Core
In der Pappelallee führt nun schon seit einiger Zeit ein kleines koreanisches Restaurant ein eher unauffälliges Dasein. Das Core ist ein schlichtes, angenehm helles Lokal, das vor allem durch die ungemein gastfreundlichen Damen, die dort arbeiten, eine warme und herzliche Atmosphäre ausstrahlt. Zur Begrüßung bekamen wir, kaum dass wir saßen, eine feine Vorspeise aufs Haus: eine Art vegetarisches, koreanisches Sushi, in Seetang gewickelte Reisröllchen mit Gemüsefüllung. Das erfreut natürlich Herz und nimmersatten Gaumen.
Die Freude bleibt auch beim Blick auf die Karte, mit ihrer schönen Auswahl auch vegetarischer Gerichte, den günstigen Preisen (2,50 - 6,50 Eur) und dem Hinweis auf den Verzicht auf Glutamat, erhalten.
Ganz köstlich waren die vegetarisch gefüllten, goldbraun angebratenen Teigtaschen, die wir uns als weitere Vorspeise teilten. Sehr empfehlenswert!
Ich habe als Hauptgang verschiedene Kleinigkeiten bestellt, was sich als gute Entscheidung erwies. Ohne Reis, Misosuppe und Kimchi geht gar nichts, darum fiel diese Wahl leicht und die drei Basics entsprachen voll und ganz meinen hohen Erwartungen. Die Misosuppe war herzhaft und großzügig mit Tofu und Algen angereichert. Mit Kimchi bin ich sowieso leicht zu begeistern, wenn ich es auch gerne noch schärfer habe. Desweiteren hatte ich in Sojasauce geschmorte Erdnüsse und äußerst leckeren blanchierten Spinat mit Sesam. Ich war rundum zufrieden!
Die Gerichte meiner Begleitungen waren auch nicht schlecht, wenn auch nicht ganz so hervorragend wie mein Essen. Das Bi Bim Bab war zwar sehr lecker, aber mir fehlte die Kruste angebackenen Reises, die ich eigentlich immer für ein entscheidendes Charakteristikum von Bi Bim Bab gehalten habe. Aber ich bin keine Spezialistin für koreanische Küche und wie gesagt, gut geschmeckt hat es trotzdem!
Die Glasnudeln mit gedünstetem Gemüse an Reis waren hingegen eher durchschnittlich, nicht übel, aber auch nicht so wirklich ein Geschmackserlebnis.
Es hätte etwas mutiger gewürzt werden dürfen und nicht nur sehr reichlich Sojasauce zum Einsatz gebracht werden müssen.
Also ich rate zu den Vorspeisen und einer Zusammenstellung leckerer Kleinigkeiten, damit wird man bei Core glücklich und kann so auch viele verschiedene Delikatessen probieren. Es lohnt sich!
Core
Pappelallee 84
Berlin-Prenzlauer Berg [click to see map]
U Eberswalder Straße, Tram 12, M1 und 10
geöffnet täglich 13-22 Uhr
Eingestellt von
Julia
um
7.3.09
1 Kommentare
Labels: asiatisch, koreanisch, PrenzlauerBerg
Mit Vorsicht zu genießen!
Da schreibt man nun einen Blog darüber, wo man in Berlin gut essen gehen kann und heute flattert von allen Seiten die Negativliste des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt Pankow ins Haus. In dieser wimmelt es nur so von Hygienemängeln, Rattenbefall und sonstigen Misständen in Restaurants dieses Bezirkes. Erstellt wurde diese Liste im Rahmen des Smiley Projektes Pankow, mehr dazu hier [click!].
Was soll man davon halten? Es ist natürlich leicht nun mit "Schmuddelrestaurants" zu titeln, "iiiih" zu schreien und mit gerümpfter Nase an den gelisteten Lokalen vorbeizumarschieren. Klar, ich war auch erstmal froh, keines der von mir auf dem Nimmersatt Blog empfohlenen Restaurants auf der Liste vorzufinden. Und auch klar: ich werde sicherlich auch nicht gleich morgen in eine der angeprangerten Gaststätten marschieren und mit größtem Appetit dort essen. Aber trotzdem sollte man auch diese Liste etwas differenziert betrachten.
Erstens haben sich die Restaurants so weit ich das verstehe, freiwillig checken lassen. Das deute ich schonmal als guten Willen - was es zwar nicht leckerer macht, aber ich frage mich eben: wie sieht es in den Küchen aus, die die Prüfung gar nicht erst zugelassen haben...
Zweitens liegen viele Checks schon mehrere Monaten zurück, möglicherweise hat der Betreiber mittlerweile einiges getan, um die Situation in seinem Restaurant zu bessern? Ich bin allein heute zufällig an zweien vorbeigekommen, die auf der Negativliste stehen und jetzt renovieren (Asuka Sushi in der Gleimstr und die Kamps Filiale in den Schönhauser Allee Arkaden)!
Das heißt, vielleicht meidet man ein zwar gelistetes, aber mittlerweile hergerichtetes Restaurant, in dem nun gar nichts mehr zu bemängeln ist und geht dafür in eines, dass zwar nicht auf der Negativliste steht, aber viel schmutziger ist und sich aus gutem Grund gar nicht erst untersuchen gelassen hat... Sprich, allzusehr sollte man sich auf so eine Liste nicht verlassen!
Es bleibt nur zu hoffen, dass einige bisher nachlässige Gaststättenbetreiber nun aufwachen und es in Zukunft besser mit der Hygiene halten. Sehr sehr bedenklich sind wiederum vor allem jene Betriebe, die mehrfach gecheckt und für schlecht befunden wurden - hier mangelt es demnach wohl nicht nur an Sauberkeit, sondern auch an Einsicht.
Aber dann gibt es ja zum Glück auch noch die Positivliste! Hier kann man also die Guten finden, bei denen alles vorbildlich blitzt und blinkt. Leider ist diese Liste noch sehr kurz! Gerade mal fünf Betriebe sind dort gelistet (davon drei Seniorenheime (!?), bislang nicht gerade meine favorisierten Hangouts..) - mickrig im Vergleich zur Negativliste. Aber naja, 60 Betriebe sollen in näherer Zukunft getestet werden. Wollen wir hoffen, dass sich da noch einige zur guten Seite der Macht gesellen ;)
Erfreulich war die Überraschung, dass das einzige auf der Positivliste genannte Café auch schon hier auf Nimmersatt von mir empfohlen wurde! Es handelt sich um das Café Paula in der Florastr, das sich seinen Smiley redlich verdient hat. Ein schönes Café durch und durch, also nichts wie hin und lasst es euch dort schmecken!
Ich bin mal gespannt, ob nun bald weitere Bezirke nachziehen und auch Listen erstellen.
Eingestellt von
Julia
um
2.3.09
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Labels: allgemeines
Schneiders Schokoladen
Seit wievielen Tagen schneit und matscht es jetzt eigentlich schon vor sich hin? Ich weiß es nicht mehr, weiß nur, dass das aufs Gemüt schlägt, wenn man nicht mit allen Mitteln dagegen ankämpft. Mein liebstes Hausmittel gegen Wintertrübsal ist heiße Schokolade und ein Stück Kuchen, einverleibt in gemütlicher Umgebung. Ein wunderbarer Ort für diese Glückskur ist Schneiders Schokoladen in Mitte.
Hier gibt es hochwertige Schokoladen aus aller Welt und hausgemacht, Pralinen von meiner absoluten Lieblingsconfisserie Lauenstein, eine wechselnde kleine, aber sehr feine Auswahl von Kuchen und Torten - alles zum mitnehmen oder im hübschen, freundlich eingerichteten Ladencafé geniesen.
Die heiße Schokolade ist selbstredend köstlich, ebenso als super empfehlenswert hat sich die Mangolassi Torte herausgestellt. Auch das Pastel de Nata auf meinem Photo war fein. Die Preise sind zum Glück auch human und der hohen Qualität absolut angemessen.
Hätte Frau Herr diesen Schokoladen gekannt, wäre die Frustation bestimmt nicht so groß gewesen. Männer gibts schließlich mittlerweile fast geschenkt... ;)
Schneiders Schokoladen
Ackerstraße 149
Berlin-Mitte [click for map, please!]
Tram 12, M8 Pappelplatz, U8 Rosenthaler Platz
Mo-Sa 11.00 - 18.30
So/Feiertage 12.00 -18.00
Eingestellt von
Julia
um
22.2.09
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Labels: Café, Kuchen, mitte, Patisserie, Schokolade
TuBi
Nein, nein, keine blöden Witze und Anspielungen auf den Allerwertesten - wir achten und ehren das "h" in der Suppe und singen hier nur kulinarisch betrachtet ein Hohelied auf Phos! Pho, das ist das vietnamesische Nationalgericht, eine aromatische Suppe, meist mit Nudeln und reichlich frischen Kräutern serviert und ja, Fleisch - hierzulande aber zugunsten der dankbaren Vegetarier auch oft mit Tofu und Gemüse zu haben.
Mit einer sehr feinen solchen Suppe habe ich mich vor kurzem bei TuBi in Charlottenburg aufwärmen können. In dem sehr schön mit Bambusgestecken und riesigen Kastanienzweigen dekorierten Restaurant lässt sich das vietnamesische Essen auch wirklich angenehm genießen. Auch die Speisen selbst sind hübsch angerichtet, mit frischem Koriander und Thaibasilikum gekrönt, so dass Augen und Gaumen gleichermaßen verwöhnt werden.
Bei der Pho, die ich bestellt hatte (Nr 36 mit Tofu anstatt Fleisch) kam sogar noch ein ganzer Extrateller mit Kräutern, Sprossen und Limette, so dass ich selbst entscheiden konnte ob und wieviel ich davon in meiner Suppe haben wollte. Schöne Idee und da mein Blog ja nunmal nicht umsonst Nimmersatt heißt, habe ich einen Großteil davon auch meiner Nudelsuppe und mir zugutekommen lassen.
Auch die Kokoscurry-Nudelsuppe meiner Begleiterin war sehr lecker: cremig, süßlich-würzig, mit viel Gemüse und ebenfalls mit fritiertem Tofu.
Mit jeweils 7,90Eur sind die Phos nicht ganz so billig wie in manch einem vietnamesischen Restaurant in östlicheren Gefilden Berlins, dafür aber frisch, köstlich und ohne an den Zutaten, den Portionen oder dem Service zu sparen.
Günstig wiederum ist es mittags im TuBi: da gibt es dann ein Mittagsmenu für nur 5,90Eur.
Es gibt nicht nur Suppen bei TuBi, sondern auch Reis- und Nudelgerichte, Frühlings- und Sommerrollen und Salate - bestimmt alle auch probierenswert! Sehr nett war auch der Nachtisch aufs Haus, den es zum Abschluss noch gab: Vanilleeis und gebackene Banane mit Honig und gehackten Erdnüssen. Für uns war das dann schon Dessert Nümmero 2, da wir uns nichtsahnend vorher schon in einem knusprig-feinen Teig ausgebackene Süßkartoffelschnitze zu Gemüte geführt hatten. Aber solche Überraschungen hat man ja gerne und dafür findet sich im separaten Süßmagen auch immer noch ein Plätzchen.
Absolut empfehlenswert fand ich auch die Shakes aus frischen Früchten: sehr lecker und man fühlt sich gleich besser gewappnet gegen fiese Grippeviren, die einen auf der S-Bahnfahrt nach Hause attackieren könnten.
Achso, Soundtrack zum Artikel (und Ohrwurm für die S-Bahnfahrt) gibts auch wieder ;)
TuBi
Leibnizstr. 62
Berlin-Charlottenburg [click here to see map]
S Savignyplatz, U Adenauerplatz
Tel: 030-30831448
geöffnet: Montag bis Freitag von 12- 15 Uhr / 17.30- 23 Uhr und Samstag, Sonntag, Feiertag von 17.30- 23 Uhr
Eingestellt von
Julia
um
15.2.09
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Labels: asiatisch, charlottenburg, säfte, suppe, vietnamesisch