteckt ein hervorragendes veganes Restaurant, das Napfényes. Hier bekommt man tatsächlich auch Gulaschsuppe, allerdings ohne Fleisch, aber nicht weniger herzhaft mit verschiedenen Bohnen, Paprika und Griesklößchen. Diese Vorspeise traf schonmal ganz meinen Geschmack und auch mit dem Hauptgericht, einer vegetarischen Grillplatte für 2, wurden wir nicht enttäuscht.
Besonders lecker waren die mit Gemüse gefüllten, gerollten und mit Sesampanade umhüllten Pfannkuchen (für die Berliner: gemeint sind Eierkuchen, aber in diesem Fall ohne Ei!). Aber auch die senfig marinierten Seitanstückchen, das Rotkraut und die fein gewürzten Stampfkartoffeln und hausgemachten Saucen waren nicht zu verachten.
Sehr gut haben mir auch die frisch selbst hergestellten Limonaden mit Rosenwasser oder Ingwergeschmack gefallen.

Und zu guter Letzt möchte ich noch die an verschiedenen Standorten in der Stadt zu findende Hummus Bar empfehlen. Das Motto dieser kleinen Kette, die sich auf das Beste aus der Kichererbse spezialisiert hat, ist "Hummus is sexy" - da kann ich nur zustimmen!
Ich persönlich kann mich der Erotik von so gutem Hummus, Shakshuka, Falafel und Taboule nicht entziehen. Und will es auch garnicht versuchen, zu schön ist der Genuss...

Szimpla Kert Farmer's Market
VII. ker. Budapest
Kazinczy u. 14.
Jeden Sonntag 9-14 Uhr

Gerbeaud
1051 Budapest Vörösmarty tér 7-8.
Täglich 9 - 21.00 Uhr

Sövény Aladár Teahouse

1062, Budapest, Andrássy út 110
Täglich 10.00 - 19.00 Uhr

Napfényes Etterem
1077 Budapest, Rózsa utca 39
Täglich 12.00 - 22.30 Uhr

Hummus Bar
verschiedene Filialen, manche rein vegetarisch, andere bieten auch israelische Fleischgerichte
Adressen und Karte hier

Joris

In der Brunnenstr, nicht weit von dem köstlichen vietnamesisch-vegetarischen Restaurant Chay Viet, hat diesen Sommer das auf Ofenkartoffeln spezialisierte Joris eröffnet. Das Essen ist so simpel wie gut, die über der Theke an die Wand geschriebenen, verschiedenen Zusammenstellungsoptionen sind wiederum etwas komplizierter, wurden uns aber zum Glück hilfreich und nett erklärt.
Zu den gebackenen Kartoffeln können diverse kalte Beilagen wie Quark, Salat, Tomaten, Kichererbsen, Oliven, marinierte Pilze o.ä. gewählt werden, oder aber warme Soßen, zum Beispiel Bolognese mit Gemüse oder ein Pilzragout.
Frische Kräuter sind lobenswerterweise immer einige dabei und zu den kalten Beilagen kann man sich eines der leckeren Dressings aussuchen, Himbeeressig ist sehr empfehlenswert...
Wer keine Lust auf Kartoffeln hat, kann stattdessen eine Suppe nehmen. Diese werden täglich mit saisonalen Zutaten frisch zubereitet.
Die Einrichtung des Joris ist schlicht, hell und geschmackvoll, mit einigen hübschen Details wie einer alten Küchenwaage etc.
Der einzige Wermutstropfen ist meiner Meinung nach der etwas hohe Preis. Um die 7 Eur für ein einfaches Kartoffelgericht finde ich ziemlich happig.
Aber es schmeckt und ist auf jeden Fall super und zudem gesund für die Mittagspause, wenn man in der Gegend arbeitet.

Joris
Brunnenstr. 158
Berlin - Mitte
Tel: 030/47365973

U8 Bernauer Str

offen:
Mon - Sa:  8:30 - 20:30 Uhr
So:10:00 - 20:30 Uhr